Wenn Städte aus allen Nähten platzen
Die Städte in den Entwicklungs- und Schwellenländern sind die größten von Menschen geschaffenen Strukturen und wachsen in rasantem Tempo. Städte wie Lagos in Nigeria, Manila auf den Philippinen und Jakarta in Indonesien beherbergen heute jeweils mehr Einwohner als das gesamte Rhein-Ruhr-Gebiet. Mit dem Wachstum steigen jedoch auch die Probleme und Herausforderungen, mit denen die Städte zu kämpfen haben
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Im Rausch?
In einer umfassenden Analyse erklärt der Asienexperte Rajiv Biswas, warum die Welt vor einem goldenen asiatischen Jahrhundert stehen könnte
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In eigener Sache:
Neues Buch von Berlin-Institut-Direktor Reiner Klingholz im Campus Verlag erschienen / Aus aktuellem Anlass: Berlin-Institut liefert Hintergrundinformationen zu Russland und der Ukraine
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Wenn Städte aus allen Nähten platzen
Die Städte in den Entwicklungs- und Schwellenländern sind die größten von Menschen geschaffenen Strukturen und wachsen in rasantem Tempo. Städte wie Lagos in Nigeria, Manila auf den Philippinen und Jakarta in Indonesien beherbergen heute jeweils mehr Einwohner als das gesamte Rhein-Ruhr-Gebiet. Mit dem Wachstum steigen jedoch auch die Probleme und Herausforderungen, mit denen die Städte zu kämpfen haben

Der homo urbanus

Städte gibt es etwa seit 10.000 Jahren und damit sind sie, gemessen an der Menschheitsgeschichte, ein relativ junges Phänomen. Erst mit Beginn der Industrialisierung wurde das Leben in Städten zunehmend populärer. Damals siedelten die Fabrikbetreiber sich in den Städten an und schufen dort Arbeitsplätze, die wie ein Magnet auf die Landbewohner wirkten. Damit geriet ein Verstädterungsprozess in Gang. Heute, drei Jahrhunderte später, stehen wir an einem historischen Punkt: Seit 2008 leben weltweit erstmals genauso viele Menschen in Städten wie auf dem Land. Eine Umkehr ist vorerst nicht in Sicht. Bevölkerungsprojektionen der Vereinten Nationen schätzen den weltweiten Verstädterungsgrad bis zum Jahr 2050 auf 70 Prozent.

Mit jährlichen Wachstumsraten zwischen drei und sechs Prozent pro Jahr liegt der Schwerpunkt des Urbanisierungsprozesses in Asien, Afrika und Südamerika. Zwar lebt dort in vielen Ländern noch immer jeder zweite Einwohner auf dem Land – aber die Zahl der Städter ist in den vergangenen 60 Jahren dank des Bevölkerungswachstums und der Land-Stadt-Wanderung stark gestiegen. In Asien etwa hat sie sich versiebenfacht, in Afrika sogar verzwölffacht. Mit einem Ende des Städtewachstums ist nicht zu rechnen. Denn auf der Suche nach einem besseren Leben streben nach wie vor viele Menschen in Entwicklungsländern vom Land in die städtischen Ballungsgebiete. Hinzu kommt, dass die Städter im Schnitt relativ jung sind. Die Kinderzahl pro Kopf ist in den Städten zwar oft recht niedrig – aber viele Köpfe im besten Familiengründungsalter führen in der Summe zu viel städtischem Nachwuchs. Das anhaltende Wachstum stellt die Städte vor wachsende ökologische, soziale und infrastrukturelle Probleme:

Städte so groß wie Staaten

1975 musste man das chinesische Städtchen Shenzhen mit seinen 30.000 Einwohnern noch mit der Lupe auf der Landkarte suchen. Heute leben dort etwa 10 Millionen Menschen. Shenzhen zeigt damit beispielhaft die rasante Entwicklung von Megacities in Entwicklungs- und Schwellenländern. Im Vergleich zu den reichen Industrienationen wachsen dort die Städte in atemberaubendem Tempo: Während London und Mumbai 1975 noch etwa gleich viele Einwohner hatten, ist die indische Metropole heute mehr als doppelt so groß wie London. Und Mumbai wird, genau wie die indische Gesamtbevölkerung, weiter wachsen – UN-Prognosen zufolge auf über 25 Millionen im Jahr 2025. Obwohl im Gegensatz dazu die chinesische Bevölkerung schon bald zu schrumpfen beginnt, hält das Städtewachstum auch dort weiter an. Denn China entwickelt sich hin zu einer Dienstleistungsökonomie mit immer mehr Bürojobs in den urbanen Zentren. (Datengrundlage: United Nations, World Urbanization Prospects, 2011 Revision)

