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von Iris Hoßmann und Margret Karsch

 

Ist Deutschland ein Einwanderungsland? Noch bis vor wenigen Jahren hat die Bundesregierung diese Frage verneint. Obwohl das Land seit den 1960er Jahren mehrere Einwanderungswellen erlebte und die Bevölkerung mit ausländischen Wurzeln kontinuierlich wuchs, gingen die wechselnden Bundesregierungen weiterhin davon aus, dass die sogenannten Gastarbeiter einst in ihr altes Heimatland zurückkehren würden. Doch diese bauten während des jahrzehntelangen Aufenthalts sich und ihren Familien in Deutschland eine Existenz auf – ohne dass die Politik besondere Maßnahmen ergriff, um die Integration der heute rund 16 Millionen Migranten der ersten, zweiten und dritten Generation in die Gesellschaft zu fördern und ihnen das Ankommen in der neuen Heimat zu erleichtern.

Seit 2000 stagniert die Migration – und das führte acht Jahre später zum ersten Wanderungsverlust seit mehr als 50 Jahren in der Geschichte der Bundesrepublik. Auch 2009 lag die Zahl der Abwanderer über der Zahl der Zuwanderer – zum Teil lässt sich das allerdings mit Datenbereinigungen
erklären. Zwar kamen bis 2010 Zuwanderer wieder mehr Menschen, so dass
Deutschland im letzten Jahr wieder einen positiven Wanderungssaldo verzeichnete, aber im langjährigen Vergleich liegt sie auf einem niedrigen Niveau. Dies ist sicherlich auch auf das Zuwanderungsgesetz von 2005 zurückzuführen, das Einwanderung stark begrenzte und darauf
abzielte, vorrangig hoch qualifizierte Arbeitskräfte ins Land zu holen. Der Familiennachzug aus den ehemaligen Anwerberstaaten der Gastarbeiter kam fast völlig zum Erliegen, da der ausländische Ehepartner seitdem ausreichende Deutschkenntnisse nachweisen muss. Darüber hinaus verhinderte bis zum 1. Mai 2011 die eingeschränkte Arbeitnehmerfreizügigkeit, dass aus den Ländern, die 2004 der Europäischen Union beigetreten waren, Menschen zuwanderten.

 

Rund 20 Prozent der deutschen Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund

 

Fast jeder fünfte Einwohner im Bundesgebiet ist aus einem anderen Land zugewandert oder hat mindestens ein Elternteil, auf den dies zutrifft. Der Mikrozensus des Statistischen Bundesamts zählt alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten, alle in Deutschland geborenen Ausländer sowie alle in Deutschland als Deutsche Geborenen
mit zumindest einem zugewanderten oder als Ausländer in Deutschland geborenen Elternteil zu den "Menschen mit Migrationshintergrund". Zu der Gruppe der "Ausländer" gehören nur die Personen, die eine ausländische Staatsbürgerschaft haben. Sie bilden also nur eine Untergruppe der Menschen mit Migrationserfahrung.

Insgesamt sind etwa zwei Drittel der Personen mit Migrationshintergrund selbst Migranten (erste Generation), während knapp ein Drittel bereits in Deutschland geboren wurde (zweite oder dritte Generation). Türkische Zuwanderer bilden mit knapp drei Millionen die größte Migrantengruppe in Deutschland. Eine halb so große Gruppe stellen Migranten aus Polen sowie Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion. Weitere Herkunftsländer einer Vielzahl von
Migranten sind Italien, Spanien und Griechenland.

Zwischen 1955 und 1968 schloss Deutschland Verträge mit den Regierungen Italiens, Spaniens, Griechenlands, der Türkei, Marokkos, Portugals und Jugoslawiens, um Arbeitskräfte ins Land zu holen. Deutschland verstand sich nicht als Einwanderungsland. Da die ausländischen Arbeiter sich nicht dauerhaft im Land niederlassen, sondern wieder in ihre Heimat zurückkehren sollten, verfolgte es auch keine Integrationspolitik.

