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Wir blöden Primaten

von Elizabeth Kolbert

Die Wissenschaftsjournalistin Elizabeth Kolbert führt uns vor Augen, wie wir die Welt verwüstet haben. Dafür hat sie jetzt den Pulitzerpreis bekommen.

Im Berliner Tiergarten singen dieser Tage Gartenbaumläufer, Grünschnäpper und Zilpzalp. Keine 100 Kilometer entfernt schleichen wieder die Wolfsrudel durch die brandenburgischen Weiten. Der Luchs ist in den deutschen Forst zurückgekehrt, der Biber in die Gewässer. Die Natur erobert sich zurück, was der Mensch ihr einst genommen hat. Die Artenvielfalt scheint sich zu erholen.

 

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Bedeuten mehr Ältere und Hochbetagte auch mehr Krankheit?

von Gabriele Doblhammer (Hsg.)

Wir leben immer länger. Eine 80-jährige Frau in Deutschland kann heute mit ebenso vielen weiteren Lebensjahren rechnen wie eine 75-Jährige vor 50 Jahren. Rein statistisch hat sie gegenüber den Vorgängergenerationen auch an „gesunden Jahren“ hinzugewonnen: Vieles deutet darauf hin, dass sich die „alterstypischen“ Erkrankungen oder Behinderungen ins höhere Alter verschoben haben. Das gilt allerdings nicht überall in gleichem Ausmaß. Sowohl die durchschnittliche Lebenserwartung als auch der Anteil an der Lebenszeit, der von Krankheit und anderen Beeinträchtigungen geprägt ist, fallen regional unterschiedlich aus.

 

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Wie viel Staat hätten Sie denn gerne?

von Mariana Mazzucato

Die Wirtschaftswissenschaftlerin Mariana Mazzucato plädiert für massive öffentliche Interventionen im Forschungssektor

Privatwirtschaft und freie Märkte, so lehrt die liberale Wirtschaftstheorie, befördern Innovation, Wachstum und Wohlstand. Wenn sich irgendwo Geld verdienen lässt, dann findet sich gewiss ein Kapitalist, der investiert. Dabei erfinden die Unternehmen neue Produkte und Dienstleistungen, schaffen Arbeitsplätze und den Menschen geht es besser. Weil das Ganze im freien Wettbewerb vieler Akteure geschieht, bekommen die Konsumenten alles Neue sogar zu einem günstigen Preis. Welcher Staat könnte diesen Job erledigen? Keiner! Nur ein schlanker Staat, der sich aus der Wirtschaft raushält, ist ein guter Staat. Soweit die Theorie.

 

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Bildung in Deutschland 2014

von der Autorengruppe Bildungsberichterstattung

 

Der fünfte Bildungsbericht konstatiert Fortschritte und verweist auf verbliebene Herausforderungen – detailliert widmet er sich der Situation von Menschen mit Behinderung.

Bildung ist die Grundlage des friedlichen Zusammenlebens. Sie verleiht dem Einzelnen das Rüstzeug, sein Leben in Eigenregie zu gestalten. Doch Bildung ist auch aus volkswirtschaftlicher Perspektive wichtig – vor allem in Zeiten von Fachkräftemangel und einer alternden Bevölkerung. Denn wo anteilig weniger Menschen zur Verfügung stehen, um den Wohlstand des Landes zu erwirtschaften, kommt den Fähigkeiten und Kenntnissen jedes Einzelnen eine noch größere Bedeutung zu. Und diese Fähigkeiten sind das Resultat von Bildung – im frühen Kindesalter, in Schulen, in Hochschulen oder auch in Weiterbildungsprogrammen.

 

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International Handbook on the Economics of Migration

herausgegeben von Amelie Constant und Klaus Zimmermann

 

Europas Wirtschaft ist ohne Migration schon lange nicht mehr denkbar.

Zuwanderung wird für das alternde Europa immer wichtiger. Insbesondere Deutschland, wo sich die Bevölkerung ohne Zuwanderer schon seit 1972 rückläufig entwickeln würde, ist mit seiner gut aufgestellten Wirtschaft auf junge, kreative und leistungswillige Fachkräfte in Forschung, Pflege und im Gesundheitssektor aus dem Ausland angewiesen – der Mittelstand noch mehr als große Unternehmen. Die Amerikanerin Amelie Constant und Klaus Zimmermann vom Institut für die Zukunft der Arbeit (IZA) in Bonn, die sich seit vielen Jahren mit der Entwicklung der Arbeitsmärkte auf der ganzen Welt beschäftigen, haben jetzt einen Übersichtsband herausgegeben, der sehr viele Aspekte der Zuwanderung abdeckt und fast vier Dutzend Autoren zu Wort kommen lässt. Das 500-seitige „International Handbook on the Economics of Migration“, beschäftigt sich, wie der Titel nicht verheimlicht, überwiegend mit der ökonomisch motivierten Migration.

 

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Japan. Eine Wirtschaftsmacht erfindet sich neu

von David Pilling

 

Japans demografische und wirtschaftliche Entwicklung ist in eine Sackgasse geraten. Der Wirtschaftsjournalist Pilling glaubt an den Befreiungsschlag.


Japan befindet sich inmitten eines sozio-ökonomischen Großversuchs. Kein Land der Welt hat eine ältere Bevölkerung und die Nachwuchszahlen sind so niedrig, dass die Nation in den kommenden Jahren mehr Einwohner verlieren wird als jede andere Nation. Zusätzlich steckt Japans Wirtschaft seit fast 25 Jahren in einer Dauerkrise. Dummerweise existieren weltweit keine Erfahrungen mit solchen Veränderungen, denn in der Vergangenheit hat stets das Wachstum die Entwicklung der Industrienationen geprägt. Insofern ist der japanische Großversuch ein Lehrbeispiel für viele andere Länder, die einen ähnlichen Weg in die demografische und ökonomische Zukunft nehmen.

 

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Future Asia. The New Gold Rush in the East

von Rajiv Biswas

 

Wenn es nach wirtschaftlichen und politischen Analysten geht, liegt das wirtschaftliche und politische Gravitationszentrum dieser Welt künftig in Asien. Die Wirtschaftsberichterstattung prophezeit der vor wenigen Jahrzehnten noch bettelarmen Region einen beispiellosen Entwicklungsschub. Millionen Menschen gelänge demnach schon bald der Schritt aus der Armut in die Mittelschicht und damit könnte auf dem bevölkerungsreichsten Kontinent ein riesiger Absatzmarkt entstehen. Unternehmer reiben sich die Hände nach möglichen Gewinnen in Milliardenhöhe. Und scheinbar ohne mit der Wimper zu zucken pumpen sie ihr Geld in die asiatischen Märkte. Als „Goldrausch“ bezeichnet das Rajiv Biswas im Untertitel seines 2013 erschienen Buches „Future Asia. The New Gold Rush in the East.“ Darin geht er vor allem den Fragen nach, was die Investoren in diesen Rausch versetzt und ob zumindest einzelne Verzweigungen der Goldader Asien stellenweise schon bald wieder versiegen könnten. Der Autor liefert eine gekonnte Übersicht über die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen östlich von Europa.

 

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Das Konzept der idealen Metropole in Theorie und Praxis am Beispiel von Berlin

von Majken Bieniok

 

Eine Dissertation an der Berliner Humboldt-Universität zeigt, was Menschen an Metropolen mögen oder verachten und auch, ob das überhaupt jemanden interessiert. Die Ergebnisse wurden nun in einer Kurzfassung veröffentlicht.