Dicke Stadtluft

80 Prozent der weltweiten Emissionen entstehen über urbanen Räumen – vor allem über dicht besiedelten Millionenstädten. Schadstoffreiche Großindustrie und überlastete Verkehrsinfrastrukturen mit veralteten PKW setzen riesige Mengen von Kohlenmonoxid, Schwefeloxid und Feinstaub frei. Besonders im globalen Süden ist das ein Problem. Denn bei starker Wärme und geringen Windgeschwindigkeiten können diese Stoffe dort nicht aus den Städten entweichen. Sie bündeln sich dann als gelblich-weiße Dunstglocken über den Städten. Das bengalische Dhaka (2,4), das chinesische Peking (2,0) und das ägyptische Kairo (1,9) sind nach dem Luftverschmutzungsindex der Max-Planck-Gesellschaft die Städte mit der geringsten Luftqualität weltweit. Osaka-Kobe (-0,4) in Japan, Sao Paulo (-0,3) in Brasilien sowie die ebenfalls in Japan gelegene 35-Millionen-Agglomeration Tokio (-0,3) sind dagegen führend, was saubere Luft betrifft. Für die Stadtbewohner stellt der Smog ein hohes Gesundheitsrisiko dar. Allein im pakistanischen Karatschi etwa ruft die Luftverschmutzung jährlich rund 15.000 Todesfälle hervor.

Slums und Elite-Ghettos

Die Millionenstädte der Entwicklungs- und Schwellenländer sind zugleich auch soziale Arenen der Extreme. An keinem anderen Ort treffen Überfluss und Mangel so drastisch aufeinander.

Das zeigt sich vor allem baulich. Denn die Städte sind eigentlich gar nicht in der Lage, die stetig wachsende Einwohnerzahl aufzunehmen. Deswegen entstehen Slums oder informelle Siedlungen, die sich ohne behördliche Genehmigung und planerische Maßnahmen meistens an den Stadträndern immer weiter ausdehnen. Zusammengenommen beherbergen beispielsweise Karatschi, Dhaka sowie Mumbai, Delhi und Kalkutta 20 Millionen Slumbewohner in etwa 15.000 Slumvierteln. Die Einwohnerzahlen sind aufgrund der unzureichenden Datenlage allerdings nur Schätzgrößen. Weltweit gehen die Stadtforscher von etwa 200.000 Slums aus. In den meisten von ihnen ist die Versorgungslage miserabel. Mangel an sauberem Trinkwasser, sanitären Einrichtungen und medizinischer Versorgung machen Infektionskrankheiten zu einer stetigen und lebensgefährlichen Bedrohung für die Bewohner der Elendsviertel.

Mehr Menschen in Slums

Rund 34 Prozent aller Stadtbewohner in Entwicklungsländern leben in Slums – und damit sechs Prozentpunkte weniger als noch im Jahr 2000. Laut den Vereinten Nationen nimmt ihr Bevölkerungsanteil in den Städten weiter ab. Ein wirklicher Erfolg ist dies jedoch nicht, denn seit 2000 ist die absolute Zahl an Slumbewohnern weiter gestiegen. Heute liegt sie bei etwa einer Milliarde. Bis 2030 rechnen die Vereinten Nationen mit einer Verdopplung auf dann etwa zwei Milliarden Menschen. (Datenquelle: UN-HABITAT, The Millennium Development Goals Report 2012)

Die Angehörigen der Mittel- und Oberschicht schirmen sich von den Elendsvierteln ihrer Städte ab und leben häufig hinter Mauern und Zäunen in sogenannten gated communities – nicht zuletzt, um sich vor dem hohen Maß an Kriminalität in den Slums zu schützen. Weil die offiziellen Organe sich schwer tun, Recht und Gesetz in den informellen Millionenvierteln durchzusetzen, sind die Bewohner der Slums auf ein hohes Grad der Selbstorganisation und Selbsthilfe angewiesen. Das kann sich positiv in Form einer großen sozialen Dynamik mit funktionstüchtigen außerstaatlichen Verwaltungsstrukturen äußern. Oftmals sind Slums aber in den festen Händen mafiöser und gewaltbereiter Gruppierungen.

