Zur Lage der Integration in Deutschland
Migranten in Deutschland stehen trotz verbesserter Rahmenbedingungen noch immer vor großen Herausforderungen. Eine neue Studie des Berlin-Instituts untersucht die Fortschritte und Stolpersteine der Integration in Deutschland.
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Die Lebenswelten der Migranten
Unter welchen Bedingungen Migranten in Deutschland leben, interessiert nicht nur Sozialwissenschaftler und die Politik, sondern auch die Marktforschung. Sie hat deshalb das Instrument der Lebenswelten entwickelt. Es dient dazu, das Konsumverhalten verschiedener sozialer Gruppen zu untersuchen. Das Berlin-Institut hat dieses Konzept erstmals zum Vergleich der Lebenssituation von Migranten mit jener der einheimischen Deutschen angewandt.
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In eigener Sache
m 17. Juni 2014 von 16.00 bis 18.00 Uhr können Sie die Ergebnisse der Studie "Neue Potenziale" in einer Online-Diskussion mit den Autoren direkt diskutieren. Ab sofort können Sie uns Ihre Fragen und Kommentare zukommen lassen. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!
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Zur Lage der Integration in Deutschland
Migranten in Deutschland stehen trotz verbesserter Rahmenbedingungen noch immer vor großen Herausforderungen. Eine neue Studie des Berlin-Instituts untersucht die Fortschritte und Stolpersteine der Integration in Deutschland.

Deutschland entwickelt sich zu einem modernen Einwanderungsland. Im OECD-Vergleich rangiert die Bundesrepublik inzwischen auf Platz zwei der größten Zuwanderungsländer und hat damit Kanada oder Australien überholt. Angesichts der tendenziell schrumpfenden Bevölkerung und der stabilen Wirtschaftslage in Deutschland ist dieser Trend zu begrüßen. Denn die Migranten, die aus der EU und aus sogenannten Drittstaaten kommen, sind nicht nur jung, frischen also die hiesige Bevölkerung auf. Sie sind zu einem großen Teil auch gut bis sehr gut ausgebildet und können somit die entstehenden Lücken auf dem Arbeitsmarkt füllen. Ob sie allerdings uns dauerhaft erhalten bleiben, hängt damit zusammen, wie gut ihre Integration gelingt.

Seit den Zeiten der Gastarbeiteranwerbung in den 1950er und -60er Jahren hat die Bundesrepublik einen Paradigmenwechsel in Sachen Integration erlebt. Bis zur Jahrtausendwende wurden die angeworbenen Arbeitsmigranten aus Südeuropa und der Türkei von der deutschen Politik weitestgehend als "Gäste" behandelt. Konkrete integrationsfördernde Maßnahmen standen kaum auf dem Programm. Die deutsche Bevölkerung stand den neuen Mitbürgern eher skeptisch gegenüber und forderte eine einseitige Bringschuld für ein gutes Zusammenleben. Inzwischen gibt es einen breiten Konsens darüber, dass Integration ein Aufeinander-Zugehen bedeutet.

Der Index zur Messung von Integration (IMI)

Heute leben in Deutschland etwa 7 Millionen Ausländer und darüber hinaus 8,6 Millionen Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft, aber einer direkten familiären Zuwanderungsgeschichte. Damit weist jede fünfte in Deutschland lebende Person einen Migrationshintergrund auf – in der Gruppe der unter 5-Jährigen ist es schon jede dritte. Wie es um die sozio-ökonomische Integration der Migranten in Deutschland bestellt ist, hat das Berlin-Institut nun zum zweiten Mal seit 2009 untersucht. Basierend auf 15 Indikatoren aus dem Mikrozensus 2010 hat das Institut einen Index zur Messung von Integration (IMI) erarbeitet. Im Vergleich mit der Vorgängerstudie wird klar, dass sich über die fünf Jahre nur wenige Fortschritte ergeben haben.

Zwar hat sich das Bildungsniveau der Zuwanderer, die in der jüngeren Vergangenheit nach Deutschland gekommen sind, deutlich gegenüber den Werten der Vergangenheit verbessert, doch die Folgen verpasster Integrationsangebote in den letzten 40 Jahren sind weiterhin klar zu erkennen. Nicht nur sind Migranten der ersten Generation gegenüber den Einheimischen benachteiligt, auch ihre Kinder und Kindeskinder konnten trotz Verbesserungen in vielen Bereichen noch nicht aufschließen.

