
Nachdruck unter Quellenangabe (Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung) und Nennung der Interviewer erlaubt.
"Die Lebensbedingungen sind nicht gleichwertig"
Interview mit Prof. Dr. Klaus Brake, TU Berlin

Prof. Dr. Klaus Brake (geb. 1940) hat Architektur und Städtebau an der Technischen Universität Berlin studiert und an der Universität Bremen promoviert. Von 1975 bis 2000 hatte er an der Universität Oldenburg eine Professur für Stadt- und Regionalentwicklung inne. Seit 2000 arbeitet Klaus Brake selbstständig als Berater in Berlin. Gegenwärtig ist Klaus Brake zudem Gastprofessor am Center for Metropolitan Studies der Technischen Universität Berlin. Sein mittelfristiger Forschungsschwerpunkt sind Ursachen und Herausforderungen von Reurbanisierung im Kontext der Wissens- und Kreativökonomie.
Interview von Margret Karsch und Reiner Klingholz, 27.01.2010
"Ärzte werden knapp, und der Ärztebedarf wird sogar noch steigen"
Interview mit Dr. Thomas Kopetsch, Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Berlin

Dr. Thomas Kopetsch (geb. 1966), studierter Diplom-Volkswirt, leitet seit 2000 die Abteilung Bedarfsplanung, Bundesarztregister und Datenaustausch der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sowie der gemeinsamen Statistikabteilung mit der Bundesärztekammer in Berlin. Vorher war er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Volkswirtschaftslehre-Finanzwissenschaft der Universität Rostock tätig.
Interview von Margret Karsch, 25.11.2009
"Döner war gestern"
Interview mit Ele Schöfthaler, Quartiersmanagerin in Schwabach

Ele Schöfthaler, geboren 1952, hat Soziologie in Berlin und Tübingen studiert und gehörte 1976 zu den Gründerinnen der feministischen Zeitschrift "Courage". Sie hat lange als Journalistin gearbeitet. Seit 2002 ist sie Quartiersmanagerin und Vorsitzende des Zentrums für Arbeit und Kultur (ZAK e.V.), in Schwabach. Dort hat sie für das Projekt "Sonnenkinder" von Schwabach“ bereits zum zweiten Mal den Bundespreis "Soziale Stadt" vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung verliehen bekommen – für das Schaffen und die Förderung familienfreundlicher Initiativen und erfolgreiche Integrationsarbeit.
Interview von Margret Karsch, 20.10.2009
"Wir brauchen Bilder von einem Leben, das
nicht auf platte Formen des Wachstums ausgerichtet ist"
Interview mit Prof. Dr. Walter Siebel, Universität Oldenburg

Prof. Dr. Walter Siebel (geboren 1938) ist seit 1975 Universitätsprofessor für Soziologie mit Schwerpunkt Stadt- und Regionalforschung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung, der Akademie für Raumforschung und Landesplanung sowie in verschiedenen wissenschaftlichen Beiräten, u.a. des Hanse-Wissenschafts-Kollegs und des Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).
Interview von Margret Karsch, 05.10.2009
"Krankheitserreger sind die großen Gewinner der Globalisierung"
Interview mit dem Immunologen Stefan Kaufmann

Der Immunologe Stefan H.E. Kaufmann, geboren 1948, ist Gründungsdirektor des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie in Berlin. Einer seiner Forschungsschwerpunkte liegt in der Entwicklung von neuen Medikamenten und einem verbesserten Impfstoff gegen Tuberkulose. 2008 veröffentlichte er mit "Wächst die Seuchengefahr?" ein auch für Laien verständliches Standardwerk über globale Epidemien in einer vernetzten Welt. Kaufmann gehört dem wissenschaftlichen Beirat des Berlin-Instituts an.
Interview von Sabine Sütterlin, 07.09.2009
"Als Ausländer ist man in Japan nur Gast"
Interview mit Debito Arudou, Hokkaido Information University

