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Ausgabe 121, 14. Juli 2011

Der Newsletter DEMOS informiert über demografische Veränderungen und deren Auswirkungen auf Politik, Entwicklung, Wirtschaft und Gesellschaft.

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Immer mehr Rentner, immer weniger Erwerbsfähige
Die Rentensysteme müssen auf die demografische Entwicklung in Europa reagieren

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"Lern-Werkstadt" Demenz zum Nachmachen
Ein Handbuch für Kommunen, die sich und ihre Bürger auf den demografischen Wandel vorbereiten wollen

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Immer mehr Rentner, immer weniger Erwerbsfähige
Die Rentensysteme müssen auf die demografische Entwicklung in Europa reagieren

Kindermangel und eine steigende Lebenserwartung lassen die europäischen Gesellschaften altern. Im Schnitt bekommt eine EU-Bürgerin 1,6 Kinder, nötig für eine demografisch stabile Gesellschaft wären etwas über zwei Kinder. Außerdem werden die Europäer immer älter. In den letzten 50 Jahren stieg ihre Lebenserwartung um fünf Jahre, bis 2060 werden noch mal sieben hinzukommen.

Europa altert - und das stellt die Altersversorgung in den meisten europäischen Ländern vor große Schwierigkeiten. Immer weniger Erwerbstätige müssen in Zukunft immer mehr Rentner versorgen. In 50 Jahren wird fast ein Drittel der europäischen Gesellschaft 65 Jahre oder älter sein. Heute liegt der Anteil dieser Altersgruppe noch bei rund 17 Prozent. Aber wenn die ersten Jahrgänge der Babyboomer-Generation ab 2020 dazukommen, wird er deutlich steigen. Allerdings unterscheiden sich die europäischen Staaten bei der Alterung stark voneinander: In Schweden, Frankreich und Großbritannien beispielsweise werden die Bevölkerungen langsamer altern und eher eine moderate Entwicklung erleben, während sie in Zentral- und Osteuropa besonders ab dem Jahr 2020 rasant altern werden. Aber alle Staaten werden auf die demografische Entwicklung reagieren müssen.

Bis 2060 wird fast jeder dritte Mensch in Europa 65 Jahre oder älter sein
Anteile verschiedener Altersgruppen in der EU von 1990 bis 2060 in Prozent

Der Bevölkerungsanteil der Europäer, die 65 Jahre oder älter sind, wird 2060 bei 30 Prozent liegen und sich damit gegenüber 1990 mehr als verdoppelt haben. Der Anteil der über 79-Jährigen wird sich in diesem Zeitraum sogar fast vervierfachen. Sinken wird demgegenüber der Anteil der EU-Bürger im typischen Erwerbsalter von 20 bis 64 Jahren. Im Jahr 2060 wird nur noch jeder zweite Europäer zu dieser volkswirtschaftlich besonders produktiven Altergruppe zählen. Besonders deutlich wird der Anteil der unter 20-Jährigen zurückgehen: auf unter 19 Prozent im Jahr 2060 - von noch knapp 27 Prozent im Jahr 1990 (Europäische Kommission 2011).

"Früh in Rente" wird zum Auslaufmodell
Die größte Herausforderung für die europäischen Rentensysteme besteht darin, ein angemessenes Rentenniveau zu erreichen oder zu halten und zugleich nicht die zukünftigen Erwerbstätigen zu stark zu belasten. Letzteres kann nur gelingen, wenn in Zukunft mehr Menschen länger berufstätig sind. Dazu müssen sich vor allem die Beschäftigungsquoten bei Frauen und älteren Erwerbsfähigen erhöhen. Stehen heute noch jedem Rentner vier Erwerbstätige gegenüber, werden es 2060 nur noch zwei sein.

Gegenwärtig steigen die Berufstätigen in den meisten europäischen Ländern aus ihrem Beruf aus, bevor sie das gesetzliche Renteneintrittsalter erreicht haben, oft sogar einige Jahre früher. Dabei bestehen große Unterschiede zwischen den Ländern und den Geschlechtern. Laut Gesetz müssen beispielsweise sowohl die Männer in Luxemburg als auch in Portugal bis zu ihrem 65. Lebensjahr arbeiten. Tatsächlich verlassen die Luxemburger jedoch schon zehn Jahre vor den Portugiesen den Arbeitsmarkt. Die Slowakinnen beenden ihre Karriere acht Jahre vor den Norwegerinnen - obwohl in beiden Ländern noch ein paar Jahre mehr im Job vorgesehen sind.