Berliner sind unfreundlich, schnodderig und eigentlich immer unzufrieden. Sei es damit, dass sie für ihre kürzlich modernisierten Altbauwohnungen weit mehr auf den Tisch legen müssen als noch vor zwanzig Jahren für ähnlich große, dafür deutlich schäbigere Objekte. Sei es, weil es der S-Bahn nicht immer gelingt, das dicht ausgebaute Schienennetz zuverlässig nach Plan zu bedienen oder aber, weil die begeisterten und fotografierenden Touristengruppen die Bürgersteige und Fahrradwege verstopfen. Die Berliner meckern und motzen viel und gerne – vor allem über Bezirksverwaltung, Senat und den Regierenden Bürgermeister. Dass das nicht ganz zu Unrecht geschieht, hat die Umweltpsychologin Majken Bieniok in ihrer Dissertation herausgefunden. Denn vielen Stadtplanern scheinen die Bedürfnisse ihrer Bewohner egal zu sein.

 

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Land Grabbing. Der globale Kampf um Grund und Boden

von Fred Pearce

 

In seinem Buch „Land Grabbing. Der globale Kampf um Grund und Boden“ nimmt der britische Wissenschaftsjournalist Fred Pearce seine Leser mit auf eine Reise zu den Schauplätzen illegaler und legaler Landnahmen auf der ganzen Welt.

In Zeiten von Nahrungsmittelknappheit und Rohstoffmangel ist Boden zum wertvollen Gut geworden, um das Staaten, Großkonzerne, Organisationen wie auch Privatpersonen buhlen. Für seine Recherchen fuhr Autor Fred Pearce mit dem Jeep durch die Serengeti-Wüste, begab sich mitten in den dicht bewachsenen paraguayischen Urwald und flanierte über das Chicagoer Börsenparkett. Er erzählt Geschichten von Krieg und Vertreibung, von schmutzigen Machenschaften oder auch von weltfremden Ökofreaks.

 

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Zukunft leben – Die demografische Chance

Ausstellung der Leibniz-Gemeinschaft zum Wissenschaftsjahr 2013

 

Nach dem Auftakt im Berliner Naturkundemuseum eröffnet die zentrale Ausstellung des Wissenschaftsjahrs 2013 „Zukunft leben – Die demografische Chance“ nun in Mainz – Station zwei auf ihrer einjährigen Deutschlandtour. Mit dem Ausstellungskonzept versucht die Leibniz-Gemeinschaft, trockenen, demografischen Daten ein Gesicht zu geben – was nicht in allen Ausstellungsbereichen gelingt.

 

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Mythos Überfremdung. Eine Abrechnung.

von Doug Saunders

 

Muslime sind Fundamentalisten, der Islam ist keine Religion, sondern eine Ideologie und die westliche Kultur droht, unter der muslimischen „Flut“ unterzugehen. Diese und ähnliche Einstellungen sind bis weit in die politische Mitte der westlichen Länder verbreitet und finden dort bei breiten Bevölkerungsteilen Zuspruch, so der kanadische Autor und Journalist Doug Saunders. Doch seien die Befürchtungen durch keinerlei Zahlen und Fakten zu belegen. Im Gegenteil, in seinem Buch „Mythos Überfremdung“ zeigt Saunders nicht nur, wie haltlos die verallgemeinerte Angst vor Muslimen ist, sondern auch, wie sehr sich die Furcht vor einer islamischen „Flut“ mit Reaktionen auf frühere Einwanderungsbewegungen deckt.


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The Demographic Transition and Development in Africa. The unique case of Ethiopia.

von Charles Teller und Assefa Hailemariam (Hg.)

 

Demografische Fragestellungen rücken in vielen afrikanischen Ländern zunehmend in den Fokus des Interesses. Nicht ohne Grund, denn der Großteil des weltweiten Bevölkerungswachstums findet in den Ländern südlich der Sahara statt und stellt die dortigen Regierungen vor immense Herausforderungen. Dank sinkender Geburtenraten und steigender Lebenserwartung stehen einige dieser Länder aber mittlerweile am Anfang des demografischen Übergangs, der die Aussicht auf eine demografische Dividende mit damit einhergehendem wirtschaftlichem Wachstumspotential mit sich bringt.

Am Bespiel Äthiopiens zeigen die beiden Autoren Charles Teller und Assefa Hailemariam in ihrem Buch „The Demographic Transition and Development in Africa. The unique case of Ethiopia“ wie mannigfaltig die demografischen Rahmenbedingungen innerhalb eines Landes sein können.

 

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Zukunft mit Kindern

von Günter Stock, Hans Bertram, Alexia Fürnkranz-Prskawetz, Wolfgang Holzgreve, Martin Kohli, Ursula M. Staudinger (Hg.)


Eine Zukunft mit Kindern gibt es nur, wenn für das Wohlergehen von Eltern und Kindern gesorgt ist. So lautet die zentrale Botschaft einer Studie, die der Frage nachgegangen ist, warum in Deutschland, Österreich und der Schweiz immer weniger Kinder zur Welt kommen, und was Politik und Gesellschaft tun können, um dies zu ändern.

Angeschoben hat das Forschungsprojekt die interdisziplinäre Arbeitsgruppe "Zukunft mit Kindern – Fertilität und gesellschaftliche Entwicklung". Getragen haben es mit finanzieller Unterstützung der Jacobs Foundation die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina und ihr Berlin-Brandenburgisches Pendant. 34 Autorinnen und Autoren wirkten an dem Bericht mit. Zusätzlich wurden 43 Experten einbezogen. Und fünf Koordinatoren sorgten dafür, dass die Unterarbeitsgruppen ihre Ergebnisse schließlich in gemeinsamen Kernaussagen zusammenführten. Ohne sie hätte, wie die Herausgeber schreiben, "dieser Prozess mit Sicherheit viel länger gedauert".


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Geld macht doch glücklich

von Joachim Weimann, Andreas Knabe und Ronnie Schöb

 

Dass Geld allein nicht glücklich macht, wird hierzulande kaum ein Mensch bestreiten. Doch trägt es überhaupt etwas zu unserem Lebensglück bei? Diese Frage hat sich in der Vergangenheit als kontrovers erwiesen. Seit den 1970er Jahren setzt sich auch die Ökonomie mit ihr auseinander, was sie ihrer noch immer jungen Teildisziplin, der Glücksforschung, zu verdanken hat. Deren Fundament liegt gewissermaßen in der von dem amerikanischen Ökonomen Richard Easterlin gemachten Beobachtung, dass innerhalb eines Landes zwar reiche Menschen glücklicher sind als arme, die Gesellschaft als Ganzes durch ein höheres Nationaleinkommen aber nicht glücklicher wird. In anderen Worten: Das Streben nach materiellem Wohlstand führt nicht dazu, dass es der Gesellschaft besser geht.

 

In ihrem Buch „Geld macht doch glücklich“ versuchen die Autoren Joachim Weimann, Andreas Knabe und Ronnie Schöb – allesamt Professoren der Volkswirtschaftslehre – das sogenannte Easterlin-Paradox zu entkräften. Um dabei auch Leser ohne Vorkenntnisse anzusprechen, fassen die Autoren zunächst die zentralen Ergebnisse der Glücksforschung zusammen. Sie liefern dabei ein extrem differenziertes Bild, das, in anschaulicher Sprache geschrieben, selbst Glücksforschern einige Neuigkeiten bieten dürfte – etwa zum Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsmerkmalen und der Lebenszufriedenheit.

