Wie Menschen zusammen leben und wirtschaften
In seiner neuen Studie „Unter einem Dach“ hat das Berlin-Institut untersucht, von welchen Faktoren Haushaltsgröße und -zusammensetzung abhängen und wie sich das Zusammenleben weltweit bis 2030 verändern wird.
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Bewegtes Europa
Kurz vor Jahresende hat das Statistikamt Eurostat der Europäischen Union aktuelle Daten zur Bevölkerungsentwicklung in ihren 28 Mitgliedstaaten (EU28) veröffentlicht. Und diese zeigen: Die Einwohnerzahl der EU wächst zwar, jedoch immer langsamer. Etwa ein Drittel der Länder ist 2013 sogar geschrumpft.
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Wie Menschen zusammen leben und wirtschaften
In seiner neuen Studie „Unter einem Dach“ hat das Berlin-Institut untersucht, von welchen Faktoren Haushaltsgröße und -zusammensetzung abhängen und wie sich das Zusammenleben weltweit bis 2030 verändern wird.

Haushalte – Gruppen von Menschen, die gemeinsam wohnen und wirtschaften – sind ein Grundbaustein menschlicher Gesellschaften. Ihre Größe und Zusammensetzung sind für ökonomische Analysen von zentraler Bedeutung: Sie beeinflussen maßgeblich, welche finanziellen Mittel Menschen zur Verfügung stehen und welche Art von Konsumgütern sie kaufen. So geben etwa Familien im Vergleich zu Alleinlebenden mehr Geld für Lebensmittel, Bekleidung oder Haushaltsgeräte aus, während Singles einen höheren Anteil ihres Einkommens für Wohnen und Heizung oder für Telekommunikation aufwenden.

Welche Haushaltsgrößen und -formen in einem Land vorherrschen, hängt eng mit der wirtschaftlichen, sozialen und demografischen Entwicklung der Gesellschaft zusammen. Das ursprüngliche Zentrum der menschlichen Wohn- und Lebensgemeinschaften ist die Kernfamilie, also ein Paar und dessen Kinder. In weniger entwickelten Ländern leben neben der Kernfamilie häufig noch Großeltern und weitere Erwachsene unter einem Dach. So machen beispielsweise in Mali, Niger oder der Demokratischen Republik Kongo Großhaushalte mit fünf und mehr Personen noch mehr als die Hälfte aller Haushalte aus. In wohlhabenden Industriestaaten wohnt dagegen ein wachsender Teil der Bevölkerung in Zwei-Personen-Haushalten. Häufig stellen Single-Haushalte bereits die größte Gruppe der Wohn- und Lebensgemeinschaften dar, etwa in Deutschland, Dänemark oder Japan.

Wovon die durchschnittliche Haushaltsgröße abhängt

Das Berlin-Institut hat in seiner Studie vier Hauptfaktoren identifiziert, die maßgeblich über die Entwicklung der durchschnittlichen Haushaltsgröße entscheiden:

Wirtschaftlicher Wohlstand: Mit steigendem materiellem Wohlstand einer Gesellschaft steht den Menschen im Schnitt mehr und qualitativ besserer Wohnraum zur Verfügung. Höhere Einkommen und bessere soziale Absicherung sorgen dafür, dass der Einzelne weniger von der eigenen Familie abhängt. Damit können auch ökonomisch weniger leistungsfähige Menschen wie etwa junge Erwachsene oder Ältere alleine leben. Zugleich lösen sich mit höherem Wohlstand gesellschaftliche Konventionen über die Lebensgestaltung auf. Dass junge Paare unverheiratet und ohne Kinder zusammenwohnen oder ältere Alleinstehende nicht bei ihren erwachsenen Kindern, sondern im eigenen Haushalt leben, stößt dann auf weniger Widerstand.