Im damaligen Bundesgebiet lag der Ausländeranteil vor der Anwerbung bis in die späten 1950er Jahre noch bei rund einem Prozent und erhöhte sich in der Folge unter anderem wegen der nachziehenden Familien auf über sieben Prozent bis 1980. Der Anwerbestopp von 1973 änderte an dem steigenden Ausländeranteil nichts, denn im selben Jahr waren bereits 17 Prozent aller Neugeborenen Kinder ausländischer Eltern. Die damalige Bundesregierung gestattete weiterhin den Familiennachzug – und ging dennoch davon aus, dass die Gastarbeiter irgendwann in ihre Heimatländer zurückkehren würden. Über 60 Prozent der Türken und knapp 45 Prozent der Italiener, die nicht in Deutschland geboren wurden, sind bis jetzt durch die Familienzusammenführung nach Deutschland gekommen.

Bevölkerungspyramide nach Migrationshintergrund 2009

Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund ist jünger und bekommt mehr Nachwuchs als der bundesdeutsche Durchschnitt. Jedes dritte Kind unter fünf Jahren hat einen Migrationshintergrund. Anders sieht die Bevölkerungspyramide für Gesamtdeutschland aus: In den jüngeren Jahrgängen wird die Pyramide zunehmend schlanker, und der zahlenmäßig geringere Nachwuchs ersetzt die Elterngeneration nicht (Datengrundlage: Statistisches Bundesamt Deutschland, Mikrozensus).

Eine weitere große Einwanderungswelle setzte in den 1990er Jahren ein, als nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die als Spätaussiedler bezeichneten Russlanddeutschen in die Bundesrepublik kamen. Bis Ende der 1990er Jahre immigrierten jährlich fast 200.000 Menschen nach Deutschland, von denen die Mehrheit die deutsche Staatsbürgerschaft per Heimkehrergesetz
erhielt. Seitdem hat Deutschland keine größere Zuwanderung mehr erlebt. Die Zahl der Asylbewerber, die seit Mitte der 1970er Jahre stark gestiegen war, fiel in den 1990er Jahren bis heute fast genauso stark wieder ab.

In fast allen Nachbarländern wächst die Bevölkerung vor allem deshalb, weil viele Zuwanderer kommen. Diese Länder sehen sich besser gerüstet, um in Zukunft den Fachkräftemangel zu meistern und die Alterung der Bevölkerung zu verlangsamen. Denn die Zuwanderer sind heute zunehmend gut qualifiziert und kommen in jungen Jahren in ihr Zielland.

Ausländische hoch Qualifizierte haben es nicht leicht in Deutschland


Deutschlands Maßnahmen, um junge sowie qualifizierte Arbeitskräfte anzulocken, sind bislang weitgehend erfolglos geblieben. Die 2000 eingeführte Green Card sollte dem zunehmenden Fachkräftemangel in den Bereichen Computer- und Informationstechnologie entgegenwirken,
indem maximal 20.000 ausländischen Fachkräften mit Hochschulabschluss die Zuwanderung und Arbeitsaufnahme in der IT-Branche gestattet wurde. Diese hatten einen Job mit einem Jahreseinkommen von rund 80.000 Euro nachzuweisen, um eine Arbeitserlaubnis und eine befristete Aufenthaltsgenehmigung zu erhalten. Vier Jahre später war weniger als 18.000 eine Arbeitserlaubnis erteilt worden. Das lag nicht nur unter den Erwartungen der Bundesregierung, sondern führte auch zum Ende der Green Card, die ihrer Definition nach ja nur eine kurzfristige, auf eine Branche beschränkte Abhilfe beim Fachkräftemangel schuf.