Der Autor und Bürgerrechtler Debito Arudou hieß ursprünglich David Christopher Aldwinckle und wurde 1965 als Amerikaner geboren. 1991 ließ er sich in Sapporo auf der Insel Hokkaido nieder. Er setzt sich regelmäßig mit der Fremdenfeindlichkeit auseinander, die er in Japan vorfindet. Seit 1993 lehrt er an der privaten Hokkaido Information University Englisch. Seit 2000 ist er japanischer Staatsbürger.
Interview von Sabine Sütterlin, 03.08.2009
"Niemals wird die Pflegeversicherung die Kosten für Leistungen abdecken können"
Interview mit Prof. Dr. Hermann Brandenburg, Universität Freiburg

Hermann Brandenburg, geboren 1959 hat Sozialwissenschaften, Gerontologie sowie Philosophie und Literaturwissenschaft studiert. Er war mehrere Jahre als Altenpfleger in verschiedenen Pflegeheimen tätig, bevor er erneut an die Universität wechselte. 1996 erhielt er eine Professur für Grundlagen der Pflege / Pflegewissenschaft an der Katholischen Fachhochschule Freiburg (seit 1999 für Gerontologie und Pflegewissenschaft). Seit 2007 ist er außerdem Lehrstuhlinhaber für Gerontologische Pflege an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar.
Interview von Margret Karsch, 20.07.2009
"Stadtplaner sollten die besonderen Kompetenzen
der Migranten mehr nutzen"
Interview mit Prof. Dr. Erol Yildiz, Universität Klagenfurt

Erol Yildiz, geboren 1960 in Samsun, Türkei, hat Soziologie studiert und arbeitet seit 2008 als Kulturwissenschaftler in der Abteilung für Interkulturelle Bildung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Vorher war er im Hochschuldienst am Institut für vergleichende Bildungsforschung und Sozialwissenschaften, Lehrbereich Soziologie der Universität zu Köln tätig.
Interview von Margret Karsch, 11.06.2009
"Der Klimawandel scheint das erste wirklich globale Problem der Menschheitsgeschichte zu sein"
Interview mit dem Demografen Prof. Dr. Wolfgang Lutz zu Bevölkerungswachstum und Klimawandel

Der Bevölkerungsforscher Prof. Dr. Wolfgang Lutz hat Demografie studiert und leitet das World Population Program am Internationalen Institut für angewandte Systemanalysen (IIASA) in Laxenburg bei Wien sowie das Vienna Institute of Demography (VID) der österreichischen Akademie der Wissenschaften. Wolfgang Lutz ist Mitglied des Vorstandes des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung.
Interview von Reiner Klingholz, 25.05.2009
"Wo die Möglichkeiten zur Selbstbestimmung zunehmen, schwinden die Probleme"
Interview mit Hanns-Stephan Haas und Birgit Schulz von der Evangelischen Stiftung Alsterdorf zu aktuellen Herausforderungen in der Behindertenhilfe

Prof. Dr. Hanns-Stephan Haas ist Direktor und Vorstandsvorsitzender der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, des größten diakonischen Unternehmensverbunds Norddeutschlands. Der 49-Jährige hat Theologie und Management studiert. Er ist außerdem Direktor der Bundesakademie für Kirche und Diakonie und Vorstandsvorsitzender der Führungsakademie für Kirche und Diakonie in Berlin.

Birgit Schulz ist Vorstandsmitglied der evangelischen Stiftung Alsterdorf, zuvor war sie als Geschäftsführerin der alsterdorf assistenz ost und der alsterdorf assistenz west sowie der Diakonie- und Sozialstation HamburgStadt tätig. Die 55-Jährige hat Sozialpädagogik studiert und arbeitet seit mehr als 25 Jahren in der Stiftung mit Menschen mit Behinderungen.
Interview von Ylva Köhncke, 27.04. 2009
"Aus der Zuwanderungsverhinderungsregel müssen wir eine Zuwanderungsbegrüßungsregel machen"
Interview mit Prof. Dr. Michael Hüther, Institut der deutschen Wirtschaft, Köln

