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Es ist ein erklärtes Ziel der Bundesregierung, für „gleichwertige Lebensverhältnisse“ in allen Teilen des Landes zu sorgen. Förderprogramme von Land, Bund oder Europäischer Union sollen die Kluft zwischen den prosperierenden und den weniger erfolgreichen Landesteilen verkleinern. Doch vor allem kleine und finanzschwächere Kommunen können sich die Fördermittel häufig nicht leisten. Sie scheitern an den zeit- und personalintensiven Antragsverfahren, hauptsächlich aber am finanziellen Eigenanteil, den sie aufbringen müssen. Obwohl klamme Kommunen die Förderung besonders bräuchten, haben sie häufig das Nachsehen gegenüber finanziell besser gestellten Gemeinden. Regionale Unterschiede lassen sich so nicht abbauen – eher im Gegenteil.

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung und die Wüstenrot Stiftung diskutieren daher in dem vorliegenden Papier die gängige Förderpraxis. In zahlreichen Gesprächen mit Vertretern von Kommunen und Fördermittelgebern sowie weiteren Experten ging es dabei um die Fragen, welche Hürden im Fördersystem strukturschwache Kommunen behindern, wie sie trotzdem an Fördermittel gelangen können und welche alternativen Ansätze es zum „Eigenanteil“ gibt. Gerade jetzt in Zeiten der Corona-Pandemie ist eine solche Diskussion nötig. Denn alternative Vergabemodelle könnten bei den nun aufgesetzten Förderprogrammen verhindern, dass sich die bestehenden Unterschiede zwischen den Kommunen weiter verfestigen oder sogar verstärken.

Welche Hürden sich in der gängigen Förderpraxis zeigen, warum die Mittel häufig nicht jene Regionen erreichen, die sie am dringendsten benötigen und was Abhilfe leisten könnte, zeigt das neue Diskussionspapier:


Wer schon viel hat, dem wird noch mehr gegeben?
Warum der Eigenanteil bei Förderprogrammen strukturschwache Kommunen benachteiligt


Die Ergebnisse stellen Frederick Sixtus und Manuel Slupina vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung auf einer Pressekonferenz vor. Auf dem Podium begrüßt Sie zudem Catherina Hinz, Direktorin des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, zusammen mit Stefan Krämer von der Wüstenrot Stiftung. Als Gast erwartet Sie außerdem Dirk Mittelstädt, Bürgermeister der Gemeinde Dobbertin in Mecklenburg-Vorpommern.


Wann?    Donnerstag, 13. August 2020, 10:30 bis 11:30 Uhr

Wo? Im Haus Deutscher Stiftungen, Mauerstraße 93, 10117 Berlin


Im Anschluss an die Pressekonferenz stehen wir Ihnen für Fragen und Interviews zur Verfügung.

An der Pressekonferenz am 13.08.2020 nehme ich teil:

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