Das Potenzial von Migranten in Deutschland, die über ein hohes Qualifikationsniveau verfügen, wird nicht ausreichend genutzt. Ausländische Absolventen deutscher Hochschulen mussten lange Zeit direkt nach dem Studium Deutschland verlassen. Dabei verfügen sie über die besten Voraussetzungen. Sie haben die deutsche Sprache erlernt, sind jung und vor Ort gut ausgebildet worden. Viele von ihnen kehrten nach ihrem Abschluss in Deutschland aber nicht in ihre Heimatländer zurück, sondern zogen in andere Länder Europas weiter. Erst seit 2005 haben Hochschulabsolventen die Chance, auch nach ihrem Abschluss in Deutschland eine Beschäftigung zu finden. Die Bundesregierung hat ihnen dafür eine Schonfrist von zwölf Monaten eingeräumt. Zusätzlich leben in Deutschland rund eine halbe Million Zuwanderer, deren ausländischer Bildungsabschluss nicht anerkannt wird. Deren Integration wird dadurch nicht gefördert, sondern behindert. Im März 2011 legte die Bundesregierung einen Gesetzesentwurf vor, um das zu ändern.

Von Anfang an benachteiligt


Für die erste Generation der Zuwanderer fehlte es aufgrund der nicht vorhandenen Integrationspolitik an gezielten Aus- und Weiterbildungsangeboten. Doch auch deren Kindern und Enkelkindern
erschwert das hoch selektive deutsche Bildungssystem bis heute den sozialen Aufstieg. Bereits in den 1980er Jahren zeigten Studien, dass Kinder aus Migrantenfamilien schlechter in der Schule abschneiden als Kinder von Alteingesessenen.

Die ersten Pisa-Ergebnisse bescheinigten Deutschland im internationalen Vergleich zudem ein schlechtes Abschneiden von Schülern mit Migrationshintergrund bei den Schulleistungen. Die Ergebnisse von Nachbarländern wie den Niederlanden, Dänemark oder Belgien zeigen, dass die zweite Generation von Zuwanderern höhere Bildungsabschlüsse als ihre Eltern erreichen können.

In den letzten zehn Jahren erreichten Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund zunehmend höhere Schulabschlüsse, aber die Kluft zu den Abschlüssen von Kindern ohne Migrationshintergrund blieb nahezu unverändert bestehen. Der Anteil der deutschen Jugendlichen, die mit Abitur die Schule abschließen, ist von 26 Prozent auf 32 Prozent gestiegen. Auch unter
den ausländischen Schulabsolventen erreichen mehr Schüler die Hochschulreife: ein Anstieg von zehn auf zwölf Prozent. So erfreulich diese positive Tendenz ist – die deutsche Abiturientenquote bleibt weiterhin fast dreimal so hoch wie die von Ausländern.

Ebenfalls zugenommen hat die Zahl der Studierenden in den letzen Jahren. Der Anteil von ausländischen Studierenden, die ihr Abitur in Deutschland erworben haben, an der Gesamtzahl der Studierenden blieb dagegen konstant bei lediglich drei Prozent. Die Bildungsinitiative führt dies auf die schwierigere soziale Situation von ausländischen Studierenden zurück. Während knapp jeder zweite Student mit Migrationshintergrund aus einem bildungsfernen oder einkommensschwachen Elternhaus kommt, trifft dies nur auf jeden achten Studenten ohne Migrationshintergrund zu. Migranten erhalten daher auch in geringerem Umfang eine finanzielle Unterstützung durch die Familie und sind in deutlich höherem Maße auf Bafög-Leistungen und eigene Verdienste angewiesen.

Eine Studie der OECD von 2008 bestätigt die geringen Aufstiegschancen der Migranten in Deutschland. Nur in wenigen Ländern der EU-27 verfügen die im Ausland geborenen Personen über ein schlechteres Qualifikationsniveau als in Deutschland. Nicht einmal 20 Prozent haben einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss, lediglich in Österreich und Italien sind es
noch weniger.

Dieser Trend zeigt sich auch bei der beruflichen Qualifikation. Jeder Dritte der 25- bis 34-jährigen Zuwanderer hat keinen Berufsschulabschluss. Von den Migranten der zweiten Generation kann jeder Vierte keinen beruflichen Abschluss vorweisen. Das geringe Qualifikationsniveau der Migranten hat weit reichende Folgen für ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt: Migranten
üben häufig Jobs in konjunkturabhängigen Branchen aus, die nur eine geringe Qualifikation erfordern, und verlieren eher ihren Arbeitsplatz. Sie haben seltener einen sicheren Arbeitsvertrag und sind häufiger in befristeten Beschäftigungsverhältnissen.