Wie lange in Europa wirklich gearbeitet wird
Gesetzliches und tatsächliches durchschnittliches Renteneintrittsalter von Männern und Frauen

In den meisten europäischen Ländern liegt das gesetzliche Renteneinstiegsalter bei 65 Jahren. Das tatsächliche Alter beim Erwerbsaustritt variiert im europäischen Vergleich jedoch deutlich. Mit 57 Jahren gehen die Luxemburger am frühsten in Rente, rund zwölf Jahre vor den Isländern, die mit einem durchschnittlichen Renteneintrittsalter von 70 Jahren am längsten berufstätig bleiben. Auch die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind groß: Während etwa in Belgien, Spanien und Portugal für Frauen und Männer dasselbe gesetzliche Renteneintrittsalter gilt, treten sie nur in Belgien im Mittel tatsächlich im selben Alter aus dem Beruf aus - in Spanien dagegen arbeiten die Frauen erheblich länger, in Portugal die Männer (OECD 2011).

Ähnlich wie Luxemburg ermöglichten viele europäische Länder lange einen vorzeitigen Berufsausstieg. Jüngere Menschen sollten dadurch einfacher ins Berufsleben einsteigen können. Jedoch hat sich gezeigt, dass sich jüngere Beschäftigte am Arbeitsmarkt nicht gegen ältere aufrechnen lassen. Verlassen ältere Erwerbstätige früh den Arbeitsmarkt, kann dies auch die Beschäftigung insgesamt senken, da ihre Qualifikation und Produktivität verloren geht. Jüngere Menschen, die nachrücken, können oftmals noch nicht die entstandene Lücke schließen. Ältere qualifizierte Beschäftigte schaffen somit im Allgemeinen mehr Arbeit als sie "wegnehmen".

In Frankreich gingen Frauen und Männer 1970 im Durchschnitt erst mit 68 Jahren in Rente. In Portugal, Irland und der Schweiz arbeiteten die meisten sogar bis zum 73. Lebensjahr. Die seitdem eingeführten nationalen Vorruhestandsprogramme senkten das Renteneintrittsalter in den letzten Jahrzehnten immer weiter. Mitte der neunziger Jahre verließen die meisten Erwerbstätigen in Frankreich den Arbeitsmarkt, bevor sie 60 Jahre alt wurden. Auch in den restlichen europäischen Ländern sank das durchschnittliche Renteneintrittsalter deutlich.

Erst in den letzten Jahren haben die Staaten zunehmend damit begonnen, diesem Trend entgegenzuwirken. Zum einen erhöhten viele Länder das gesetzliche Renteneintrittsalter, zum anderen schufen sie Anreize, damit Arbeitnehmer wieder länger berufstätig bleiben. So sollen Erwerbstätige, die früher in Ruhestand gehen, auch weniger Rente erhalten als jene, die länger arbeiten.

Länger zu arbeiten, lohnt sich nicht überall
Unterschiede der Netto-Rentenhöhe eines durchschnittlichen Erwerbstätigen, der entweder mit 63 Jahren (38 Arbeitsjahren) oder 67 Jahren (42 Arbeitsjahren) in Rente geht, in Abhängigkeit seines Rentenanspruchs mit 65 Jahren, in den Jahren 2044 bis 2048

Auf der Grundlage der aktuellen nationalen Rentensysteme hat die Europäische Kommission die zukünftig zu erwartenden Unterschiede der Netto-Rentenhöhe berechnet. Für eine bessere Vergleichbarkeit wurde das gesetzliche Renteneintrittsalter in allen Ländern auf 65 Jahre gesetzt. Die Berechnung zeigt: Überall beeinflusst ein zwei Jahre früheres oder späteres Verlassen des Arbeitsmarktes den Rentenanspruch. Dabei fallen die Ab- und Zuschläge in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich aus. Erwerbstätige in Dänemark und Luxemburg können ihre Rentenbezüge kaum erhöhen, wenn sie statt mit 65 Jahren zwei Jahre später in Rente gehen. Ihre Rente würde sich nur um ein Prozent verändern. Im Gegensatz dazu steigen bei einem um zwei Jahre späteren Renteneintritt mit 67 Jahren die Renten in der Slowakei und in Portugal um zehn beziehungsweise zwölf Prozent (Europäische Kommission 2009).

