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OECD Economic Surveys: Switzerland
OECD (Hg.)

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erstellt in regelmäßigen Abständen Wirtschaftsanalysen einzelner Länder, nicht nur der 30 Mitgliedstaaten. Jährlich erscheinen 18 dieser "Economic Surveys", die einen exzellenten Überblick über die aktuelle Lage geben und dabei alle Faktoren berücksichtigen, die einen Einfluss auf die Entwicklung haben, von der Arbeitsmarktpolitik über die Qualität des Bildungssystems bis zur Steuergesetzgebung. Auch soziale und Umweltfragen fließen ein. Weil die OECD-Experten über einen breiten Horizont und eine hervorragende Datenbasis verfügen, sind sie in der Lage, nicht nur die Situation in den jeweiligen Ländern zu beschreiben, sondern diese mit der anderer Staaten zu vergleichen. Messerscharf analysieren sie, welche politischen Rahmenbedingungen zu Vorteilen im internationalen Wettbewerb führen, warum sich ein Staat in einem bestimmten Bereich flexibler und klüger anstellt als andere. Sie benennen aber auch schonungslos, wo die Schwächen liegen und welche Entwicklungen ins Abseits führen, und sie geben Empfehlungen ab. Denn die Probleme ähneln sich häufig. Der Blick über den Tellerrand hinaus hilft, gute Lösungsansätze zu identifizieren und diese gegebenenfalls zu übernehmen.

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Enzyklopädie Migration in Europa. Vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart
Von Klaus J. Bade, Pieter C. Emmer, Leo Lucassen, Jochen Oltmer (Hg.)

 

Das Thema „Migration“ birgt auf politischer Ebene noch immer gewaltigen Sprengstoff. Dabei war und ist der Mensch ein Homo migrans, wie die Herausgeber der mehr als tausendseitigen „Enzyklopädie Migration in Europa“ deutlich machen. Wanderungsbewegungen prägen die Geschichte Europas. Zuwanderung, mehr oder weniger gelungene Integration und interkulturelle Begegnungen bilden den Normalfall.

Die Menschen sind immer und überall gewandert, aus Not und aus Neugier, sie wurden vertrieben und angelockt: Deutsche nach Russland, Portugiesen nach Frankreich, Tschechen nach Österreich oder Iren und Italiener in fast jeden Winkel der Welt. Die heutigen Auseinandersetzungen mit Selbst- und Fremdbildern deuten also kaum auf eine besondere Krisensituation hin. Sie sind eher Zeichen einer individuellen und sozialen Identitätsfindung.

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Atlas des räumlichen Wandels der Schweiz – Atlas des mutations spatiales de la Suisse
Von Martin Schuler, Pierre Dessemontet, Christophe Jemelin, Alain Jarne, Natacha Pasche, Werner Haug

Der "Atlas des räumlichen Wandels der Schweiz" bietet eine Vielfalt von Ansichten der demografischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen in dem Alpenland. Die Alpentäler im Herzen der Eidgenossenschaft, die mit ihrer bäuerlichen Folklore bis heute das Bild der Schweiz prägen, entleeren sich zusehends. Derweil sind die Agglomerationen, die Speckgürtel der Städte in den tieferen Lagen, immer mehr zu einer urbanen Großregion zusammengewachsen, in der die Grenzen zwischen Stadt und Land allmählich verschwimmen. In dem schmalen Korridor entlang der Bahnstrecke vom Genfersee zum Bodensee konzentrieren sich die Unternehmen, denen das Alpenland seinen Wohlstand verdankt – und das "Humankapital", abgewandert aus den strukturschwachen Gebieten oder zugewandert aus dem Ausland. Die Einzugsgebiete der helvetischen Metropolen Genf, Basel und Zürich reichen weit über die Grenzen hinaus, sie sind deshalb offener gegenüber Europa als die ländlichen Regionen. Aber auch innerhalb der Agglomerationen zeigen sich neue wirtschaftliche und soziale Differenzierung.