Michael Hüther, geboren 1962 in Düsseldorf, leitet seit dem Jahr 2004 das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln (IW) und ist seit 2001 Honorarprofessor an der European Business School in Oestrich-Winkel. Zuvor war er Chefvolkswirt der DekaBank in Frankfurt am Main. Neben den Wirtschaftswissenschaften, in denen er 1990 promoviert hat, studierte er Mittlere und Neuere Geschichte. Das IW untersucht unter anderem die Auswirkungen des zu erwartenden Bevölkerungsrückgangs auf den Arbeitsmarkt.
Interview von Christian Kutzner, 25.03.2009
"Der Wille, sich zu integrieren, muss da sein"
Interview mit Nelli Stanko, ehemalige Leiterin der Zentralen Beratungsstelle für Aussiedler in Berlin-Marienfelde

Nelli Stanko war als Sozialarbeiterin im Notaufnahmelager Marienfelde tätig, bis sie dort die Leitung übernahm. Ende 2008 wurde die Zentrale Beratungsstelle für Aussiedler der Beratungsstelle für Asylbewerber angegliedert.
Interview von Margret Karsch, 25.02.2009
"Menschen sollten nicht Aufzüge benutzen, sondern Treppen steigen"
Prof. Dr. med. Ulrich Keil, Universität Münster

Ulrich Keil ist Direktor am Institut für Epidemiologie und Sozialmedizin der Universität Münster. Außerdem lehrt er an Universitäten in North Carolina und Wien und leitet das "WHO Collaborating Centre for Epidemiology and Prevention of Cardiovascular and other Chronic Diseases" an der Universität Münster.
Interview von Franziska Woellert, 18.02.2009
"Der demografische Wandel steht nicht auf der Tagesordnung"
Prof. Dr. Manuela Naldini, Universität Turin
Manuela Naldini lehrt Familiensoziologie an der politikwissenschaftlichen Fakultät der Universität Turin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Wohlfahrtsstaaten und Geschlechterrollen im internationalen Vergleich, Vereinbarkeit von Familie und Arbeit, Familienpolitik und Frauenerwerbstätigkeit. Gegenwärtig koordiniert Naldini eine Forschungsgruppe im EU-Exzellenznetzwerk EQUALSOC, die sich mit der Arbeitsmarktflexibilisierung und der Vereinbarkeit von Familie und Beruf beschäftigt.
Interview von Margret Karsch, 21.10.2008
"Es gibt viele Gewinner und wenige Verlierer der Neuen Zuwanderung"
Dr. Daniel Müller-Jentsch, Avenir Suisse

Der Herausgeber der Studie über die Neue Zuwanderung ist in Deutschland aufgewachsen. Daniel Müller-Jentsch hat nach Studien in London und Yale als Ökonom im Brüsseler Büro der Weltbank gearbeitet, wurde berufsbegleitend an der Universität Erlangen-Nürnberg promoviert und war als freier Berater tätig, bevor er Anfang 2007 als Projektleiter zu Avenir Suisse kam.
Interview von Sabine Sütterlin, 02.10.2008
"Europa muss attraktivere Regelungen anbieten"
Jakob von Weizsäcker, Bruegel

Jakob von Weizsäcker ist Fellow bei Bruegel, dem Brüsseler Think Tank. Er arbeitet zur EU-Migrationspolitik und hat den Begriff der europäischen Blue Card für hochqualifizierte Zuwanderer geprägt. Als Wirtschaftswissenschaftler begann er seine Karriere am CES (Center for Economic Studies) in München, arbeitete später im Bundesministerium für Wirtschaft sowie für die Weltbank. Jakob von Weizsäcker ist verheiratet und hat drei Kinder.
Interview von Lilli Sippel, 02.10.2008
"Es gibt Probleme bei der Umsetzung der Menschenrechte"
Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, Deutsches Institut für Menschenrechte

