
Zu den neuen Volkskrankheiten der modernen Industriegesellschaften zählen Übergewicht, Rückenschmerzen, rheumatische Erkrankungen, Eßstörungen, Allergien, Neurodermitis, Asthma, Heuschnupfen, Krebs- und Autoimmunerkrankungen, Hörsturz und Tinnitus, Kopfschmerzen und Migräne, Depressionen oder Alzheimer-Demenz. Ein Krankheitsbild wird als "Volkskrankheit" bezeichnet, wenn es so häufig auftritt und ein solches Maß an Gefährlichkeit aufweist, dass es sozioökonomische Folgen besitzt.
Zurückzuführen ist die Verbreitung dieser Krankheiten in der westlichen Zivilisation auf den veränderten, hoch technologisierten Lebensstil, das höhere Alter, das Menschen erreichen, mangelnde Bewegung, einseitige Ernährung oder komplexe Anforderungen der Umwelt, die zu seelischen Störungen führen.
Entsprechend treten zu unterschiedlichen Zeiten in unterschiedlichen Regionen verschiedene Volkskrankheiten auf. Im Mittelalter waren es etwa Infektionskrankheiten wie Cholera, die Pocken oder die Pest, in vielen Ländern Afrikas zählt heute Malaria dazu.
Stand: Oktober 2007