Wachsendes Einkommen lässt Haushalte schrumpfen
Zusammenhang zwischen durchschnittlicher Haushaltsgröße und Bruttonationaleinkommen je Einwohner, 2010

Je höher das Bruttonationaleinkommen je Einwohner, desto weniger Menschen leben durchschnittlich in einem Haushalt zusammen. Wohlhabende Staaten haben kleinere Familien und ihre Einwohner können sich über eine höhere Lebenserwartung freuen. Auch Ältere mit einem geringen Einkommen können es sich leisten, alleine zu leben. Vor allem zu Beginn des wirtschaftlichen Aufstiegs sinken die Haushaltsgrößen sehr rasch. In reichen Ländern reduzieren sie sich dann langsamer. (Datengrundlage: United Nations, Demographic and Health Surveys, Eurostat, Nationale statistische Ämter; eigene Berechnung)

Kinderzahl: Je mehr Kinder die Menschen in einem Land durchschnittlich bekommen, desto größer sind die Haushalte. Familien mit sehr vielen Kindern gibt es vor allem in armen Ländern, wo die Kinderzahl je Frau (Gesamtfertilitätsrate) häufig bei über vier liegt, während sie in den Industriestaaten meist nicht mehr als zwei beträgt. In Ländern wie Japan, Spanien, Italien oder Deutschland, in denen lange eine moderne Familienpolitik gefehlt hat, bekommen Frauen im Durchschnitt nicht einmal 1,5 Kinder.

Religiöse Werte: Der Anteil sehr religiöser Menschen an der Bevölkerung wirkt sich ebenfalls auf die durchschnittliche Haushaltsgröße aus: Je größer die Bedeutung religiöser Werte in einem Land, desto mehr Menschen leben im Schnitt unter einem Dach zusammen. Das liegt unter anderem daran, dass religiöse Menschen mehr Kinder bekommen.

Bildungsstand der Bevölkerung: Mit steigender Bildung wächst das individuelle Einkommen und damit die Möglichkeit, getrennt von der Familie einen eigenen Haushalt zu gründen. Zugleich steigt das Bedürfnis nach persönlicher Unabhängigkeit. In Ländern, in denen die Menschen im Schnitt weniger als fünf Jahre eine Schule besuchen, besteht der durchschnittliche Haushalt aus mehr als fünf Personen. Wo dagegen zehn Bildungsjahre die Norm sind, leben im Mittel weniger als drei Personen zusammen.

Künftige Entwicklung der Haushalte

Basierend auf diesen Ergebnissen hat das Berlin-Institut ein Szenario für die Haushaltsentwicklung in 86 Ländern bis zum Jahr 2030 erstellt. Die Prognose: In den meisten Ländern wird die Haushaltszahl deutlich steigen. Denn erstens nimmt die Einwohnerzahl vieler Staaten weiterhin zu und zweitens dürften sich bei steigendem Wohlstand die Haushalte rasch verkleinern. So wird in etwa der Hälfte der betrachteten Länder mit einer Zunahme der Haushaltszahl um mehr als die Hälfte gerechnet. In einigen wenigen Ländern wird es 2030 hingegen voraussichtlich weniger Haushalte geben als heute, etwa in Deutschland, Japan oder der Ukraine. Der Grund dafür ist die demografische Entwicklung hin zu einer kleineren Bevölkerung.

Ein detaillierter Blick auf 23 Länder

Über die datenbasierte Analyse hinaus stellt die Studie „Unter einem Dach“ die Haushaltsentwicklung in 23 Ländern vor und liefert damit detaillierte Informationen zu (Post-)Industriestaaten wie Deutschland oder den USA, Schwellenländern wie China oder Südafrika bis hin zu Entwicklungsländern wie Nigeria oder Pakistan. Auch die wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen und ihre Zusammenhänge mit der bisherigen und prognostizierten künftigen Veränderung der Haushaltsformen werden genauer analysiert. Je nach sozioökonomischem Entwicklungsstand verteilen sich die insgesamt 86 Länder auf fünf verschiedene Cluster mit für sie typischen Haushaltsformen:

Cluster 1: Vorreiter der demografischen Alterung. In Ländern wie Deutschland, Schweden oder Japan bilden Ein-Personen-Haushalte bereits die größte Gruppe aller Wohn- und Lebensgemeinschaften– in Deutschland etwa 40 Prozent. Die Bevölkerungen dieser Länder sind vergleichsweise alt, weil die Kinderzahlen niedrig und die Lebenserwartung hoch sind. Zugleich gehören diese Länder zu den wohlhabendsten der Welt.