 

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World Population Policies

von John F. May

 

Politische Führer haben sich zu allen Zeiten für die Größe und Zusammensetzung ihrer Bevölkerungen interessiert und versucht, auf diese Einfluss zu nehmen. Im 20. Jahrhundert haben politische Maßnahmen zur Steuerung der Bevölkerungsentwicklung immer wieder kontroverse Diskussionen ausgelöst.

Mit „World Population Policies“ hat John May, von 2008 bis 2012 leitender Demograf der Weltbank und seit mehr als 30 Jahren im Feld weltweiter Bevölkerungspolitik tätig, ein informatives Buch zu Geschichte, Maßnahmen und Ergebnissen weltweiter Bevölkerungspolitik vorgelegt. Angesichts des thematisch und ideologisch komplexen Themas, ist es mit zirka 300 Seiten zwar umfangreich, aber nicht unangemessen lang geraten. May betrachtet in seinem Buch die Zeit seit 1950, lässt dabei die Länder des ehemaligen Ostblocks aber weitgehend außer Acht.

 

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Reurbanisierung

von Klaus Brake, Günter Herfert (Hg.)

 

Deutschlandweit bilden viele Städte Inseln der Stabilität in einem demografisch schrumpfenden Umland. Ein aktueller Sammelband von Klaus Brake und Günter Herfert widmet sich diesem jüngst viel diskutierten Trend der Reurbanisierung. Mehr als zwanzig Geografen, Regionalforscher und Sozialwissenschaftler haben hier den wissenschaftlichen Diskurs aufgearbeitet und präsentieren neue Forschungsergebnisse.

Für Leser, die an der deutschlandweiten Entwicklung von Städten interessiert sind, dürfte der Beitrag von Günter Herfert und Frank Osterhage mit dem Titel „Gibt es eine Trendwende zur Reurbanisierung“ der interessanteste sein: Die beiden Wissenschaftler analysieren die Entwicklung von 78 Oberzentren mit mehr als 80.000 Einwohnern sowie der Gemeinden im Umkreis von 25 Kilometern. Noch in den 1990er Jahren war die Suburbanisierung – Bevölkerungsverluste der Städte zugunsten ihres ländlichen Umlandes – das dominante Muster der Raumentwicklung in Deutschland. Seit der Jahrtausendwende hat sich dies grundlegend verändert. Viele Städte sind nach Jahren des Verfalls oder Strukturwandels wie Phönix aus der Asche aufgestiegen.

 

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Der erfolgreiche Abstieg Europas

von Eberhard Sandschneider

 

Hat Europa, hat der Westen angesichts der bildungshungrigen und aufstrebenden Nationen der Welt noch eine Chance? Der Politologe Eberhard Sandschneider hat da seine Zweifel.

Die globalen Gleichgewichte verschieben sich. Wer heute im Kreis jener Staaten sitzt, die sich bei ihrer Gründung als  acht "größte" Industrienationen bezeichnet haben, sollte sich nicht allzu viel auf diesen Status einbilden. Im Gremium der „G-8“ finden sich mit Italien und Frankreich Länder, die auf der Weltbühne der aufstrebenden Staaten kaum noch wahrgenommen werden. Das G-8-Mitglied Deutschland ist zwar das größte Industrieland Europas und war lange Zeit "Exportweltmeister". Aber auch das ist vorbei. Diesen Titel trägt mittlerweile und vermutlich auf absehbare Zeit das Schwellenland China. 


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Wir brauchen Euch!

von Roland Krüger und Loring Sittler


Dem Älter werden eine neue Bedeutung verleihen - Roland Krügers und Loring Sittlers Buch stellt Potenziale und Notwendigkeiten des sozialen Engagements einer älteren Generation vor.

"Wir brauchen euch!" ist ein Aufruf an den älteren Teil der Gesellschaft, sich sozial zu engagieren. Die Autoren Roland Krüger und Loring Sittler führen im Wesentlichen drei Gründe für die wachsende Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements Älterer an: Aktivität hält geistig fit und körperlich gesund, langjährige Erfahrungen älterer Menschen sind eine Bereicherung für die Gemeinschaft, und ihr Engagement ist eine gesellschaftliche Notwendigkeit


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Atlas der Globalisierung

Le Monde diplomatique (Hg.)


Viel mehr Menschen, viel mehr Ungleichheit - Der neue "Atlas der Globalisierung" bereitet Fakten zur Bevölkerungsentwicklung, zur Urbanisierung und zur steigenden Lebenserwartung mit anschaulichen Texten und Grafiken auf.

Der von der Monatszeitschrift "Le Monde diplomatique" herausgegebene neue "Atlas der Globalisierung spezial" trägt den Untertitel"Das 20. Jahrhundert. Der Geschichtsatlas". Die Herausgeber weisen mit dem Heft darauf hin, dass Geschichte gemacht wird – und dass die Vergangenheit oft vielschichtiger war, als es die vorherrschende öffentliche Erinnerungskultur erscheinen lässt. Der Atlas erhebt nicht den Anspruch, sämtliche Fakten nachzutragen. Er holt aber einige Kapitel der Geschichte aus der Vergessenheit hervor, rückt andere in ein neues Licht und stellt Zusammenhänge her, die sich erst jetzt erschließen, mit größerem zeitlichem Abstand.

 

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Arnsberger "Lern-Werkstadt" Demenz

Stadt Arnsberg


Die Stadt Arnsberg im Sauerland hat etwas über 74.000 Einwohner. Geschätzte 1.200 sind an einer Demenz erkrankt. Davon leben über 60 Prozent zu Hause und werden von Angehörigen unterstützt. Mit diesen Zahlen liegt Arnsberg ziemlich genau im gesamtdeutschen Durchschnitt. Weit überdurchschnittlich ist allerdings, was die Kommune tut, um die Lebensqualität ihrer demenzkranken Bürger und deren Angehöriger zu verbessern – und wie sie dabei professionelles mit zivilgesellschaftlichem Engagement verknüpft.

Arnsberg ist ein Modell dafür, "wie Kommunen fantasievoll mit dem demografischen Wandel umgehen können", heißt es im "Demenz-Report" des Berlin-Instituts. Jetzt hat die Fachstelle Zukunft Alter der Arnsberger Stadtverwaltung ihre Erfahrungen in einem Handbuch für Kommunen veröffentlicht. Nachahmung ausdrücklich erwünscht.

 

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Der alte König in seinem Exil

Von Arno Geiger


Arno Geigers Buch über seinen alzheimerkranken Vater öffnet den Blick dafür, dass Demenz nichts anderes ist als "der Stoff, aus dem das Leben gemacht ist"

Demenz bedeutet Verlust. Und Demenz bedeutet Last, sowohl für Betreuende als auch für die betroffene Person selbst. Auch diese Aspekte kommen zur Sprache in dem Buch, das der 1968 geborene österreichische Schriftsteller Arno Geiger über seinen Vater und dessen Alzheimer-Erkrankung geschrieben hat: Das unnötige Aufreiben, bis die Familie endlich erkennt, dass August Geiger sich nicht einfach "hängen lässt", sondern dass ihm alles bisher Vertraute fremd geworden ist. Die Erschöpfung der Angehörigen, wenn Ängste und Unruhe den greisen Mann plagen oder wenn er nachts im Pyjama durchs Dorf irrt. Die Hilflosigkeit, wenn er sich den slowakischen Betreuerinnen verweigert, die zur Entlastung der Familie engagiert werden, bis schließlich nur der Umzug in das örtliche Pflegeheim bleibt.