Eine Studie der OECD zu den Nachkommen von Migranten kommt zu dem Ergebnis, dass die zweite Generation eine schlechtere Perspektive auf dem Arbeitsmarkt hat als die Nicht-Migranten – auch bei gleichem Bildungsniveau. Besonders bei Kindern türkischer Einwanderer sind in Belgien, Österreich und Deutschland die größten Beschäftigungsdefizite unter den Migranten
erkennbar. Junge Menschen mit Migrationshintergrund sind zudem in der öffentlichen Verwaltung Deutschlands unterrepräsentiert. Nur rund drei Prozent arbeiten an öffentlichen Schulen als Lehrer, sind Polizist oder etwa in der Meldebehörde tätig. In keinem anderen Land fallen die Anteile geringer aus.

Nicht nur die geringere Qualifikation von Migranten im Vergleich zu Menschen ohne Migrationshintergrund, sondern auch die mangelnden Aufstiegschancen der zweiten Generation führen dazu, dass sich viele Migranten zurückziehen. Die Netzwerke innerhalb von Migrantengruppen gewinnen an Bedeutung, möglicherweise beeinträchtigt die Benachteiligung auch das Vertrauen in die deutsche Gesellschaft. Ethnische Enklaven behindern jedoch wiederum
den Erwerb von Sprachkompetenz und anderen Fähigkeiten, die für die soziale, kulturelle und ökonomische Teilhabe wichtig sind.

Wovon hängt erfolgreiche Integration ab?

Als wichtigste Integrationsvoraussetzung gilt der erreichte Schulabschluss. Ein höherer Schulabschluss erhöht zugleich die Chancen, eine Ausbildung oder ein Studium aufzunehmen, und letztendlich die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Somit ist Bildung in Deutschland ein wesentlicher Faktor, der über erfolgreiche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund entscheidet (Datengrundlage: Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge).

Die Eltern von Kindern mit Migrationshintergrund sind wichtige Wegbereiter und nehmen mit ihrem Bildungsniveau wesentlichen Einfluss auf die Bildungschancen ihrer Kinder. Berechnungen der Bertelsmann-Stiftung haben ergeben, dass für Kinder aus Migrantenfamilien, die eine Krippe besuchen, die Wahrscheinlichkeit um 27 Prozent höher liegt, später auch auf ein Gymnasium zu gehen. Viel stärker als der Migrationshintergrund wiegt allerdings der Einfluss des Bildungsabschlusses der Eltern: Kinder von Eltern mit Abitur haben die größten Chancen, selbst ebenfalls das Gymnasium zu besuchen. Unabhängig von einem Krippenbesuch schaffen es über 60 Prozent dieser Kinder, die Hochschulreife zu erreichen und eine Studienberechtigung zu erwerben.

Deutschlands neues Selbstbild: ein Einwanderungsland


Der demografische Wandel und der Blick über die Grenzen hinaus sowie der internationale Vergleich wie etwa in der Pisa-Studie erhöhen den Handlungsdruck auf die Politik. Die Studie „Ungenutzte Potenziale“ des Berlin-Instituts löste 2009 eine heftige Debatte um die Versäumnisse bei der Integration aus. Der 2008 ins Leben gerufene Sachverständigenrat deutscherStiftungen für Integration und Migration trat 2010 erstmals mit einem Gutachten an die Öffentlichkeit und sprach ebenfalls von Deutschland als  Einwanderungsland – und die Bundesregierung gab Versäumnisse in der Integrationspolitik zu und erkannte die zukünftigen Herausforderungen an. Im Vorfeld hatte sich bereits ein neuer Weg in der Integrationspolitik abgezeichnet, als die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer, im Jahr2005 ihr Amt antrat und erstmals in der fast 30-Jährigen Geschichte dieses Amtes den Rang einer Staatsministerin im Kanzleramt erhielt.