Immer mehr Singles in Schweden
Anzahl der Ein-Personen-Haushalte nach Geschlecht und Altersgruppen in Schweden, 1991 und 2011

Mit fast 40 Prozent hat Schweden einen der höchsten Anteile an Single-Haushalten weltweit. Dabei hat sich zwischen 1991 und 2011 die Zahl der Alleinlebenden in fast allen Altersgruppen erhöht. Auffällig ist, dass 2011 mehr junge Frauen zwischen 18 und 24 Jahren allein leben als gleichaltrige Männer. Demgegenüber hat sich die Zahl der alleinlebenden Männer im Alter zwischen 50 und 64 Jahren in den vergangenen zwei Jahrzehnten verdoppelt. Erst ab dem Alter von 65 gibt es – nicht nur in Schweden – wieder mehr weibliche Single-Haushalte. Denn Frauen leben im Durchschnitt länger. In Deutschland gibt es etwa dreimal so viele alleinlebende Frauen ab 65 Jahren wie Männer. (Datengrundlage: Statistics Sweden)

Cluster 2: Moderne Familienformen, noch keine Vereinzelung. In einer zweiten Gruppe von Ländern, die größtenteils ebenfalls ein hohes Wohlstandsniveau verzeichnen, überwiegen (noch) die Zwei-Personen-Haushalte. Dazu zählen Frankreich, die USA oder Kanada. In den meisten Ländern dieser Gruppe steigt die Bevölkerungszahl noch. Einzelne schrumpfen bereits – zum Beispiel Russland oder Rumänien. Dort sind seit den 1990er Jahren die Kinderzahlen gesunken – allerdings nicht, weil der Wohlstand gewachsen wäre, sondern weil die wirtschaftliche Lage aufgrund der politischen Umwälzungen unsicher war.

Cluster 3: Transformationsstaaten auf dem Weg in die Moderne. In einer Reihe von Ländern, die sich derzeit rasch modernisieren, besteht die größte Gruppe von Haushalten aus drei oder vier Personen. Dazu gehören etwa die Türkei, China und Brasilien. Sie befinden sich in einer Transformationsphase, in der sich die durchschnittliche Haushaltsgröße schnell verringert, weil die Wirtschaft stark wächst und die nachwachsenden Generationen größtenteils gut gebildet sind.

Cluster 4: Aufstrebende Länder mit wachsender Bevölkerung. In vielen Ländern bilden Haushalte mit fünf und mehr Personen noch die häufigste Wohn- und Lebensform. In einem Teil von ihnen – jenen mit verhältnismäßig guten Entwicklungsbedingungen – machen sie inzwischen allerdings weniger als die Hälfte aller Haushalte aus, etwa in Nigeria, Indien oder Südafrika. Der wirtschaftliche Wohlstand in diesen Ländern ist zwar noch gering, aber sie stehen immerhin besser da als jene Gruppe von Ländern, wo mehr als jeder zweite Haushalt aus fünf und mehr Personen besteht.

Cluster 5: Zurückbleiber bei der sozialen und ökonomischen Entwicklung. In der letzten Gruppe von Ländern, die sich bisher nur wenig gut entwickeln konnten, finden sich die traditionellsten Haushaltsformen. In Pakistan etwa wächst die Bevölkerung nach wie vor fast ungebremst, ein wirtschaftlicher Aufschwung – und damit eine Entwicklung hin zu kleineren Haushalten – ist dort in naher Zukunft kaum zu erwarten.


„Unter einem Dach“ ist im Auftrag des GfK Vereins entstanden und nur für dessen Mitglieder erhältlich. Der GfK Verein ist eine Non-Profit-Organisation zur Förderung der Marketingforschung.
Weitere Informationen erhalten Sie bei Ronald Frank unter ronald.frank@gfk-verein.org.