Prof. Dr. Heiner Bielefeldt ist Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte in Berlin. Er lehrt seit 2000 Philosophie an der Universität Bremen und ist seit 2007 Honorarprofessor an der Juristischen Fakultät der Universität Bielefeld. Neben seiner über 20-jährigen Arbeit in der universitären Forschung und Lehre zu menschenrechtlichen Themen, verfügt er über langjährige Erfahrungen im Bereich der praktischen Menschenrechtsarbeit. Bielefeldt hat mehrere Bücher zu Fragen der politischen Ethik und Rechtsphilosophie veröffentlicht. Im April 2008 ist sein Essay "Das Islambild in Deutschland. Zum öffentlichen Umgang mit der Angst vor dem Islam" in 2. aktualisierter Auflage erschienen.
Interview von Franziska Woellert, 28.07.2008
"Wir müssen schnell einen ehrgeizigen Klimaschutz umsetzen"
Prof. Margareta Kulessa, FH Mainz

Margareta Kulessa ist seit 2002 als Professorin für Allgemeine Volkswirtschaftslehre und Internationale Wirtschaftsbeziehungen an der Fachhochschule Mainz tätig. Darüber hinaus gehört sie seit 2000 dem Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) an. Der WGBU ist ein unabhängiges wissenschaftliches Beratergremium, das 1992 im Vorfeld der Rio-Konferenz von der Bundesregierung eingerichtet wurde. Zu den Aufgaben des WGBU zählt, globale Umwelt- und Entwicklungsprobleme zu analysieren und darüber in Gutachten zu berichten sowie Handlungs- und Forschungsempfehlungen zu erarbeiten.
Interview von Margret Karsch, 01.07.2008
"Man muss nur kreativ sein"
Chuan Shi, Deutsch-Chinesisches Kooperationsbüro für Industrie und Handel GmbH

Chuan Shi ist Managing Director des Deutsch-Chinesischen Kooperationsbüros für Industrie und Handel GmbH
Interview von Margret Karsch, 01.07.2008
"Man müsste die Bildungsfinanzierung auf den Kopf stellen"
Dr. Anne Overesch, Expertin für deutsche und finnische Schulpolitik

Anne Overesch, geboren 1979 in Münster, ist Autorin des Buches "Wie die Schulpolitik ihre Probleme (nicht) löst. Deutschland und Finnland im Vergleich". Aktuell arbeitet sie bei der Neuen Osnabrücker Zeitung als Politikredakteurin.
Interview von Franziska Woellert, 16.05.2008
"Wir haben ein Erkenntnisproblem, nicht nur ein Umsetzungsproblem"
Prof. Dr. Norbert Walter, Deutsche Bank Research

Norbert Walter, geboren am 23.09.1944, ist seit 1992 Geschäftsführer von Deutsche Bank Research und Chefvolkswirt der Deutsche Bank Gruppe. Die Deutsche Bank Research ist ein Forschungsinstitut mit Sitz in Frankfurt, das die Entwicklungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Finanzmärkten untersucht.
Interview von Christian Kutzner, 20.04.2008
"Berlin muss wirtschaftsfreundlicher werden"
Dr. Petra König, IHK Berlin

Petra König, geboren 1969 in Bad Hersfeld, ist seit Januar 2007 bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin tätig. Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftspädagogik promovierte sie über die "Privatisierung von kommunalem Wohneigentum". Nach Tätigkeiten als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Forschungsstelle für Genossenschaftswesen an der Universität Hohenheim in Stuttgart sowie als Referentin der Deutschen Bahn AG in Berlin im Bereich Politische Beziehungen / Verkehrspolitik leitet Petra König zur Zeit den Bereich Wirtschaftspolitik der IHK Berlin.
Interview von Margret Karsch, 24.10.2007
"Nicht über die Globalisierung schimpfen, sondern die Chancen nutzen"
Landrat Matthias Wilke, Kreis Bergstraße

Matthias Wilkes, 1959 in Dortmund geboren, ist seit September 2003 Landrat des hessischen Landkreises Bergstraße. Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften war Wilkes für fünfzehn Jahre bei der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie tätig. 1991 wurde er zum Vorsitzenden des Stiftungsvorstands berufen. Seit 1995 ist er Vorsitzender des Stiftungsrats. Vor der Wahl zum Landrat engagierte er sich als Mitglied der CDU ehrenamtlich auf kommunalpolitischer Ebene.
Interview von Sarah Ganter, 24.10.2007
"Paare mit Kinderwunsch schätzen die Erfolgsquote der IVF zu hoch ein"
Dr. med. Bettina Pfüller, Charité Berlin