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Einwanderungsgesellschaft 2010

Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Migration und Integration (SVR)


Dass die Integration der nach Deutschland Zugewanderten und ihrer Kinder besser hätte laufen können, bestreitet kaum ein Politiker. So lag die Arbeitslosigkeit 2008 unter Migranten bei zwölf Prozent und der Anteil der Migrantenkinder ohne jeden Bildungsabschluss stieg zwischen 2007 und 2008 von zehn auf 13 Prozent. Bei den Einheimischen waren es jeweils nur etwa sieben Prozent. Jugendliche mit Migrationshintergrund warten erheblich länger auf einen Ausbildungsplatz als einheimische Jugendliche, nämlich im Schnitt 17 Monate statt nur drei. Auch leben Migranten häufiger in Haushalten mit geringen Einkommen und unterliegen einem doppelt so hohen Armutsrisiko wie Einheimische. Fortschritte sind zwar in einigen Bereichen zu erkennen, etwa in dem leichten Anstieg der höheren Bildungsabschlüsse oder in dem deutlichen Rückgang der Kriminalitätsrate. Die Integration in Deutschland bleibt jedoch nach wie vor eine "Großbaustelle", wie es die Integrationsbeauftragte der deutschen Bundesregierung, Maria Böhmer, erst dieser Tage wieder formulierte. 

 

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Der Ball ist bunt

von Diethelm Blecking, Gerd Dembowski (Hg.)


Vom 11. Juni an werden 32 Mannschaften einen Monat lang um die begehrteste Trophäe der Fußballwelt kämpfen. Es ist das 19. Mal, dass sich die Profi-Spieler auf globaler Ebene treffen – mit der erstmaligen Veranstaltung 1930 in Uruguay hat das Turnier inzwischen allerdings nur noch wenig gemein. Besonders deutlich wird das angesichts der Medialisierung und Kommerzialisierung des Profi-Fußballs. Zudem müssen die siegreichen Spieler heute nicht mehr die gewalttätige Rache des gegnerischen Publikums fürchten. Hatten die argentinischen Fußballer im Finale 1930 noch Angst davor, einen Sieg über Uruguay außerhalb des Stadions mit dem Leben bezahlen zu müssen, wird die Weltmeisterschaft heute immer mehr als ein Fest der Völkerverständigung wahrgenommen.

 

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Deutschlandatlas – Unser Land in 200 thematischen Karten

von Dirk Hänsgen, Sebastian Lenz, Sabine Tzschaschel


Ob Spielorte der "Tatort"-Serien, Sitz der Fanclubs der Fußballvereine FC Bayern München und Schalke 04, Brauereistandorte oder Verteilung von ökologischen Landwirtschaftsbetrieben – im "Deutschlandatlas" dürfte für alle Leserinnen und Leser etwas Interessantes dabei sein. Das Leibniz-Institut für Länderkunde hat ihnen mit dem Buch einen großen Dienst erwiesen. Denn der Band enthält neben unterhaltsamen Schmankerln eine Fülle von grundlegenden Informationen zu Bevölkerung, Erwerbstätigkeit, Naturraum, Bildung und anderen Themen.

 

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Auf der sicheren Seite

Ein Dokumentarfilm von Corinna Wichmann und Lukas Schmid


Die Filmemacher Corinna Wichmann und Lukas Schmid stellen drei geschlossene und bewachte Wohnanlagen vor: "Dainfern" in Johannesburg, Südafrika, "Palm Meadows" in Bangalore, Indien, und "Spanish Trail" in Las Vegas, USA. Die Kamera begleitet jeweils eine Bewohnerin oder einen Bewohner und gewährt so Einblicke in die Lebensgestaltung und den Tagesablauf innerhalb und außerhalb der Mauern. Auch die jeweilige Haltung zu der jeweiligen Gated Community wird deutlich. Außerdem kommen in dem Film Bedienstete und verschiedene Fachleute zu Wort, die über die verschiedenen Wohnformen und die sich dadurch verändernden oder auch verfestigenden gesellschaftlichen Verhältnisse nachdenken.

 

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Peoplequake: Mass Migration, Ageing Nations and the Coming Population Crash

von Fred Pearce


Es ist noch nicht lange her, da wusste über die Hälfte aller Bundesbürger nichts mit dem Begriff „demografischer Wandel“ anzufangen. Das dürfte sich geändert haben, seit die Zeitungen voll sind von Geschichten über das alternde Europa, über die aussterbende Spezies der Kinder und die Dörfer im Osten der Republik, in denen kaum noch ein Mensch lebt.

 

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Demografiefeste Personalpolitik in der Altenpflege - Handlungsbedarf erfassen

von Silvia Gerisch, Kornelius Knapp, Karin Töpsch


Die Auswirkungen des demografischen Wandels stellen die Altenpflege vor große Herausforderungen: Einerseits steigt die Zahl der Pflegebedürftigen zukünftig an, andererseits reduziert sich die Zahl der Berufseinsteiger aufgrund des demografischen Wandels und der geringen Attraktivität des Berufsbildes kontinuierlich. Die Folge ist, dass viele Pflegeeinrichtungen ihre Stellen nicht mehr adäquat besetzen können. Neben dem Fachkräftemangel erhöht sich auch das durchschnittliche Alter der Pflegekräfte.

 

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Mütter - Väter: Diskurse, Medien, Praxen

von Paula Villa, Barbara Thiessen (Hg.)


Keine Mutter ist wie die andere, kein Vater wie der andere. Alle Eltern leben verschiedene Leben. Als Eltern kommen ihnen bestimmte gemeinsame Funktionen zu, die sie aber unterschiedlich erfüllen. Wie, wird immerzu neu ausgehandelt – von Müttern und Vätern, Kindern und Großeltern, in Schule und Beruf. Die Rahmenbedingungen dafür ändern sich ständig. Die Medien spiegeln diese Entwicklung: Sie zeigen heute mehr Vielfalt in den möglichen Formen von Elternschaft. Wie Menschen ihr Leben mit Kindern führen, was sie über die gesellschaftlichen Zusammenhänge denken und wie wiederum die Medien die Vielfalt gelebter Formen von Mutter- und Vaterschaft darstellen, das untersucht der vorliegende Sammelband.

 

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Wars, Guns and Votes: Democracy in Dangerous Places

von Paul Collier


In seinem Buch "Wars, Guns and Votes" erklärt der Sozialwissenschaftler Paul Collier die strukturellen Ursachen von politischer Gewalt.


Als vor zwei Jahrzehnten der Eiserne Vorhang fiel, schien für manche Beobachter das Ende der Geschichte angebrochen. Der Umbruch erschien ihnen als endgültiger Siegeszug von Liberalismus und Demokratie – und damit als das Ende von Gewalt und Bürgerkrieg. Doch die politische Gewalt verschwand nicht. In einigen Regionen der Welt wurde sie gar schlimmer als je zuvor.

 

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Orte guten Lebens: Die Alpen jenseits von Übernutzung und Idyll

Werner Bätzing


Das ökologische Gleichgewicht in den Alpen hängt auch von
der weiteren Bevölkerungsentwicklung und der
Bewirtschaftung ab.

Wer die kurzen Beiträge des Alpenkenners Werner Bätzing liest, die dieser Sammelband enthält, erfährt viel über die Geschichte der Besiedlung und Bewirtschaftung des Alpenraums. Darüber hinaus entwirft Bätzing ein Szenario, welche zukünftige Entwicklung im Zuge von Klimawandel und Globalisierung zu erwarten ist – und welche politischen Maßnahmen wünschenswert wären, um die „Orte guten Lebens“ nachhaltig zu sichern.

 

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Atlas der Globalisierung

Le Monde diplomatique (Hg.)