 

Bewegtes Europa
Kurz vor Jahresende hat das Statistikamt Eurostat der Europäischen Union aktuelle Daten zur Bevölkerungsentwicklung in ihren 28 Mitgliedstaaten (EU28) veröffentlicht. Und diese zeigen: Die Einwohnerzahl der EU wächst zwar, jedoch immer langsamer. Etwa ein Drittel der Länder ist 2013 sogar geschrumpft.

In den 28 EU-Staaten leben heute rund 506 Millionen Menschen und damit ein Viertel mehr als noch 1960 (407 Millionen). Das anhaltende Wachstum seit den 1960er Jahren täuscht aber darüber hinweg, dass um das Jahr 1990 herum eine Trendwende stattgefunden hat: Bis Ende der 1980er Jahre beruhte das Wachstum überwiegend auf natürlichen Bevölkerungszuwächsen – also darauf, dass mehr Kinder zur Welt kamen als Menschen starben. Dieser Geburtenüberschuss sank aber stetig, und seit den 1990er Jahren ist zunehmend die Zuwanderung in die EU für das Bevölkerungswachstum verantwortlich. Wuchs die Einwohnerzahl in den 1960er Jahren noch um fast 3,5 Millionen Menschen jährlich, waren es in den 1990er Jahren nur noch 1,2 Millionen pro Jahr.

Stabile Situation

Heute ist das natürliche Bevölkerungswachstum beinahe vorbei. Im Jahr 2012 betrug der Geburtenüberschuss gerade einmal 217.000 Menschen. Die Bevölkerung würde also auch ohne Zuwanderung noch weiterwachsen – allerdings in sehr geringem Umfang. Durch den positiven Wanderungssaldo gewannen die 28 Länder dagegen insgesamt 880.000 Einwohner hinzu. Die Statistiker von Eurostat erwarten, dass das Wachstum der EU28 noch einige Jahrzehnte anhalten wird. Die jüngste Bevölkerungsvorausschätzung aus dem Jahr 2012 rechnet damit, dass die Einwohnerzahl etwa ab Mitte der 2040er Jahre stagnieren wird und schließlich zu schrumpfen beginnt.

Behäbige Bevölkerungsentwicklung
Bevölkerungsveränderung der EU28 in verschiedenen Jahren

Jahrzehntelang war der Wanderungssaldo der EU28-Länder insgesamt weitgehend ausgeglichen, denn Migrationsbewegungen fanden vor allem zwischen den Ländern statt. Seit Ende der 1980er Jahre haben die Wanderungsüberschüsse stark zugenommen, wenn auch mit konjunkturbedingten Schwankungen. Gleichzeitig ist der Geburtenüberschuss der heutigen EU28 seit den 1960er Jahren fast kontinuierlich gefallen. Die Zeit der extrem niedrigen Geburtenraten scheint in der EU zwar fürs erste vorbei zu sein. Aber im letzten Jahrzehnt hat sich die durchschnittliche Kinderzahl je Frau in den meisten Mitgliedsstaaten nur geringfügig erhöht und liegt im Schnitt bei 1,6 – also deutlich unter jenem Wert, der für eine aus eigener Kraft stabilen Bevölkerung nötig wäre. Nur noch zwei EU-Länder verzeichnen extrem niedrige Werte von 1,3 oder weniger Kindern je Frau. Weil sich die Zahl der Menschen im Familiengründungsalter fast überall verringert, ist es unwahrscheinlich, dass die Zahl der Geburten künftig wieder deutlich ansteigt. So dürfte aus dem Geburtenüberschuss bald ein Sterbeüberschuss werden. Besonders stark wird dieser Effekt in etwa 30 Jahren, wenn die großen Babyboom-Generationen der Nachkriegszeit in ein Alter hineinwachsen, in dem ihre Sterbewahrscheinlichkeit steigt. (Datengrundlage: Eurostat)