Dr. med. Bettina Pfüller ist Oberärztin im Bereich Reproduktionsmedizin und Teamleiterin am Charité-Kinderwunschzentrum in Berlin. Sie hat sich auf die Diagnostik und Therapie der ungewollten Kinderlosigkeit von Männern und Frauen spezialisiert. Das Kinderwunschzentrum der Berliner Charité gehört zum Netzwerk FertiPROTEKT und führt Beratungen und Therapien gemäß der im Netzwerk-Kodex vereinbarten Qualitätskriterien durch.
Interview von Margret Karsch, 24.07.2007
"Wir brauchen die bewegte Schule"
Prof. Dr. Ulf Preuss-Lausitz, TU Berlin

Prof. Dr. Ulf Preuss-Lausitz lehrt Erziehungswissenschaft und Schulpädagogik an der Technischen Universität Berlin. Sein Forschungsinteresse richtet sich vor allem auf die Themen Innere und äußere Schulreform, Integration behinderter Kinder und Jugendlicher, Kindheit sowie Gewaltprävention. Damit engagiert sich Preuss-Lausitz im Bereich Bildung in der Politikberatung.
Interview von Margret Karsch, 13.06.2007
"Der Leidensdruck muss eine bestimmte Höhe erreichen."
Dieter Berg

Der 1951 in Worms geborene Jurist Dieter Berg war zunächst als persönlicher Referent des Rektors der Universität Heidelberg und als Leiter der Rechtsabteilung der Robert Bosch GmbH in Stuttgart tätig. Seit 2003 ist Berg Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung GmbH. Die Erträge der GmbH kommen nach der Testamentsverfügung des Firmengründers gemeinnützigen Zwecken zu. Die Stiftung fördert unter anderem Vorhaben auf den Gebieten Gesundheit, Bildung, Wissenschaft, Forschung und Völkerverständigung und betreibt drei Einrichtungen, darunter das Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart.
Interview von Reiner Klingholz, 23.05.2007
"Reiche haben große Beiträge zu leisten."
Prof. Dr. h. c. mult. Hasso Plattner

Hasso Plattner, 1944 in Berlin geboren, ist einer der Gründer des Software-Unternehmens SAP im badischen Walldorf. Er hat sich vor einigen Jahren aus dem operativen Geschäft zurückgezogen und fungiert heute als Aufsichtsratsvorsitzender von SAP. Plattner gilt als einer der bedeutendsten privaten Wissenschaftsförderer Deutschlands. Er ist Stifter des Hasso-Plattner-Instituts für Softwaresystemtechnik in Potsdam-Babelsberg mit einem Stiftungsvolumen von über 200 Millionen Euro. Unter anderem hat er an der kalifornischen Stanford Universität das Hasso Plattner Institute of Design finanziert und an der Universität Mannheim den Bibliotheksausbau der Universität mit zehn Millionen Euro gefördert. Darüber hinaus engagiert sich der passionierte Hochseesegler in verschiedenen Bildungs- und sozialen Projekten in Südafrika.
Interview von Reiner Klingholz und Daniel Müller-Jentsch, 08.05.2007
"Mit dem eigenen Geld kann man auch etwas für die anderen tun."
Prof. Dr. Andreas Kruse

Der 1955 in Aachen geborene Altersforscher Andreas Kruse leitet das Institut für Gerontologie an der Universität Heidelberg. Öffentlich bekannt wurde der Wissenschaftler 1987, als er auf dem Stuttgarter Zukunftskongress das Thema Altern als "Chance und Herausforderung" definierte. Seit dem gleichen Jahr agiert er als führender Autor der parlamentarischen Altenberichte des Deutschen Bundestags. Auch innerhalb der demographischen Forschung beschäftigt sich der vielfach ausgezeichnete Forscher mit neuen Rollen und Aufgaben für Ältere. Seit einiger Zeit setzt sich Kruse für den verstärkten Einsatz älterer Menschen in der Zivilgesellschaft ein - und wirbt dabei vor allem für deren Engagement in Bürgerstiftungen.
Interview von Reiner Klingholz, 30.04.2007