Größe und Zusammensetzung von Bevölkerungen verändern sich – was folgt daraus für die Politik? Der neue "Atlas der Globalisierung" liefert Fakten und Analysen zu Alterung, Migration, Bevölkerungswachstum und anderen demografischen Entwicklungen weltweit.

 

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Raumordnungsprognose 2025/2050

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (Hg.)

 

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hat seine neue Raumordnungsprognose vorgestellt. Der Bericht enthält Annahmen, welche demografischen Entwicklungen in den Regionen Deutschlands bis zum Jahr 2050 zu erwarten sind.

 

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The Demographic Challenge: A Handbook about Japan

Von Florian Coulmas, Harald Conrad, Annette Schad-Seifert, Gabriele Vogt (Hg.)

 

Ein umfassendes, auch für Laien verständliches Handbuch in englischer Sprache beschreibt den demografischen Wandel in Japan, der so schnell wie nirgendwo anders auf der Welt abläuft.

Sieben Grafiken bringen das Wichtigste an dem Japan-Handbuch "The Demographic Challenge" des Deutschen Instituts für Japanstudien in Tokio auf den Punkt. "Der letzte Japaner" ist die erste überschrieben: Sie zeigt die Bevölkerungsentwicklung der Inselnation seit dem Jahre 1400 und die Prognosen bis 3000.


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Gerechtigkeit, Geschlecht und demografischer Wandel

Von Annemarie Bauer, Katharina Gröning (Hg.)

 

Unentgeltlich kümmern sich bisher in großer Mehrzahl Frauen um Ältere und Kinder - die alternde und schrumpfende Gesellschaft muss die Arbeit neu organisieren.

Frauen übernehmen zu rund 80 Prozent die häusliche Pflege von Älteren und Kindern. In Zeiten knapper Kassen könnenes sich jedoch die wenigsten leisten, ohne Bezahlung zu arbeiten. Aber der Bedarf an Fürsorge bleibt - und steigt sogar, da die Menschen in Deutschland im Schnitt ein höheres Alter erreichen als früher.

Die Gesellschaft muss neu darüber verhandeln, welcher Wert dieser Arbeit zukommt und wie diese Leistungen gerechter zwischen den Geschlechtern aufgeteilt werden können.


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Alpenatlas. Society - Economy - Environment

Von Ulrike Tappeiner, Axel Borsdorf, Erich Tasser (Hg.)

 

Der Alpenraum ist eines der wirtschaftlich erfolgreichsten Gebiete Europas. In vielen Diskussionen über Entsiedlung ländlicher Räume, Klimawandel, Transitverkehr und Tourismusentwicklung dienen die Alpen als Beispiel.

Der vom EURAC-Institut für Alpine Umwelt und der Universität Innsbruck herausgegebene Alpenatlas gibt einen Überblick über die soziale, wirtschaftliche und ökologische Situation in der gesamten Gebirgszone. Er beschreibt Entwicklungen und ermöglicht sowohl Vergleiche zwischen einzelnen Regionen als auch einen genauen Blick auf bestimmte Gegenden - von Nizza am Fuße der südfranzösischen Seealpen bis Maribor in der slowenischen Untersteiermark. Das Kompendium liefert die Informationen in Deutsch, Französisch, Italienisch, Slowenisch und Englisch und veranschaulicht sie anhand von mehr als 100 Karten.

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Immer der Arbeit nach. Migration im Zeitalter der Globalisierung

Edition le monde diplomatique (Hg.)

 

Nach der Zählweise der Vereinten Nationen gibt es heute weltweit rund 200 Millionen Migrantinnen und Migranten. Das entspricht der Einwohnerzahl Brasiliens oder 3,3 Prozent der Weltbevölkerung. Diese Zahl ist allerdings nur eine Schätzung, denn zuverlässige Daten sind Mangelware – vor allem, wenn es um Irreguläre oder Wanderarbeiter geht, die ihre ursprüngliche Heimat nur für einen begrenzten Zeitraum verlassen.

Das aktuelle Sonderheft der Edition Le Monde diplomatique ist dem Thema "Migration im Zeitalter der Globalisierung" gewidmet. Das Heft bietet eine Vielfalt von Perspektiven, indem es persönliche Erzählungen, Reportagen aus einzelnen Ländern, Essays, Analysen und Grafiken sowie Texte zu Identitätssuche und Konflikten, beispielsweise zu einem Fall von Zwangsheirat in Schweden, nebeneinander stellt.

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Migration and mobility in an enlarged Europe. A gender perspective

Von Sigrid Metz-Göckel, Mirjana Morokvasic, A. Senganata Münst (eds.)

 

Auswandern war zu früheren Zeiten Männersache. Frauen und Kinder kamen meist erst nach, wenn die Pioniere ein Auskommen in der Fremde gefunden hatten. Doch längst gibt es einen Trend zur Feminisierung der Migration. In Europa bilden Frauen bereits die Mehrheit unter den Migranten.

Schätzungen zufolge lebten 1960 weltweit 76 Millionen Menschen als Migranten in Ländern, in denen sie nicht geboren waren, 2000 waren es bereits 175 Millionen. Der Frauenanteil betrug 1960 geschätzte 47 Prozent, 2000 lag er schon bei 49 Prozent. Die Zahl der Frauen aus der ehemaligen Sowjetunion hat sich in dieser Zeit sogar mehr als verelffacht: von 1,4 auf 15,5 Millionen. In Nord-, Süd- und Osteuropa lag der Frauenanteil zwischen 1960 und 2000 immer knapp über der Hälfte. Nur in Westeuropa knapp darunter – dort leben in absoluten Zahlen europaweit mit Abstand die meisten Migranten.

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Kampf der Kulturen? Zwei Frauen gestalten Integration

Gündogdu Hatice, Ulrike Zenk

 

Das Buch enthält einen Briefwechsel zwischen zwei befreundeten Lehrerinnen aus dem Sauerland. Beide sind Deutsche, eine von ihnen ist türkischstämmig. Auf ganz persönliche Weise tauschen sich die beiden Kolleginnen darüber aus, was sie unter Integration verstehen und wie man sie fördern kann. Die Perspektiven der 1952 geborenen Ulrike Zenk und der 26 Jahre jüngeren Hatice Gündogdu unterscheiden sich oft deutlich – doch führt der Austausch zu einem besseren gegenseitigen Verständnis, so dass sich ein interkulturelles Gespräch in bester aufklärerischer Tradition entwickelt.

Gündogdu und Zenk unterrichten an einer Schule, zu deren Einzugsgebiet Werdohl gehört – eine Stadt, in der mehr als 30 Prozent der Einwohner einen Migrationshintergrund haben, etwa 60 Prozent davon sind türkischstämmig. Die Schule ist deshalb besonders stark gefordert die Schülerinnen und Schüler dabei zu unterstützen, sensibel auf kulturelle Unterschiede zu reagieren und Lösungen für etwaige Konflikte zu finden.

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Demenz. Der Angehörigenratgeber

Von Sabine Kieslich

 

Die Menschen werden immer älter - und immer mehr bleiben noch lange fit und mobil, wenn sie aus dem Beruf ausgeschieden sind. Doch das gilt nicht für alle: Obwohl insgesamt der Grad der Gesundheit und die Lebenserwartung steigen, erkranken immer mehr Menschen an Alzheimer, der häufigsten Ursache für eine Demenz.

