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Von Rainer Münz

Bevölkerungsforschung befasst sich überwiegend mit quantitativ messbaren demografischen Veränderungen: mit Geburten und Sterbefällen, Wanderungen sowie mit demografischer Alterung.

Die Fortpflanzung, also Fertilität und generatives Verhalten von Menschen, ihre Haushalts- und Familiengründung, aber auch ihre Morbidität und Mortalität sind eingebunden in biologische, wirtschaftliche, soziologische, ökologische und politische Rahmenbedingungen. Analoges gilt für Wanderungsentscheidungen.

Als eigenständige Disziplin ist die Demografie in Deutschland nur schwach verankert. So gibt es z. B. nur vier Universitäten, an denen Lehrstühle für Bevölkerungswissenschaft eingerichtet sind: in Bamberg, Bielefeld und Rostock sowie an der Humboldt-Universität Berlin. Dort ist der Lehrbereich zur Zeit allerdings nicht besetzt. Ein wesentlicher Teil von Lehre und Forschung findet in Teildisziplinen der sozialwissenschaftlichen Nachbarfächer statt: in Bevölkerungsstatistik, Bevölkerungssoziologie, Bevölkerungsgeografie und Bevölkerungsökonomie.

 

Stand: Januar 2008

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