Doch sind nicht alle Migranten gleichermaßen benachteiligt. Um spezifische Probleme aufzuzeigen, unterscheidet das Berlin-Institut zwischen acht unterschiedlichen Migrantengruppen: Zwischen Aussiedlern, Migranten aus der Türkei, Südeuropa, den sonstigen EU-27-Ländern, dem ehemaligen Jugoslawien, aus dem Ferner Osten, dem Nahen Osten sowie aus Afrika.

Migranten sind zunehmend besser gebildet


Die Bildungsabschlüsse der Migranten fallen im Durchschnitt umso höher aus, je kürzer ihre Zuwanderung zurückliegt. Während unter den Zugewanderten aus der Zeit der Gastarbeiteranwerbung (1955-1973) der Anteil derjenigen ohne einen Abschluss noch über dem Anteil derjenigen mit einem akademischen Abschluss lag, hat sich das Verhältnis bei den Zugewanderten ab der Jahrtausendwende umgekehrt. Ein deutlicher Anstieg der akademischen Abschlüsse lässt sich in der Neuzuwanderung ab 2005 feststellen, als das neue Zuwanderungsgesetz in Kraft trat. Dieses vereinfachte insbesondere die Aufenthaltsrechte für besser qualifizierte Zuwanderer und machte Deutschland damit attraktiver für Fachkräfte aus dem Ausland.


Wer lebt wie in Deutschland?

Mit 4,1 Millionen Menschen stellen die Aussiedler die größte Migrantengruppe. Sie sind in großer Zahl nach dem Fall des Eisernen Vorhangs nach Deutschland übergesiedelt – meist in ganzen Familienverbänden. Sie weisen daher mit 16 Prozent anteilig doppelt so viele ältere Menschen auf wie der Durchschnitt aller Migranten. Ihre Sonderstellung als Statusdeutsche bringt ihnen nicht nur eine schnelle rechtliche Gleichstellung, sondern auch weitere Vorteile wie finanzielle Eingliederungshilfen und Sprachkurse. Dementsprechend positiv fällt insgesamt auch ihre Integration aus. Sie weisen zusammen mit den Migranten aus den sonstigen Ländern der EU-27 den kleinsten Anteil an gering Qualifizierten auf. Der Anteil an gut bis hochqualifizierten liegt etwas unter dem gesamtdeutschen Durchschnitt. Problematisch scheint jedoch der Übergang von Ausbildung in den Beruf zu sein. So sind Aussiedler deutlich seltener als Einheimische im öffentlichen Dienst, in Vertrauensberufen oder gut bezahlten Jobs zu finden.

Die laut IMI am besten integrierte Gruppe stellen die Migranten aus den sonstigen Ländern der EU-27 (ohne Südeuropa). Sie kommen als Hochqualifizierte zur Weiterbildung oder bereits mit einem Jobangebot nach Deutschland und sind als EU-Bürger den Einheimischen weitestgehend rechtlich gleichgestellt. An diesem guten Ergebnis haben auch die in der Gruppe erstmals mit berücksichtigten Migranten aus den neuen EU-Beitrittsländern Bulgarien und Rumänien nichts geändert. Auch von dort kommen größtenteils gut bis hochqualifizierte Migranten zu uns, die sich gut auf dem Arbeitsmarkt integrieren.

Die Gruppe der Migranten aus den südeuropäischen Ländern Italien, Spanien, Griechenland und Portugal dagegen haben noch immer mit der verpassten Integration der Gastarbeitergeneration zu kämpfen. Gerade bei den selbst Zugewanderten der älteren Jahrgänge liegen die Bildungswerte deutlich unter dem Durchschnitt aller Migranten. Ihre in Deutschland geborenen Kinder und Enkel können diese Defizite nur schwer aufholen. Die südeuropäischen Zuwanderer der vergangenen Jahre gleichen dagegen jenen aus den sonstigen Ländern der EU-27: Bei ihnen handelt es sich überwiegend um Qualifizierte mit guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Wie schon in der Vorgängerstudie zeigen türkische Migranten als zweitgrößte Gruppe die stärksten Integrationsprobleme. Dies ist wie bei den anderen durch die Gastarbeiterzuwanderung geprägten Migrantengruppen im Wesentlichen auf das niedrige Bildungsniveau der Zuwanderer zurückzuführen: Jeder fünfte aus der Türkei zugewanderte Mann und jede dritte Frau haben weder einen Schul- noch einen Bildungsabschluss. Deshalb sind türkische Migranten auch im Erwerbsleben oft weniger erfolgreich. Im deutschen Schulsystem gelingt es den Kindern von türkischen Zuwanderern vergleichsweise selten, die Bildungsdefizite ihrer Eltern aufzuholen. Allein türkische Mädchen gehören im Bildungsbereich zu den Integrationsgewinnern.