"Erst konnte er die Uhr nicht mehr lesen, hat den Schlüssel nicht mehr gefunden und das Portemonnaie verlegt. Dann hat er sich auf dem Weg vom Supermarkt nach Hause verlaufen, Wörter vergessen und sich nicht mehr an die Namen von Freunden und Angehörigen erinnert." So beschreiben viele den Beginn der Krankheit von Eltern oder Ehepartnern. Aber wie ist damit umzugehen, wenn die eigenen geistigen Fähigkeiten oder die von Angehörigen nachlassen und allmählich verschwinden? Der Angehörigenratgeber von Sabine Kieslich beantwortet diese Fragen, erklärt Ursachen, Probleme sowie Unterstützungsmöglichkeiten und führt zahlreiche Kontaktadressen an.

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Migration, Geschlecht und Arbeit. Probleme und Potentiale von Migrantinnen auf dem Arbeitsmarkt

Von Christine Färber, Nurcan Arslan, Manfred Köhnen, Renée Parlar

 

Migrantinnen und Migranten verfügen über viele Fähigkeiten. Sie können diese jedoch oft nicht nutzen, weil ihre Qualifikationen auf dem deutschen Arbeitsmarkt nicht anerkannt werden, weil rechtliche Hürden oder sprachliche Probleme bestehen. Häufig üben sie deshalb Tätigkeiten aus, für die nur eine geringe Qualifikation erforderlich ist, arbeiten in prekären Beschäftigungsverhältnissen und sind somit stärker von Arbeitslosigkeit bedroht. Das gilt vielfach selbst dann, wenn sie gut Deutsch sprechen, gut ausgebildet sind und über Berufserfahrung verfügen. Angesichts des Fachkräftemangels in Deutschland ist das eine geradezu absurde Situation.

 

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Was ist Alter(n)? Neue Antworten auf scheinbar einfache Fragen

Von Ursula Staudinger, Heinz Häfner (Hg.)

 

Immer weniger Kinder, immer mehr immer ältere Menschen - der demografische Wandel ist eine große Herausforderung für alle Mitglieder der Gesellschaft. Er wirkt in sämtliche Lebensbereiche. Die Politik muss die Sozialversicherungssysteme, die Alters-, die Pflege- und die Krankenversicherung an die Veränderungen anpassen und neue Lösungen finden, damit diese weiter ihre Funktionen erfüllen.

Die Heidelberger Akademie der Wissenschaften hat 2006 eine fächerübergreifende Konferenz organisiert, um zunächst auf die Frage "Was ist Alter(n)?" eine Antwort zu finden. Inzwischen ist der Tagungsband erschienen, und die Autorinnen und Autoren weisen nicht nur auf die Komplexität und Breite der Veränderungen hin, die die Alterung der Gesellschaft für den Einzelnen und für die Gemeinschaft mit sich bringt, sondern liefern auch Anregungen, wie den zu erwartenden Schwierigkeiten angemessen begegnet werden kann.

 

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Die 50+ Studie. Wie die jungen Alten die Gesellschaft revolutionieren

Von Dieter Otten

 

Das Bild der "Alten" und "Älteren" hat sich in Deutschland stark gewandelt. In den Medien dominieren nicht mehr Vorstellungen von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen am Rande des gesellschaftlichen Lebens, sondern solche von kaufkräftigen, lebenslustigen Menschen über 50. Die Werbung nennt ihre neue Zielgruppe "Best Ager" oder "PEGGIs"; ein Name, der auf die Begriffe "Persönlichkeit", "Erfahrung", "Geschmack", "Geld", "Interesse" verweist.

Dieter Otten behandelt in der "50+ Studie" also ein viel diskutiertes Thema. Die von ihm per Internet befragten 50- bis 70-Jährigen scheinen sich bester Gesundheit zu erfreuen. Auch bringen viele von ihnen, immerhin haben sie die Studentenrevolte der sechziger und siebziger Jahre erlebt, liberale und individualistische Ideale mit. Diese Beobachtungen haben manchen Trendforscher schon veranlasst, von einer Revolution der "jungen Alten" zu sprechen. Warum sollte eine Generation, die schon einmal das gesellschaftliche Wertesystem in Deutschland auf den Kopf gestellt hat, nicht im Alter zum letzten Kreuzzug ansetzen? Werden diese Menschen jetzt nicht dasselbe Recht auf Selbstbestimmung für Ältere einfordern, das sie schon damals für sich als junge Leute beanspruchten?

 

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OECD Employment Outlook 2008

OECD (Hg.)

 

Einmal jährlich veröffentlicht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) einen Beschäftigungsausblick, der detaillierte Informationen über die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungssituation in den Mitgliedsländern enthält. Ziel des Berichtes ist es, höhere Beschäftigung, nachhaltiges Wirtschaftswachstum sowie steigenden Lebensstandart zu fördern. Angesichts einer immer älter werdenden Bevölkerung, sinkender Fertilitätsraten und Wanderungsbewegungen benötigen die OECD-Länder flexible und effiziente Arbeitsmärkte.



Der aktuelle Bericht hebt positiv hervor, dass Arbeitsmarktreformen in den OECD-Ländern einiges verbessert haben. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote betrug im Jahr 2007 5,6 Prozent, das sind 0,3 Prozent weniger als im Oktober 2006 und 0,9 Prozent weniger als im September 2005. Darüber hinaus hat sich die Beschäftigungsquote erhöht. Zwei Drittel der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter gehen einer Beschäftigung nach, ein Wert, der bisher noch nicht erreicht worden war.

 

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Die unterste Milliarde. Warum die ärmsten Länder scheitern und was man dagegen tun kann

Von Paul Collier

 

In seinem Buch "Die unterste Milliarde" vergleicht Paul Collier die Welt mit einem Kuchen. Dieser Kuchen besteht aus sechs Stücken mit jeweils einer Milliarde Menschen. Auf einem der Stücke - jenem mit dem Sahnehäubchen - leben wir Europäer und Nordamerikaner in Wohlstand. Vier weitere Stücke gehören den Menschen aus Entwicklungs- und Schwellenländern wie Indien, China oder Brasilien. Länder, mit denen es allmählich bergauf geht. Ein letztes Kuchenstück wird von den ärmsten Menschen der Erde bewohnt. Es sind Länder, deren Entwicklung stagniert oder sich verschlechtert hat. Diese Menschen nennt Paul Collier die "unterste Milliarde".



Die zentrale These des Buches ist, dass sich die Distanz zwischen den ärmsten Ländern und den übrigen Entwicklungsländern vergrößert hat. Die ärmsten Länder schließen insgesamt 58 kleine Staaten ein, die zusammen eine Milliarde Menschen - ein Sechstel der Weltbevölkerung also - beherbergen. Zu 70 Prozent liegen sie in Afrika. Aber auch Länder anderer Kontinente wie Nordkorea oder der Jemen zählen dazu. Sie stellen die wirkliche Herausforderung für die Entwicklungszusammenarbeit dar.

 

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Atlas der Globalisierung spezial: Klima

Herausgegeben von Le monde diplomatique

 

Ein ungewohnter Anblick, völlig verzerrt - das soll eine Weltkarte sein? Der neue Klimaatlas von "Le monde diplomatique" ist voll von faszinierenden Grafiken. Eine davon zeigt den ökologischen Fußabdruck aller Länder der Erde. Also wie viel Fläche die Bevölkerung eines Landes für all seinen Lebensstandard in Anspruch nimmt, von den Straßen über die Landwirtschaft bis zum Abbau von Rohstoffen im eigenen Land oder anderswo. Die USA, Europa und Japan erscheinen darauf aufgebläht und übergewichtig, Südamerika dagegen abgemagert. Dem afrikanischen Kontinent ist - von wenigen Ausnahmen abgesehen - seine Armut und die damit verbundene Unterernährung anzusehen. Es ist nur das Skelett eines Kontinents. Die Karte macht deutlich: Der Flächenverbrauch pro Kopf ist in den einkommensstarken Ländern sechsmal so hoch wie in den einkommensschwachen Ländern.

