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Strategie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung

 

Auftrag und Ziele

Der demografische Wandel stellt die Gesellschaften rund um den Globus vor große Herausforderungen. Politik und Wirtschaft in einer wachsenden Zahl von Ländern müssen auf ein Ende des Bevölkerungswachstums und auf die Alterung ihrer Einwohnerschaft reagieren. Anderenorts geht es darum, das noch immer hohe Bevölkerungswachstum durch eine friedliche Entwicklung zu bremsen und einer großen Zahl an jungen Menschen eine Beschäftigung zu geben.
Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung beschäftigt sich als unabhängiger Think Tank mit den Ursachen und Folgen regionaler und globaler demografischer Veränderungen. Es sieht seine Aufgabe darin, das Bewusstsein für alle Fragen dieses Wandels zu schärfen, nachhaltige Entwicklung zu fördern, wissenschaftliche Informationen für den politischen Entscheidungsprozess aufzubereiten, neue Ideen in die Politik einzubringen und Konzepte zur Lösung demografischer und entwicklungspolitischer Probleme zu erarbeiten.


Vision für die kommenden fünf Jahre

Das Berlin-Institut bewahrt seine in den ersten 15 Jahren erarbeiteten Alleinstellungsmerkmale: Schnelligkeit, Praxisbezug, Verständlichkeit und Unabhängigkeit. Als „First Mover“ und entscheidender Anreger im Diskurs um demografische Entwicklungen greift das politisch neutrale Institut wichtige und noch weitgehend unbeachtete gesellschaftspolitische Themen beziehungsweise Zusammenhänge auf, bereitet diese verständlich auf und erarbeitet Handlungsoptionen.
Vorrangiger Adressat der Arbeiten des Berlin-Instituts ist die deutsche Öffentlichkeit und Politik, vorrangige Themen solche, die im demografischen Spektrum für die deutsche Entwicklung und Debatte besonders relevant sind. Das Institut produziert Studien und andere Papiere in hoher Text- und Grafikqualität und nutzt die Medienlandschaft zur Verbreitung der Ergebnisse. Das Berlin-Institut erreicht so auf direktem oder indirektem Weg Entscheider und wirkt über Vorträge, Workshops und Hintergrundgespräche als Berater für Politik und Wirtschaft.
Das Berlin-Institut will auch in den kommenden fünf Jahren die demografische Debatte in Deutschland prägen. Geplante Themenschwerpunkte sind:


-    Für den Bereich Stadt und Land
Während wirtschaftlich erfolgreiche urbane Zentren bundesweit ein Wachstum bei Arbeitsplätzen und Bevölkerung verzeichnen, verlieren periphere ländliche Räume weiter an Einwohnern und altern überproportional. Das Berlin-Institut wird untersuchen, welche neuen Möglichkeiten der staatlichen und subsidiären Daseinsvorsorge für ländliche Räume möglich sind, welchen Einfluss das bürgerschaftliche Engagement für die Stabilität in diesen Gebieten hat und ob ein Ausgleich von Wachstumsprozessen zwischen Stadt und Umland möglich ist. Darüber hinaus geht das Berlin-Institut der Frage nach, ob Zuwanderung als Chance für den ländlichen Raum gesehen werden kann.

-    Für den Bereich Migration und Arbeitsmarkt
Die anstehende Verrentungswelle bei den Babyboomern stellt die Unternehmen vor die Frage, mit welchen Arbeitskräften sie international wettbewerbsfähig bleiben können. Das Berlin-Institut wird sich damit beschäftigen, wie Arbeitskräftepotenzial und Qualifikationen in Deutschland gesichert werden können, wie sich Zuwanderer und Flüchtlinge in Gesellschaft und Arbeitsmarkt integrieren lassen und welche gesellschaftlichen Herausforderungen sich aus einer wachsenden Zahl an Zuwanderern ergeben.

-    Für den Bereich Familie und Alter
Um in einer modernen Wissensgesellschaft Beschäftigung und sichere Einkommen für eine möglichst große Zahl von Menschen und gleichzeitig ein erfülltes Familienleben mit Kindern zu ermöglichen, muss sich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter verbessern. Das Berlin-Institut wird nach neuen Möglichkeiten zur Unterstützung von Familien sowie zur Sicherung der Generationengerechtigkeit suchen. Zusätzlich wird es der Frage nachgehen, wie sich die Kosten für Altersversorgung und Pflege in einem vertretbaren Rahmen halten lassen.   

-    Für den Bereich internationale Demografie
Während sich in den Industrie- und Schwellenländern das Bevölkerungswachstum verlangsamt beziehungsweise zum Erliegen kommt, erleben die meisten Entwick-lungsländer nach wie vor einen Zuwachs ihrer Einwohnerzahlen, bei dem die Versorgungsmöglichkeiten mit Infrastruktur und Arbeitsplätzen oft nicht Schritt halten können. Um die daraus resultierenden Konflikte zu minimieren, sucht das Berlin-Institut nach Wegen zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung, zur Reduzierung des Bevölkerungswachstums und zur Alterssicherung in Entwicklungsländern.


Förderbedingungen

Das Berlin-Institut behält bei allen Arbeiten seine Unabhängigkeit. Auf die Ergebnisse der Studien des Berlin-Instituts haben Förderer beziehungsweise Auftraggeber keinen Einfluss zu nehmen. Dies ist im Förder- und Finanzierungskodex festgehalten, der Bestandteil jeder vertraglichen Vereinbarung ist. 

 

 

Gründung

 

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung wurde am 29. November 2000 mit einem Startkapital der Falk- und Marlene-Reichenbach-Stiftung als Stiftung Berlin-Institut für Weltbevölkerung und globale Entwicklung gegründet und vom Finanzamt Hannover gemäß des §§ 51ff. AO als gemeinnützige, wissenschaftlichen Zwecken dienende Stiftung anerkannt. 2004 erfolgte die Umbenennung. Das Berlin-Institut wurde zwischen 2003 und 2005, im Rahmen der Aufbauphase des Instituts, von der Hewlett Foundation gefördert.

Als rechtsfähig anerkannte Stiftung unterliegt die Stiftung Berlin-Institut der regelmäßigen Kontrolle durch die staatliche Stiftungsaufsicht. Die Satzung findet sich hier.

 

 

Weitere Informationen

 

Mehr zur Geschichte des Berlin-Instituts erfahren Sie in unserer Festschrift zum zehnjährigen Jubiläum des Berlin-Instituts: "Die ersten zehn Jahre".

Über unsere Aktivitäten in vergangenen Jahren informieren Sie die Jahresbericht 2015, 2014, 2013 und 2012.

 

 

Partner des Wissenschaftsjahres 2015 - Zukunftsstadt

Partner des Wissenschaftsjahres 2013 - Die demografische Chance

Pressekonferenz am 29. Juni

Neue Studie: Was tun, wenn das Wachstum schwindet?

Hohes Alter, aber nicht für alle

Wie sich die soziale Spaltung auf die Lebenserwartung auswirkt

Westbalkan: Beschäftigung und Migration

Neues Policy Paper im Auftrag der GIZ

Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

Schillerstr. 59

10 627 Berlin

E-Mail: info@berlin-institut.org

Tel.: 0 30-22 32 48 45

Fax: 0 30-22 32 48 46

Lageplan / Anfahrtsskizze

Sie können die unabhängige Arbeit des Berlin-Instituts mit Ihrer Spende oder Zustiftung unterstützen.

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