Der informelle Sektor prosperiert

Die Mehrheit der jungen Slumbewohner kann von einem Schulbesuch oder einer Berufsausbildung nur träumen. Damit bleibt ein Leben in Wohlstand ein weit entferntes Ziel. Durch das niedrige Qualifikationsniveau herrscht in den Millionenstädten eine überdurchschnittlich hohe Arbeitslosenquote. Selbst in den wirtschaftlich erfolgreicheren urbanen Zentren wie etwa Sao Paulo übersteigt die Zahl der Menschen die Arbeitsmöglichkeiten um ein Vielfaches. Das heißt aber nicht, dass die Stadtbewohner beschäftigungslos sind. In Südamerika verdienen 57 Prozent der großstädtischen Bevölkerung ihren Lebensunterhalt im informellen Sektor. In Afrika sind es 60 Prozent und in Asien je nach Stadt bis zu 40 Prozent. Sie arbeiten beispielsweise als Haushaltshilfen, Schuhputzer, Garküchenbetreiber und Müllsammler. Reichtümer bringen diese Tätigkeiten nicht ein. Allenfalls reicht es für die Existenzsicherung. Eine soziale Absicherung oder arbeitsrechtliche Standards bieten die informellen Arbeitsverhältnisse ebenfalls nicht.

Mobilität in der Megacity

Um wirtschaftlich voranzuschreiten und so mehr und bessere Arbeitsplätze zu schaffen, müssen die Städte sicherstellen, dass Waren problemlos von einem Ort zum anderen gelangen und Arbeitnehmer sich problemlos zu ihrem Arbeitsplatz bewegen können. Bei mehreren Millionen Einwohnern erfordert das eine komplexe Infrastruktur aus Straßennetzen und öffentlichem Nahverkehr. Auch in den reichen Industrienationen stoßen Verkehrsinfrastrukturen oft an ihre Grenzen. Während die Engpässe dort jedoch einer veralteten Infrastruktur geschuldet sind, ist in den Städten des globalen Südens oft noch nicht einmal die Grundlage geschaffen, um ein gut funktionierendes Verkehrssystem zu betreiben: In Karatschi etwa treten täglich Tausende von Menschen kleine Abenteuerreisen auf den Dächern überfüllter Omnibusse an, die sich durch die anhaltenden Staus quälen – immerhin sinkt durch die Langsamkeit die Unfallgefahr. Nicht nur die Personenbeförderung bremst der Stau aus, sondern auch den Warentransport – und mit ihnen die wirtschaftliche Dynamik. Denn schon allein wegen der schlechten Verkehrssituation schrecken viele Unternehmer vor Investitionen in den Megacities zurück.

Ideenreichtum gefragt

Soziale, ökologische und infrastrukturelle Probleme fügen sich in den Megacities von Lagos bis Mumbai zu einer unübersichtlichen Problemlage zusammen und spitzen sich mit wachsenden Bevölkerungszahlen weiter zu. Lösungsansätze müssen derweil ganz unterschiedliche Teilaspekte berühren. Bei der Planung von Megacities und damit bei der Bewältigung der größten städtebaulichen Herausforderung des 21. Jahrhunderts sind Verwaltungswissenschaftler und Soziologen deshalb ebenso gefragt wie Mediziner, Architekten oder Informatiker. Zusammen werden sie darüber entscheiden, wie das Leben einer zunehmenden Zahl der Weltbevölkerung sich künftig gestaltet.

Literatur

Bundeszentrale für politische Bildung (2008). Dossier: Megastädte.

Heeg, Susanne (2008). Megacities. Am Rande des Kollaps? Von Slums und Gated Communites. In: Forschung Frankfurt (3) 34-40.

Mudur, Ganapati (2010). Atemlos in der Großstadt. In: Max-Planck-Forschung (4) 18-25.

UN-HABITAT (2012). The Millenium Development Goals 2012.

United Nations (2011). World Urbanization Prospects. The 2011 Revision.