 

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Stiftungsreport 2008/09. Wie Vielfalt zusammenhält

Herausgegeben vom Bundesverband Deutscher Stiftungen

 

Wie lassen sich Menschen mit einer Einwanderungsgeschichte in unsere Gesellschaft integrieren? Dieser Frage, einem der Topthemen des demografischen Wandels, widmet sich der neue Stiftungsreport 2008/09. Er beschreibt, wie sich Stiftungen in diesem Bereich engagieren und welche zivilgesellschaftliche Rolle ihnen dabei zukommt.

 

Seit der Jahrtausendwende wird sich die deutsche Politik der verpassten Chancen in Bezug auf die Integration von Zuwanderern bewusst. Dies zeigt sich in der Änderung des Einbürgerungsgesetzes, dem Nationalen Integrationsplan und den Integrationsgipfeln. Die Zahlen machen deutlich, wie überfällig solche Konzepte sind: Fast 20 Prozent der deutschen Bevölkerung weisen eine Migrationgeschichte auf. Viele von ihnen sind in Deutschland geboren und/oder besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit. Trotzdem sind sie im Bildungsbereich und auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt. In Fachkreisen spricht man von einem „Brain Waste“, also der Verschwendung von Fähigkeiten, welche die schrumpfende und alternde deutsche Gesellschaft so gut gebrauchen könnte.

 

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Protecting the poor. A microinsurance compendium

Von Craig Churchill (Hg.)

 

Wo Krankheit Einkommensausfälle, wo Dürre Hunger und wo Naturkatastrophen Obdachlosigkeit bedeuten und betroffene Menschen unausweichlich in eine Spirale aus Armut und Elend stürzen, bieten Mikroversicherungen Schutz. Sie sind somit ein wichtiges Instrument im Kampf gegen die Armut. Denn für eine nachhaltige Entwicklung ist es wichtig, gerade gering verdienende Haushalte gegen drohende Risiken und Gefahren abzusichern.

 

Der entscheidende Unterschied von Mikroversicherungen zu gewöhnlichen Versicherungen besteht darin, dass sie sich an Kunden richten, die über ein zu geringes Einkommen verfügen, um sich die Beiträge der gewöhnlichen Versicherungen leisten zu können. Mikroversicherungen bemessen ihre Beiträge an diesen niedrigen Einkommen und erfassen dadurch eine neue Zielgruppe.

 

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Gluckenmafia gegen Karrierehühner. Schluss mit den Grabenkämpfen. So lösen wir das Familiendilemma

Von Tanja Kuchenbecker

 

Die Berliner Filmemacherin und Professorin Helke Sander hat die K-Frage - Kind oder Karriere? - einmal als das Kernanliegen der Frauenbewegung von 1968 identifiziert. Und sie ist es offenbar bis heute: So greift die Autorin Tanja Kuchenbecker im polemisch zugespitzten Titel ihres Buchs "Gluckenmafia gegen Karrierehühner" das Dilemma auf, reproduziert aber leider ein typisches Manko der Diskussionen: Die Aufmerksamkeit richtet sich immer noch vor allem auf die Frauen, nicht gleichermaßen auf die Männer. Das entspricht zwar der traditionellen deutschen Verteilung von Familienarbeit und den bestehenden Strukturen, nicht aber den sich wandelnden Rollenbildern im modernen Europa. Es sind aber nicht die "Grabenkämpfe" zwischen Frauen, die dafür verantwortlich sind, dass Deutschland von einer Gleichberechtigung der Geschlechter so weit entfernt und die Geburtenrate so niedrig ist.

 

Wenn Kuchenbecker im Untertitel verspricht, zu zeigen, wie "das Familiendilemma" zu lösen wäre, so macht das neugierig. Sie liefert einen persönlichen Erfahrungsbericht aus ihrer Wahlheimat Frankreich, das innerhalb Europas fast die höchste Geburtenrate zu verzeichnen hat und als Referenz nicht aus den deutschen familienpolitischen Debatten wegzudenken ist, sowie Zahlen und Ergebnisse wissenschaftlicher Studien. Darüber hinaus geht Kuchenbecker auf die aktuellen Debatten zur Familienpolitik in Deutschland und Frankreich ein.

 

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Development Aid at a Glance 2007. Statistics by Regions

OECD (Hg.)

 

Rund 107 Milliarden US-Dollar stand der öffentlich geförderten Entwicklungshilfe weltweit im Jahr 2005 zur Verfügung. Die vier größten Geber (USA, Japan, die Europäische Kommission und Großbritannien) brachten zusammen die Hälfte dieser Summe auf. Deutschland folgte mit einem Anteil von sieben Prozent auf Platz fünf. 20 Prozent der Gelder flossen in den Irak, sechs nach Nigeria und drei nach Afghanistan.

 

Zu der so genannten Official Development Assistance (ODA), der öffentlichen Entwicklungshilfe, zählt der Entwicklungsausschuss der OECD alle staatlichen Leistungen, die an Entwicklungsländer vergeben werden und das Ziel verfolgen, die wirtschaftliche und soziale Entwicklung eines Landes zu fördern. Anrechenbar sind unter anderem Beitrage an multilaterale Entwicklungsorganisationen, Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent, Schuldenerlasse und entwicklungsländerbezogene Ausgaben des Geberlandes beispielsweise für Forschung oder Verwaltung. Berücksichtigt werden ausschließlich die Nettoleistungen eines Gebers. Rückflüsse, wie die Tilgung von Darlehen, werden somit von der ODA abgezogen.

 

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OECD Economic Surveys: Switzerland

OECD (Hg.)

 

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erstellt in regelmäßigen Abständen Wirtschaftsanalysen einzelner Länder, nicht nur der 30 Mitgliedstaaten. Jährlich erscheinen 18 dieser "Economic Surveys", die einen exzellenten Überblick über die aktuelle Lage geben und dabei alle Faktoren berücksichtigen, die einen Einfluss auf die Entwicklung haben, von der Arbeitsmarktpolitik über die Qualität des Bildungssystems bis zur Steuergesetzgebung. Auch soziale und Umweltfragen fließen ein.

 

Weil die OECD-Experten über einen breiten Horizont und eine hervorragende Datenbasis verfügen, sind sie in der Lage, nicht nur die Situation in den jeweiligen Ländern zu beschreiben, sondern diese mit der anderer Staaten zu vergleichen. Messerscharf analysieren sie, welche politischen Rahmenbedingungen zu Vorteilen im internationalen Wettbewerb führen, warum sich ein Staat in einem bestimmten Bereich flexibler und klüger anstellt als andere. Sie benennen aber auch schonungslos, wo die Schwächen liegen und welche Entwicklungen ins Abseits führen, und sie geben Empfehlungen ab. Denn die Probleme ähneln sich häufig. Der Blick über den Tellerrand hinaus hilft, gute Lösungsansätze zu identifizieren und diese gegebenenfalls zu übernehmen.

 

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Enzyklopädie Migration in Europa. Vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart

Von Klaus J. Bade, Pieter C. Emmer, Leo Lucassen, Jochen Oltmer (Hg.)