Ob es sich lohnt, länger zu arbeiten oder eher nicht, hängt von den nationalen Rentensystemen ab. In Dänemark und Luxemburg erreichen Erwerbstätige schon früh einen hohen Rentenanspruch, eine längere Berufstätigkeit ändert die Höhe der Rente dagegen nur geringfügig. Die wenigsten werden sich in diesen Ländern dafür entscheiden, bis zu ihrem 67. Lebensjahr weiter zu arbeiten. In Tschechien, Schweden und Portugal hingegen können Berufstätige ihren Rentenanspruch deutlich aufbessern, wenn sie ihren Ruhestand um zwei Jahre hinausschieben.

Frauen gegenüber Männern benachteiligt

Die Frauenerwerbsquote ist in den europäischen Ländern immer noch sehr unterschiedlich. Während die Erwerbsquote von Männern und Frauen in den skandinavischen und baltischen Ländern fast ausgeglichen ist, arbeiten in Südeuropa deutlich weniger Frauen als Männer. Dass Frauen arbeiten und in die Rentensysteme einzahlen ist aber nicht nur für die Nachhaltigkeit der Alterssicherung insgesamt von entscheidender Bedeutung, sondern verringert auch ihr individuelles Risiko der Altersarmut. In den meisten europäischen Ländern unterbrechen Frauen immer noch häufiger als Männer ihre Berufstätigkeit, um gemeinsame Kinder zu betreuen. Auch verdienen Frauen oft weniger und sind seltener vollzeitbeschäftigt. All das spiegelt sich später in der Höhe ihrer Rente wider.

Schweden und Frankreich haben schon in den 1970er Jahren damit begonnen, jungen Müttern eine schnelle Rückkehr ins Berufsleben zu ermöglich. Der Ausbau von Kindertagesstätten und Ganztagsschulen sorgte für mehr Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt und förderte zudem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Andere europäische Länder, darunter auch Deutschland, zogen in den letzten Jahren nach. Erste Erfolge sind sichtbar: Im Jahr 2010 waren in Europa rund 58 Prozent der Frauen berufstätig, das sind immerhin sieben Prozent mehr als noch vor 13 Jahren.


Die ersten Fortschritte werden sichtbar
Beschäftigungsquoten von Frauen und Männern im erwerbsfähigen Alter, von Frauen derselben Altergruppe sowie von älteren erwerbsfähigen Frauen und Männern

Frauen und ältere Erwerbsfähige schließen in Europa bei der Beschäftigungsquote langsam auf: Die Beschäftigungsquote ist in den letzten 13 Jahren sowohl bei den älteren Erwerbsfähigen im Alter von 55 bis 64 Jahren als auch bei erwerbsfähigen Frauen im Alter von 15 bis 64 Jahren stärker gestiegen als die Beschäftigungsquote aller Erwerbsfähiger im gleichen Zeitraum. Besonders deutlich war die Zunahme der Beschäftigungsquote bei den älteren Erwerbsfähigen. 1997 waren nur 37 Prozent dieser Altergruppe berufstätig, 2010 waren es fast 47 Prozent (Eurostat).

Auch wenn die Beschäftigungsquote von älteren Erwerbsfähigen in den letzen Jahren gestiegen ist, liegt sie dennoch weiterhin unter den Werten von vor einigen Jahrzehnten. Das europäische Ziel einer Beschäftigungsquote von 50 Prozent ist ebenfalls noch nicht erreicht worden. Dass durchaus noch höhere Werte möglich sind, zeigen Norwegen und Schweden, wo etwa 70 Prozent der 55- bis 64-Jährigen berufstätig sind. Übertroffen werden diese beiden Länder noch von Island, hier stehen sich fast 80 Prozent dieser Altersgruppe noch im Arbeitsleben.

Ein Blick in den Norden Europas zeigt, dass Alter und Geschlecht nicht überall der Berufstätigkeit im Wege stehen. Wie nachhaltig die europäischen Rentensysteme in Zukunft sein werden, hängt maßgeblich davon ab, ob es die restlichen europäischen Länder ebenfalls schaffen, das ganze Potenzial der Generationen im erwerbsfähigen Alter zu nutzen.