Migranten aus dem Fernen Osten, dem Nahen Osten sowie aus Afrika weisen jeweils sehr heterogene Ergebnisse auf – vor allem im Bildungsbereich: In diesen Gruppen finden sich überproportional viele hoch-, aber auch viele gering qualifizierte Migranten. Darüber hinaus zeigt sich hier besonders, wie wenig Deutschland die Potenziale der Zuwanderer nutzt: Denn selbst ein guter Berufsabschluss hat für Migranten aus Drittstaaten nur selten eine adäquate Beschäftigungsmöglichkeit in Deutschland zur Folge.

Schweres Erbe


Zugewanderte aus den ehemaligen Gastarbeiteranwerbeländern sind besonders häufig ohne einen Bildungsabschluss gekommen. Und nur wenige haben die Hochschulreife oder einen akademischen Abschluss erreicht. Ihre in Deutschland geborenen Kinder können diese Defizite zwar zum Teil aufholen, schneiden im Schnitt im Bildungsbereich jedoch noch immer deutlich schlechter ab als einheimische Deutsche. Auf dem Arbeitsmarkt wirkt sich das verbesserte Bildungsniveau vor allem auf die Qualität der Erwerbstätigkeit aus. So variiert die Erwerbslosenquote zwischen den Generationen nur wenig, beim Indikator "Vertrauensberufe" schneiden die in Deutschland Geborenen jedoch deutlich besser ab.


Was noch zu tun ist

Insgesamt haben sich zwar die Rahmenbedingen für Zuwanderung und Integration in Deutschland deutlich verbessert. Doch noch immer fehlt es an einer kohärenten Politik, welche die Vorteile der Zuwanderung in den Vordergrund stellt, ohne die Herausforderungen zu missachten. Im wachsenden Wettkampf um die klügsten Köpfe muss sich das ändern. Es sind im Wesentlichen vier Baustellen, auf denen weiter gearbeitet werden muss: Migranten mit niedriger Qualifikation benötigen besondere Aufmerksamkeit, damit sie und vor allem ihre in Deutschland geborenen Kinder faire Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe erhalten. Im Bildungsbereich müssen sich Lehrkräfte und Infrastruktur noch stärker auf eine vielfältige Schülerschaft einstellen. Des Weiteren muss die Öffnung des Arbeitsmarktes auch für Menschen mit ausländischen Abschlüssen vorangetrieben werden. Nicht zuletzt bedarf es einer einheitlichen Datenlage und -interpretation zur Zuwanderung und Integration in Deutschland, auf deren Grundlage Politikentscheidungen getroffen und kontrolliert werden können.

Die Studie wurde unterstützt vom GfK Verein, einer Non-Profit-Organisation zur Förderung der Marktforschung.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

 

Die Lebenswelten der Migranten
Unter welchen Bedingungen Migranten in Deutschland leben, interessiert nicht nur Sozialwissenschaftler und die Politik, sondern auch die Marktforschung. Sie hat deshalb das Instrument der Lebenswelten entwickelt. Es dient dazu, das Konsumverhalten verschiedener sozialer Gruppen zu untersuchen. Das Berlin-Institut hat dieses Konzept erstmals zum Vergleich der Lebenssituation von Migranten mit jener der einheimischen Deutschen angewandt.

Das von dem Hamburger Soziologen Gerhard Kleining entwickelte Konzept der Lebenswelten dient dazu, das Konsumverhalten verschiedener Bevölkerungsschichten zu untersuchen. Dazu wird die Bevölkerung ab 14 Jahre nach bestimmten Kriterien in drei Lebensphasen und verschiedene soziale Lebenslagen eingeteilt. Daraus ergeben sich insgesamt 15 Lebenswelten.

Für die gerade erschienene Studie "Neue Potenziale –Zur Lage der Integration in Deutschland" hat das Berlin-Institut das Konzept der Lebenswelten an die verfügbaren Daten des Mikrozensus angepasst. Erstmals lassen sich nun die sozialen Lebenslagen von Einheimischen und Migranten über die drei Lebensphasen Ausbildung, Berufstätigkeit/Familienarbeit und Ruhestand hinweg vergleichen. Generell bestätigt die Analyse die Erkenntnisse aus dem vom Berlin-Institut entwickelt Index zur Messung von Integration (IMI).