 

Das Thema „Migration“ birgt auf politischer Ebene noch immer gewaltigen Sprengstoff. Dabei war und ist der Mensch ein Homo migrans, wie die Herausgeber der mehr als tausendseitigen „Enzyklopädie Migration in Europa“ deutlich machen. Wanderungsbewegungen prägen die Geschichte Europas. Zuwanderung, mehr oder weniger gelungene Integration und interkulturelle Begegnungen bilden den Normalfall.

 

Die Menschen sind immer und überall gewandert, aus Not und aus Neugier, sie wurden vertrieben und angelockt: Deutsche nach Russland, Portugiesen nach Frankreich, Tschechen nach Österreich oder Iren und Italiener in fast jeden Winkel der Welt. Die heutigen Auseinandersetzungen mit Selbst- und Fremdbildern deuten also kaum auf eine besondere Krisensituation hin. Sie sind eher Zeichen einer individuellen und sozialen Identitätsfindung.

 

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Atlas des räumlichen Wandels der Schweiz – Atlas des mutations spatiales de la Suisse

Von Martin Schuler, Pierre Dessemontet et al.

 

 

Der "Atlas des räumlichen Wandels der Schweiz" bietet eine Vielfalt von Ansichten der demografischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen in dem Alpenland. Die Alpentäler im Herzen der Eidgenossenschaft, die mit ihrer bäuerlichen Folklore bis heute das Bild der Schweiz prägen, entleeren sich zusehends. Derweil sind die Agglomerationen, die Speckgürtel der Städte in den tieferen Lagen, immer mehr zu einer urbanen Großregion zusammengewachsen, in der die Grenzen zwischen Stadt und Land allmählich verschwimmen.

 

In dem schmalen Korridor entlang der Bahnstrecke vom Genfersee zum Bodensee konzentrieren sich die Unternehmen, denen das Alpenland seinen Wohlstand verdankt – und das "Humankapital", abgewandert aus den strukturschwachen Gebieten oder zugewandert aus dem Ausland. Die Einzugsgebiete der helvetischen Metropolen Genf, Basel und Zürich reichen weit über die Grenzen hinaus, sie sind deshalb offener gegenüber Europa als die ländlichen Regionen. Aber auch innerhalb der Agglomerationen zeigen sich neue wirtschaftliche und soziale Differenzierung.

 

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Die Welt ohne uns. Reise über eine unbevölkerte Erde

Von Alan Weisman

 

Stellen Sie sich vor, es fällt auf der ganzen Erde der Strom aus: Keine Tanksäule spuckt mehr Benzin aus, die Espressomaschine verweigert den Kaffee, U-Bahnen und Aufzüge bleiben stecken, die Nacht liegt schwarz über den Städten. Sie sollten ihre Vorräte rationieren, denn wenn die Supermärkte erst geplündert sind, wird es keinen Nachschub mehr geben. Nach ein paar Tagen werden die Ersten verhungern. In wenigen Monaten wäre die Menschheit dezimiert, zumindest jener Teil, der sich als zivilisiert bezeichnet, also komplett von der Technik abhängig ist.

 

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Wie schnell wächst die Zahl der Menschen? Weltbevölkerung und weltweite Migration

Von Rainer Münz, Albert F. Reiterer

 

Derzeit leben rund 6,6 Milliarden Menschen auf der Erde. Im Jahr 2050 werden es voraussichtlich mehr als neun Milliarden sein. 99 Prozent dieses Bevölkerungswachstums finden in Entwicklungs- und Schwellenländern statt. Die Einwohnerzahl Indiens beispielsweise wird bis 2050 um die jetzige Bevölkerung der Europäischen Union zunehmen und damit vor China der Staat mit den meisten Einwohnern werden. Afrika südlich der Sahara ist die Weltregion, deren Bevölkerung sich am schnellsten vergrößert - bis 2050 wird sich die Einwohnerzahl mehr als verdoppeln.

 

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Alzheimer - Spurensuche im Niemandsland

von Michael Jürgs

 

In Zukunft wird der Anteil älterer Menschen in der deutschen Bevölkerung stetig größer. Dank des medizinischen Fortschritts leben wir immer länger. Und weil wir immer weniger an "einfachen", früher tödlichen Infektionskrankheiten sterben, erkranken immer mehr Menschen an chronischen Zerfallserscheinungen wie der Alzheimerschen Krankheit. Denn das Risiko für Demenzen steigt mit dem Alter rapide an. Während von den 65-Jährigen gerade jeder 26. Alzheimer bekommt, ist es bei den 85-Jährigen schon jeder Dritte. Die Kranken- und Pflegekassen und letztlich jeder einzelne Privathaushalt müssen sich auf eine ständig steigende Zahl von Alzheimer-Patienten einstellen.

 

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Beten im Oval Office. Christlicher Fundamentalismus in den USA und die internationale Politik

Von Barbara Victor

 

Dass im Weißen Haus derzeit ein Präsident regiert, der betet, ist weithin bekannt. George Bush hat nie ein Hehl daraus gemacht. Von der von den Gründervätern der USA einst verfügten Trennung von Staat und Religion vermittelt er wenig. Mit der weltweiten Ablehnung seiner Politik hat dadurch auch das Gebet des Präsidenten und zahlreiche seiner Mitarbeiter für viele Menschen, Christen und Nichtchristen, einen negativen Beigeschmack bekommen. Diesem Gefühl verdankt die deutsche Übersetzung des Buches der amerikanischen Fernsehjournalistin Barbara Victor wohl ihren schlecht gewählten Titel.

 

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Vorsicht Bildschirm! Elektronische Medien, Gehirnentwicklung, Gesundheit und Gesellschaft

Von Manfred Spitzer

 

 

Spricht man dieser Tage mit Medizinern, Psychologen oder Lehrern, so hört man allerorten, dass die Zahl verhaltens- und lerngestörter Kinder in den vergangenen Jahren in Deutschland erheblich angestiegen ist. Diagnosen wie "Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom" oder "Hyperaktivität", die früher nur der Arzt kannte, werden zu Alltagsvokabeln. Gleichzeitig haben immer mehr Kinder Übergewicht, eine einst "Altersdiabetes" genannte Krankheit verdient ihren Namen nicht mehr. Auch Schulmassaker und Lehrermorde finden nicht mehr nur in Amerika statt. Die Schuld an dieser fatalen Entwicklungen wird abwechselnd den Lehrern oder den Eltern zugewiesen. Nicht selten resignieren beide vor der "heutigen Zeit", in der man seinen Nachwuchs vor schädlichem Einfluss nicht mehr schützen kann.



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Der Zeugungsstreik. Warum die Kinderfrage Männersache ist

Von Meike Dinklage

 

Die deutschen Frauen befinden sich im Gebärstreik - so die Statistiker. Fast ein Drittel aller Frauen bleibt lebenslang kinderlos. Dass der Blick dabei stets auf den weiblichen Teil der Bevölkerung gerichtet ist, hat biologische und ideologische Gründe: Frauen bekommen nun einmal die Kinder, und deshalb kann man den Müttern die zur Welt Gebrachten eindeutig zurechnen.

 

Meike Dinklage hat dieser Einseitigkeit ein Buch entgegengesetzt: "Der Zeugungsstreik. Warum die Kinderfrage Männersache ist", lässt eine heftige Polemik gegen verantwortungsscheue Männer erwarten, eine feministische Schuldzuweisung, eine Abrechnung. Doch das Buch ist nichts dergleichen. Zum Glück.

 

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Warum der Schulbesuch von Mädchen so wichtig ist

Policy Paper erklärt den Zusammenhang zwischen Mädchenbildung und sozio-ökonomischen Fortschritt

Von Kirchtürmen und Netzwerken

Wie engagierte Bürger das Emsland voranbringen