Dr. Anne Overesch, Expertin für deutsche und finnische Schulpolitik
"Man müsste die Bildungsfinanzierung auf den Kopf stellen"
Prof. Dr. Ulf Preuss-Lausitz, TU Berlin
"Wir brauchen die bewegte Schule"
Prof. Dr. Manuela Naldini, Universität Turin
"Der demografische Wandel steht nicht auf der Tagesordnung"
Dr. med. Bettina Pfüller, Charité Berlin
"Paare mit Kinderwunsch schätzen die Erfolgsquote der IVF zu hoch ein"
Dr. Thomas Kopetsch, Kassenärztliche Bundesvereinigung
"Ärzte werden knapp, und der Ärztebedarf wird sogar noch steigen"
Prof. Dr. Stefan H.E. Kaufmann, Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie in Berlin
"Krankheitserreger sind die großen Gewinner der Globalisierung"
Prof. Dr. Hermann Brandenburg, Universität Freiburg
"Niemals wird die Pflegeversicherung die Kosten für Leistungen abdecken können"
Hanns-Stephan Haas und Birgit Schulz von der Evangelischen Stiftung Alsterdorf
"Wo die Möglichkeiten zur Selbstbestimmung zunehmen, schwinden die Probleme"
Prof. Dr. med. Ulrich Keil, Universität Münster
"Menschen sollten nicht Aufzüge benutzen, sondern Treppen steigen"
Ele Schöfthaler, Quartiersmanagerin in Schwabach
"Döner war gestern"
Prof. Dr. Erol Yildiz, Universität Klagenfurt
"Stadtplaner sollten die besonderen Kompetenzen
der Migranten mehr nutzen"
Nelli Stanko, ehemalige Leiterin der Zentralen Beratungsstelle für Aussiedler in Berlin-Marienfelde
"Der Wille, sich zu integrieren, muss da sein"
Prof. Dr. Michael Hüther, Institut der deutschen Wirtschaft, Köln
"Aus der Zuwanderungs-
verhinderungsregel müssen wir eine Zuwanderungs-
begrüßungsregel machen"
Dr. Daniel Müller-Jentsch, Avenir Suisse
"Es gibt viele Gewinner und wenige Verlierer der Neuen Zuwanderung"
Jakob von Weizsäcker, Bruegel
"Europa muss attraktivere Regelungen anbieten"
Prof. Dr. Heiner Bielefeldt, Deutsches Institut für Menschenrechte
"Es gibt Probleme bei der Umsetzung der Menschenrechte"
Prof. Dr. Wolfgang Lutz zu Bevölkerungswachstum und Klimawandel
"Der Klimawandel scheint das erste wirklich globale Problem der Menschheitsgeschichte zu sein"
Prof. Margareta Kulessa, FH Mainz
"Wir müssen schnell einen ehrgeizigen Klimaschutz umsetzen"
Chuan Shi, Deutsch-Chinesisches Kooperationsbüro für Industrie und Handel GmbH
"Man muss nur kreativ sein"
Prof. Dr. Klaus Brake, TU Berlin
"Die Lebensbedingungen sind nicht gleichwertig"
Prof. Dr. Norbert Walter, Deutsche Bank Research
"Wir haben ein Erkenntnisproblem, nicht nur ein Umsetzungsproblem"
Dr. Petra König, IHK Berlin
"Berlin muss wirtschaftsfreundlicher werden"
Landrat Matthias Wilke, Kreis Bergstraße
"Nicht über die Globalisierung schimpfen, sondern die Chancen nutzen"
Dieter Berg, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch Stiftung GmbH
"Der Leidensdruck muss eine bestimmte Höhe erreichen."
Prof. Dr. Andreas Kruse
"Mit dem eigenen Geld kann man auch etwas für die anderen tun."
Prof. Dr. h. c. mult. Hasso Plattner
"Reiche haben große Beiträge zu leisten."