Fürs Studium nach Deutschland

Weil Menschen mit Migrationshintergrund im Schnitt jünger sind als Einheimische, sind sie häufiger als diese in den Lebenswelten der Ausbildungsphase vertreten. Von den selbst zugewanderten Migranten in Ausbildung sind zwei Drittel Studenten, unter den Einheimischen nur die Hälfte. Daran zeigt sich, dass viele junge Migranten gezielt zum Studieren nach Deutschland kommen. In Deutschland geborene Menschen mit Migrationshintergrund in Ausbildung befinden sich dagegen seltener auf dem akademischen Bildungsweg. Nur etwa ein Drittel von ihnen fällt in die Lebenswelt der Studierenden. Die verbleibenden zwei Drittel sind entweder noch zu jung zum Studieren oder haben sich für eine nicht-akademische Ausbildung entschieden.

Aussicht auf Aufstieg
Migranten in der Erwerbs- und Familienphase finden sich häufiger in den einfachen und mittleren Lebenslagen wieder als Einheimische der gleichen Lebensphase. Das gilt für selbst Zugewanderte wie auch für in Deutschland geborenen Menschen mit Migrationshintergrund. Damit haben sich bisher zwischen den Generationen kaum Verbesserungen in der Verteilung der Lebenslagen eingestellt. Allerdings finden sich unter den jungen Migranten der zweiten und dritten Generation vermehrt Personen in der Lebenslage "Junge Top", so dass langfristig ein gesellschaftlicher Aufstieg zu erwarten ist.

Für die Studie "Neue Potenziale" hat das Berlin-Institut Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland je nach Herkunftsregion und Zuwanderungskontext in verschiedene Gruppen eingeteilt: Aussiedler, Türkei, Südeuropa, sonstige Länder der EU-27, ehemaliges Jugoslawien, Ferner Osten, Naher Osten sowie Afrika. Migranten aus den sonstigen Ländern der EU-27 ähneln in ihrer Verteilung auf die Lebenswelten den Einheimischen am stärksten. Angesichts ihres guten Bildungsstands müssten sich allerdings weitaus mehr Migranten aus der EU in Top-Lebenslagen befinden. Am schlechtesten schneiden Migranten mit afrikanischem Hintergrund ab. Unter ihnen sind besonders wenige Menschen in Top-Lebenslagen und viele in den einfachen.

Migranten aus Drittstaaten selten in Top-Lebenslagen

Wie die einheimischen Deutschen gehören auch die durchschnittlichen Migranten der zweiten Lebensphase, unabhängig von ihrer Herkunft, mehrheitlich zu den sozio-ökonomisch mittleren Lebenslagen. 40 bis 50 Prozent der jeweiligen Gruppe zählen damit zur Mittelschicht. Die Zugehörigkeit zu den Top-Lebenslagen variiert dagegen deutlich. Insbesondere die Migrantengruppen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union fallen dadurch auf, dass sie relativ wenige Menschen in Top-Lebenslagen aufweisen und dafür anteilig mehr Menschen in einfachen Lebenslagen. Vergleichsweise gute Bildungsabschlüsse, wie sie in der Migrantengruppe aus dem Fernen Osten häufig sind, geben folglich nicht automatisch den Weg in die Top-Lebenslagen frei.

In der Lebensphase des Ruhestands befinden sich aufgrund der unterschiedlichen Altersstruktur anteilig mehr Einheimische als Migranten. Fast ein Drittel der einheimischen Deutschen in dieser letzten Lebensphase zählt dabei zu den alleinstehenden Älteren – unter ihnen viele Frauen. Bei den Ruheständlern unter den Migranten handelt es sich vor allem um die ehemaligen Gastarbeiter. Sie befanden sich schon während ihres Erwerbslebens überwiegend in den einfachen Lebenslagen und fallen im Alter zur Hälfte in die Lebenswelt der Älteren Arbeiter.

Insgesamt zeigt der Vergleich der Lebenswelten, dass Migranten noch lange nicht die durchschnittlichen Lebensverhältnisse der einheimischen Deutschen erreicht haben.

Die Studie wurde unterstützt vom GfK Verein, einer Non-Profit-Organisation zur Förderung der Marktforschung.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

 

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Ausgabe 173, 03.06.2014

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Dr. Reiner Klingholz
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