Links / Literatur

Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung (2011): Vorbildliche Familienpolitik: das schwedische Doppelverdiener-Modell. In: Demos 110, 26. Januar 2011.

Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung (2010): Die Zahl älterer Erwerbstätiger wächst - vor allem Frauen arbeiten länger. In: Demos 100, 26. Juli 2010.

Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung (2010): Frankreichs Familienpolitik auf dem Prüfstand. In: Demos 90, 23. Februar 2010.

Europäische Kommission [Hg.] (2010): Angemessene, nachhaltige und sichere europäische Pensions- und Rentensysteme. Luxemburg. http://ec.europa.eu

Europäische Kommission [Hg.] (2011): Demography Report 2010. Luxemburg. http://ec.europa.eu

Europäische Kommission [Hg.] (2009): Updates of current and prospective theoretical pension replacement rates 2006- 2046. Luxemburg. http://ec.europa.eu

Europäische Kommission [Hg.] (2008): Längere Lebensarbeitszeiten durch Rentenreformen. Luxemburg. http://ec.europa.eu

Fuchs, Gesine (2011): Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt. Ein europäischer Vergleich. www.bpb.de

Mannheim Research Institute for the Economics of Aging (2010): Zunehmende Altersarmut in Deutschland - vermeidbar oder unvermeidlich. Mannheim. www.mea.uni-mannheim.de

Statistische Amt der europäischen Union (2011): Eurostat-Online Datenbank. http://epp.eurostat.ec.europa.eu

OECD (2011): Pension at a Glance 2011. Paris. www.oecd.org

 

   
     
 

"Lern-Werkstadt" Demenz zum Nachmachen
Ein Handbuch für Kommunen, die sich und ihre Bürger auf den demografischen Wandel vorbereiten wollen

Die Stadt Arnsberg im Sauerland hat etwas über 74.000 Einwohner. Geschätzte 1.200 sind an einer Demenz erkrankt. Davon leben über 60 Prozent zu Hause und werden von Angehörigen unterstützt. Mit diesen Zahlen liegt Arnsberg ziemlich genau im gesamtdeutschen Durchschnitt. Weit überdurchschnittlich ist allerdings, was die Kommune tut, um die Lebensqualität ihrer demenzkranken Bürger und deren Angehöriger zu verbessern - und wie sie dabei professionelles mit zivilgesellschaftlichem Engagement verknüpft.
Arnsberg ist ein Modell dafür, "wie Kommunen fantasievoll mit dem demografischen Wandel umgehen können", heißt es im "Demenz-Report" des Berlin-Instituts. Jetzt hat die Fachstelle Zukunft Alter der Arnsberger Stadtverwaltung ihre Erfahrungen in einem Handbuch für Kommunen veröffentlicht. Nachahmung ausdrücklich erwünscht.
Das Handbuch "Arnsberger 'Lern-Werkstadt' Demenz" besteht aus zwei Teilen. Unter dem Titel "Strategie" setzt sich der erste Teil damit auseinander, warum Kommunen sich überhaupt mit Demenz befassen sollten, und schildert, wie es in Arnsberg dazu kam. Vor drei Jahren lud die Verwaltung die Einwohner zum Nachdenken darüber ein, wie sie selbst dazu beitragen könnten, Menschen mit Demenz ein besseres Leben zu ermöglichen. Dies setzte eine intensive öffentliche Diskussion in Gang. Menschen aller Generationen und aus den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft entwickelten eine Fülle von Ideen. Heute arbeiten Kindergärten mit Altenheimen zusammen. Rüstige Senioren gehen mit unruhigen Demenzkranken wandern. Handwerker haben sich das Knowhow für den demenzgerechten Umbau von Wohnungen erarbeitet.
Der zweite Teil ist mit "Praxis" überschrieben. Darin werden die vielen Maßnahmen und Vorhaben im Detail geschildert, gegliedert nach den unterschiedlichen Gruppen: Stadt, Bürger, Ehrenamtliche, Familien und Betroffene selbst. Von der Ausrichtung einer Initiativkonferenz über Plakataktionen für die Bürger oder den Aufbau eines Beratungsnetzwerks bis hin zum Tanztee für Menschen mit und ohne Demenz bietet das Handbuch vielfältige Anregungen. Überdies ist es lebendig und somit gut nachvollziehbar geschrieben. Wo immer möglich, sind die Beispiele mit Links und Adressen versehen. Auf jedes der Unterkapitel folgt eine Merkliste. Darin stehen zum Ankreuzen so einfache, aber wichtige Sätze wie: "Ziele und Leitbilder entwickeln: Wo wollen wir hin? Was wollen wir erreichen?"
Ein guter Anfang. Denn eines stellte schon der "Demenz-Report" des Berlin-Instituts klar: Es muss etwas geschehen, wenn sich der Anteil Demenzkranker an der Bevölkerung Deutschlands bis 2030 verdoppelt, im gleichen Zeitraum aber nur noch etwa halb so viele Menschen im erwerbsfähigen Alter als professionell Pflegende oder als Betreuungspersonen innerhalb der Familie zur Verfügung stehen.