Viele integrationspolitische Initiativen wie der Integrationsplan der Bundesregierung mit seinen drei Integrationsgipfeln und die Deutsche Islamkonferenz zielen dabei auf die breite Öffentlichkeit. Sie haben eher symbolischen Charakter und signalisieren, dass Deutschland für seine 16 Millionen Migranten Verantwortung übernehmen will. Unter Migranten sind diese Formen von Integrationsinitiativen weniger bekannt, da sie kaum den Alltag der Migranten betreffen. In einer Umfrage des Sachverständigenrats gaben nur sechs Prozent der Befragten mit Migrationshintergrund an, den Nationalen Integrationsplan zu kennen, und die Deutsche Islamkonferenz war nur elf Prozent geläufig. Dagegen sind die Integrationskurse und die Einbürgerungstests mit dem Nachweis deutscher Sprachkenntnisse mit rund 21 versus 36 Prozent weitaus häufiger bekannt. Fast jeder Migrant weiß, dass seit 2007 aus dem Ausland nachziehende Ehepartner über einfache Deutschkenntnisse verfügen müssen.

Die Bundesregierung setzt vermehrt auf das Erlernen der deutschen Sprache, um eine bessere Integration von Migranten zu erreichen. Denn nur wer die deutsche Sprache beherrscht, kann am deutschen Bildungssystem teilnehmen und dieses auch erfolgreich abschließen, bekommt einen Ausbildungsplatz oder kann an einer deutschen Hochschule studieren. Ebenfalls verbunden mit einem höheren Ausbildungsniveau sind bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Die aktuelle Integrationspolitik sieht neben der Sprachkompetenz die höhere Bildung im Allgemeinen als Schlüssel für eine bessere Integration. Daher listet der Integrationsplan der Bundesregierung umfangreiche bildungsbezogene Integrationsmaßnahmen auf: angefangen bei frühkindlicher Bildung in Kindertageseinrichtungen bis hin zu Weiterbildungsmaßnahmen für ältere Migranten. Die Bundesregierung appelliert an die Eltern zur Mitwirkung und bezieht die Unternehmen in ihre Überlegungen ein, denn sie sollen Ausbildungs- und Arbeitsplätze an Migranten vergeben.

Ob solche Appelle ausreichen, muss sich zeigen – ebenso wie der Nutzen von der Androhung, Transferleistungen zu senken, wenn Teilnehmer Deutschkurse abbrechen. Die Integrationsdebatte wird erst seit wenigen Jahren in Deutschland geführt und ist teilweise von hitzigen Diskussionen bestimmt. Aber sie ist unerlässlich. Denn die Politik muss endlich handeln und Migranten die gleichen Chancen einräumen wie Menschen ohne Migrationshintergrund, statt deren Fähigkeiten brachliegen zu lassen und eine Spaltung der Gesellschaft zu riskieren.

 

Literatur / Links


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Kröhnert, Steffen / Medicus, Franziska / Klingholz, Reiner (2007): Die demographische Lage der Nation. Wie zukunftsfähig sind Deutschlands Regionen? München.

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Presse- und Informationsdienst der Bundesregierung: Staatsministerin Böhmer: "Ergebnisse des OECD-Migrationsberichts sind Ansporn und Ermutigung." Pressemitteilung Nr. 257. 12.07.2010.

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Stand: Juni 2011

 

 

The Growth Trilemma

Das Discussion Paper "Das Trilemma des Wachstums" ist nun auch auf Englisch erschienen.

Demografiestrategie der Bundesregierung:

Kommentar von Reiner Klingholz in der FAZ

"Die demografische Zukunft von Europa" (2008) untersucht u.a. ländliche Räume, Regionalentwicklung und Familienpolitik in einzelnen Staaten.

Ungenutzte Potenziale
Zur Lage der Integration in Deutschland