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Die Welt ohne uns. Reise über eine unbevölkerte Erde
Von Alan Weisman

 

Stellen Sie sich vor, es fällt auf der ganzen Erde der Strom aus: Keine Tanksäule spuckt mehr Benzin aus, die Espressomaschine verweigert den Kaffee, U-Bahnen und Aufzüge bleiben stecken, die Nacht liegt schwarz über den Städten. Sie sollten ihre Vorräte rationieren, denn wenn die Supermärkte erst geplündert sind, wird es keinen Nachschub mehr geben. Nach ein paar Tagen werden die Ersten verhungern. In wenigen Monaten wäre die Menschheit dezimiert, zumindest jener Teil, der sich als zivilisiert bezeichnet, also komplett von der Technik abhängig ist.

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Wie schnell wächst die Zahl der Menschen? Weltbevölkerung und weltweite Migration
Von Rainer Münz/Albert F. Reiterer

 

Derzeit leben rund 6,6 Milliarden Menschen auf der Erde. Im Jahr 2050 werden es voraussichtlich mehr als neun Milliarden sein. 99 Prozent dieses Bevölkerungswachstums finden in Entwicklungs- und Schwellenländern statt. Die Einwohnerzahl Indiens beispielsweise wird bis 2050 um die jetzige Bevölkerung der Europäischen Union zunehmen und damit vor China der Staat mit den meisten Einwohnern werden. Afrika südlich der Sahara ist die Weltregion, deren Bevölkerung sich am schnellsten vergrößert - bis 2050 wird sich die Einwohnerzahl mehr als verdoppeln.

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Beten im Oval Office. Christlicher Fundamentalismus in den USA und die internationale Politik
Von Barbara Victor

 

Dass im Weißen Haus derzeit ein Präsident regiert, der betet, ist weithin bekannt. George Bush hat nie ein Hehl daraus gemacht. Von der von den Gründervätern der USA einst verfügten Trennung von Staat und Religion vermittelt er wenig. Mit der weltweiten Ablehnung seiner Politik hat dadurch auch das Gebet des Präsidenten und zahlreiche seiner Mitarbeiter für viele Menschen, Christen und Nichtchristen, einen negativen Beigeschmack bekommen. Diesem Gefühl verdankt die deutsche Übersetzung des Buches der amerikanischen Fernsehjournalistin Barbara Victor wohl ihren schlecht gewählten Titel.

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Vorsicht Bildschirm! Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft
Von Manfred Spitzer

Spricht man dieser Tage mit Medizinern, Psychologen oder Lehrern, so hört man allerorten, dass die Zahl verhaltens- und lerngestörter Kinder in den vergangenen Jahren in Deutschland erheblich angestiegen ist. Diagnosen wie "Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom" oder "Hyperaktivität", die früher nur der Arzt kannte, werden zu Alltagsvokabeln. Gleichzeitig haben immer mehr Kinder Übergewicht, eine einst "Altersdiabetes" genannte Krankheit verdient ihren Namen nicht mehr. Auch Schulmassaker und Lehrermorde finden nicht mehr nur in Amerika statt. Die Schuld an dieser fatalen Entwicklungen wird abwechselnd den Lehrern oder den Eltern zugewiesen. Nicht selten resignieren beide vor der "heutigen Zeit", in der man seinen Nachwuchs vor schädlichem Einfluss nicht mehr schützen kann.

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Der Zeugungsstreik. Warum die Kinderfrage Männersache ist
Von Meike Dinklage 

Die deutschen Frauen befinden sich im Gebärstreik - so die Statistiker. Fast ein Drittel aller Frauen bleibt lebenslang kinderlos. Dass der Blick dabei stets auf den weiblichen Teil der Bevölkerung gerichtet ist, hat biologische und ideologische Gründe: Frauen bekommen nun einmal die Kinder, und deshalb kann man den Müttern die zur Welt Gebrachten eindeutig zurechnen.

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