 

Im Rausch?
In einer umfassenden Analyse erklärt der Asienexperte Rajiv Biswas, warum die Welt vor einem goldenen asiatischen Jahrhundert stehen könnte

Wenn es nach wirtschaftlichen und politischen Analysten geht, liegt das wirtschaftliche und politische Gravitationszentrum dieser Welt künftig in Asien. Die Wirtschaftsberichterstattung prophezeit der vor wenigen Jahrzehnten noch bettelarmen Region einen beispiellosen Entwicklungsschub. Millionen Menschen gelänge demnach schon bald der Schritt aus der Armut in die Mittelschicht und damit könnte auf dem bevölkerungsreichsten Kontinent ein riesiger Absatzmarkt entstehen. Unternehmer reiben sich die Hände nach möglichen Gewinnen in Milliardenhöhe. Und scheinbar ohne mit der Wimper zu zucken pumpen sie ihr Geld in die asiatischen Märkte. Als „Goldrausch“ bezeichnet das Rajiv Biswas im Untertitel seines 2013 erschienen Buches „Future Asia. The New Gold Rush in the East.“ Darin geht er vor allem den Fragen nach, was die Investoren in diesen Rausch versetzt und ob zumindest einzelne Verzweigungen der Goldader Asien stellenweise schon bald wieder versiegen könnten. Der Autor liefert eine gekonnte Übersicht über die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen östlich von Europa.

Ein Rückblick lohnt

Anstatt wie andere Asienanalysten ein schillerndes Zukunftsszenario zu zeichnen, entscheidet sich Biswas dafür, den Blick zunächst auf die düsteren Jahre der Vergangenheit zu richten – von der Kolonialisierung über den Zweiten Weltkrieg bis hin zum Einzug des Kommunismus. Er schafft damit Verständnis für die jahrzehntelange Stagnation in vielen Ländern Asiens. Vor allem zeigt er die verheerenden Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs auf die Region. Denn auch in Asien hatte dieser Millionen von Menschenopfern gefordert, und darüber hinaus viele Länder in ein politisches Vakuum gestürzt. Denn nach Kriegsende waren die vormaligen Kolonialmächte Großbritannien, Frankreich und die Niederlande weder weiter als Machthaber akzeptiert, noch hätten sie, selbst geschwächt vom Krieg, diese Rolle erfüllen können. Die nun unabhängigen asiatischen Nationen fanden kaum geeignetes politisches und wirtschaftliches Führungspersonal. Vielerorts ergriffen brutale Diktatoren die Macht.

Seit die asiatischen Gesellschaften in teils schmerzlichen Prozessen begonnen haben, sich nach und nach ihrer Führungsriegen zu entledigen sowie ihre Volkswirtschaften für die Weltmärkte zu öffnen, hat eine zuvor ungeahnte Dynamik eingesetzt. Und der so begonnene wirtschaftliche Aufschwung wird laut Rajiv Biswas in ein goldenes asiatisches Jahrhundert münden. Denn neben dem Schwergewicht China ziehen auch Indien und Indonesien sowie bislang eher schwache asiatische Ökonomien wie Bangladesch, Vietnam, Kambodscha, Laos, Birma, Sri Lanka und die Mongolei das Interesse potenzieller Investoren auf sich.

Goldene Zeiten läuten sich nicht selbst ein

Weil ihre Potenziale und Herausforderungen in ganz unterschiedlichen Bereichen liegen, liefert der Autor fundierte Analysen zu jedem dieser Länder. Das so gezeichnete Urteil fällt überwiegend positiv aus. Einzig für Japan hegt der Autor – zurecht – wenig Hoffnung. Den einstigen Vorreiter bezeichnet er als heutiges Griechenland Asiens. Doch auch die jetzigen Aufsteigerländer behandelt Biswas nicht unkritisch. China etwa stehe vor großen wirtschaftsstrukturellen Veränderungen. Unter anderem müsse sich die Milliardennation auf die Alterung ihrer Bevölkerung vorbereiten – ganz im Gegensatz etwa zu Indonesien. Gelinge es dort wiederum nicht, die noch wachsende junge Bevölkerung im Arbeitsalter mit Jobs zu versorgen, laufe Indonesien Gefahr, seine Chance auf eine regionale Vorreiterrolle zu verspielen. In der Mongolei könnte die schnelle Ausbeutung von Rohstoffen zwar zu hohen Einnahmen führen. Doch ob diese bei der Bevölkerung überhaupt ankommen werden, bezweifelt der Autor. All diese Länderporträts sind in sich einleuchtend. Warum Rajiv Biswas aber gerade diese asiatischen Nationen behandelt und nicht andere wie etwa Thailand oder die Philippinen, erklärt der Autor leider nicht.