Ungleiche Union

Das Wachstum der EU-Bevölkerung ist alles andere als gleichmäßig über die Mitgliedsstaaten verteilt. 17 Länder haben Bevölkerung hinzugewonnen. Am größten war der absolute Zuwachs in Großbritannien und Frankreich, weil dort einerseits mehr Menschen zur Welt kamen als starben und gleichzeitig mehr Personen ein- als auswanderten. Die drei baltischen Staaten sowie Bulgarien und Griechenland haben dagegen die meisten Einwohner verloren. In diesen Ländern traf ein Sterbeüberschuss auf einen negativen Wanderungssaldo und zusammen sorgten beide Effekte für große Bevölkerungsverluste. Insgesamt elf Länder sind demografisch geschrumpft – auch Spanien, das zuvor jahrelang deutlich gewachsen war.

Bunte Bevölkerung
Anteil der Ausländer aus EU- und aus Nicht-EU-Ländern an der Bevölkerung in den Ländern der EU28, 2012

In der EU lebten 2012 insgesamt knapp 21 Millionen Menschen aus Drittstaaten – rund vier Prozent ihrer Gesamtbevölkerung. Mehr als jeder Dritte von ihnen stammt aus einem europäischen Nicht-EU-Land, jeder Vierte aus Afrika und jeder Fünfte aus Asien. Zusätzlich lebten 13,6 Millionen EU-Bürger in einem anderen EU-Staat als ihrem Heimatland. Die Migranten verteilen sich sehr ungleich auf die EU-Länder: So reicht der Ausländeranteil von fast 45 Prozent in Luxemburg bis hin zu nicht einmal einem Prozent in einigen osteuropäischen Staaten. Wie viele Menschen aus dem Ausland in einem Staat leben, spiegelt einerseits dessen Attraktivität und Offenheit für Zuwanderer wider, kann andererseits aber auch ein Hinweis auf besondere staatsbürgerschaftsrechtliche Regelungen sein: In Lettland und Estland leben seit Jahrzehnten viele Russen, die keine örtliche Staatsbürgerschaft erhalten haben und deshalb nur über eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung verfügen. Polen wiederum würde nicht den niedrigsten Ausländeranteil aller EU-Länder verzeichnen, wenn es nicht eine der höchsten Einbürgerungsquoten besäße – sie lag mit 6,7 Einbürgerungen je 100 Ausländer rund viermal so hoch wie die in Deutschland. (Datengrundlage: Eurostat)

Da bei sinkenden Geburtenzahlen die demografische Stabilität in vielen EU-Ländern zunehmend von der Zuwanderung abhängt, müssen diese dafür sorgen, dass die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen stimmen. Denn Migranten zieht es dorthin, wo es für sie Chancen auf dem Arbeitsmarkt gibt. Der Binnenmarkt erleichtert es den EU-Bürgern, überall in der Union einer Arbeit nachzugehen. Die Krisenstaaten Griechenland, Spanien und Portugal sind deshalb 2012 deutlich geschrumpft – obwohl sie Mitte der 2000er Jahre dank kleiner Geburtenüberschüsse und starker Zuwanderung noch gewachsen waren. Viele Griechen, Spanier und Portugiesen etwa finden auf dem deutschen Arbeitsmarkt als qualifizierte Fachkräfte eine Beschäftigung. Doch auf die EU-Binnenwanderung allein können sich demografisch alternde und bald schrumpfende Länder wie Deutschland nicht verlassen. Zum einen, weil sich die Lage in den Krisenländern schon bald wieder entspannen könnte, zum anderen, weil die Wanderung innerhalb der EU nicht ausreicht, um die kommenden Verluste auszugleichen. Deutschland müsste sich daher schon heute um eine verstärkte Zuwanderung aus Drittstaaten bemühen. Denn erfahrungsgemäß dauert es einige Jahre, bis sich die rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in Richtung einer Willkommenskultur so weit verändert haben, dass ein Land auch attraktiv genug für jene Hochqualifizierten geworden ist, die am dringendsten benötigt werden.

 

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Ausgabe 164, 19.12.2013

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