Unverklärter Blick in die Zukunft

Der Blick in die Zukunft, den Biswas im Abschlusskapitel wagt, ist zwar nicht schillernd, doch hoffnungsfroh: Er attestiert dem asiatischen Kontinent das Potenzial, zu einem wirtschaftlichen Schwergewicht aufzusteigen. Und mit dem ökonomischen Erfolg werde der Kontinent zwangsläufig auch politischen Einfluss gewinnen. Dies könne allerdings nur gelingen, wenn die Länder ihren Weg in Richtung Wohlstand frei von Konflikten zurückzulegen.

Bisher ist es nicht weit her mit zwischenstaatlicher Kooperation innerhalb der Region. Zwar ist mit dem südostasiatischen Wirtschaftsverband ASEAN zumindest eine einigermaßen funktionstüchtige Organisation geschaffen, in der es den zehn Mitgliedsländern gelingt, sich auf gemeinsame Standards zu einigen. Die beiden Großmächte Indien und China gehören ASEAN allerdings gar nicht an. Zudem sind Unstimmigkeiten um die Souveränität ganzer Staaten und um Grenzverläufe längst nicht abschließend geklärt. Und teils gewalttätige Protestbewegungen wie jüngst in Thailand, in Bangladesch oder in China zeigen, dass der soziale Frieden trotz wirtschaftlichen Aufstiegs auch innerhalb der einzelnen Nationen auf wackeligem Boden steht. Auf zwingendem Erfolgskurs ist Asien also nicht. Um mehr darüber zu erfahren, lohnt sich ein Blick in Biswas Buch.

Rezension von Ruth Müller, Nachdruck unter Quellenangabe (Ruth Müller/Berlin-Institut) erlaubt.

Rajiv Biswas: Future Asia. The New Gold Rush in the East. Palgrave Macmillan. 2013. 197 Seiten. 34,10 Euro.

 

In eigener Sache:
Neues Buch von Berlin-Institut-Direktor Reiner Klingholz im Campus Verlag erschienen / Aus aktuellem Anlass: Berlin-Institut liefert Hintergrundinformationen zu Russland und der Ukraine

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Neues Buch von Berlin-Institut-Direktor Reiner Klingholz im Campus Verlag erschienen: Sklaven des Wachstums. Die Geschichte einer Befreiung

Im 20. Jahrhundert hat die Menschheit auf allen Ebenen ein Wachstum ohnegleichen erlebt. Trotz aller Warnungen vor den „Grenzen des Wachstums“ bauen unsere gesamten Wirtschafts-, Finanz- und Sozialsysteme nach wie vor auf Wachstum. Und dennoch schleicht sich sein Ende durch die Hintertür heran: Schon lebt die Hälfte aller Menschen in Ländern, deren Bevölkerung mittelfristig nicht mehr wachsen wird. Längerfristig steht sogar ein deutlicher Rückgang der Weltbevölkerung an. Zusammen mit der Alterung der Gesellschaften sinken auch die Aussichten auf wirtschaftliche Höhenflüge. Wir treiben somit ungewollt in das Zeitalter des Postwachstums. Doch wir haben keinerlei Konzepte für ein Wohlergehen der Gesellschaften unter diesen ungewohnten Bedingungen. Es wird Zeit, dass wir das Schrumpfen lieben lernen, so Klingholz.

Mehr zur Neuerscheinung und eine Leseprobe finden Sie hier

Stimmen zum Buch:
Interview mit Reiner Klingholz im Monatsmagazin GEO
Beitrag in der Wochenzeitung DIE ZEIT
Gespräch im Deutschlandradio

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Aus aktuellem Anlass: Berlin-Institut liefert Hintergrundinformationen zu Russland und der Ukraine

Das selbsternannte Krim-Parlament hat einen Antrag auf Beitritt zur Russischen Föderation gestellt. Mit der Halbinsel könnte die ohnehin demografisch kleiner werdende Ukraine schlagartig rund 2,5 Millionen Einwohner verlieren – an das ebenfalls schrumpfende Russland. Umfassende Hintergrundinformationen zur Ukraine, ihr Verhältnis zu Russland und zur sozio-ökonomischen und demografischen Lage in allen postsowjetischen Staaten finden Sie in unserer Studie „Die schrumpfende Weltmacht“.



Ausgabe 168, 18.03.2014

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