Stadt Arnsberg (Hg.) (2011): Arnsberger "Lern-Werkstadt" Demenz. Handbuch für Kommunen. Arnsberg. Online abrufbar unter www.projekt-demenz-arnsberg.de oder kostenlos zu beziehen über die Fachstelle Zukunft Alter der Stadt Arnsberg. Ansprechpartner: Martin Polenz, Lange Wende 16a, 59755 Arnsberg, 02932 201 2206, m.polenz@arnsberg.de

 

   
     
 

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Neu im Online-Handbuch Demografie

Die Beiträge "Alterung in verschiedenen Weltregionen", "Sterblichkeit und Todesursachen" sowie "Weltbevölkerung, Wasserdargebot und Wassernachfrage", liegen jetzt in aktualisierten Fassungen vor.

"Alterung in verschiedenen Weltregionen"

von Margret Karsch

In fast allen Ländern der Welt steigt die Lebenserwartung. Gleichzeitig sinkt die Zahl der Geburten pro Frau. Deshalb wächst der Anteil der Älteren an der Gesamtbevölkerung im Verhältnis zum Anteil der Kinder und der arbeitsfähigen Bevölkerung. Der Anteil der über 59-Jährigen an der immer noch wachsenden Weltbevölkerung ist in den letzten Jahrzehnten stetig gestiegen: Den Vereinten Nationen zufolge lag er 1950 bei acht, 2010 bei elf Prozent, und die Projektion sagt für 2050 einen Anteil von 22 Prozent voraus.

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"Sterblichkeit und Todesursachen"

von Steffen Kröhnert und Margret Karsch

Die Sterblichkeit des Menschen ist ein unausweichliches Faktum. Im Jahr 2010 starben auf der Welt etwa 56 Millionen Menschen. Die unmittelbaren Ursachen und der Zeitpunkt des Sterbens sind jedoch vom medizinischen und sozialen Entwicklungsstand der Gesellschaft abhängig, in der die Menschen leben. Der Prozess der Veränderung von Haupttodesursachen im Laufe gesellschaftlicher Entwicklung wird als epidemiologische Transition bezeichnet.

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"Weltbevölkerung, Wasserdargebot und Wassernachfrage"

Von Udo E. Simonis

Die Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser entscheidet in vielen Fällen über Leben und Tod, die Verfügbarkeit von wirtschaftlichem Nutzwasser bedingt Prosperität oder Verelendung. Deshalb kann Wasser auch zum Anlass für soziale Konflikte und kriegerische Auseinandersetzungen werden. Nachhaltigkeit der Wassernutzung und des Wasserdargebots ist daher weltweit zum Thema geworden. Nicht ohne Grund wurde im Rahmen der Millenniumsentwicklungsziele beschlossen, die Zahl der Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen bis zum Jahr 2015 zu halbieren.

Zum vollständigen Artikel

 

   
     
 

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Das Berlin-Institut in den Medien

Am 11. Juli war der Weltbevölkerungstag der Vereinten Nationen. Mehr als 6,7 Milliarden Menschen leben heute auf der Erde, 2050 werden es voraussichtlich neun Milliarden sein. Das Bevölkerungswachstum findet fast ausschließlich in den Entwicklungsländern statt. Sabine Brandi hat den Direktor und Vorstand des Berlin-Instituts, Dr. Reiner Klingholz, zu der regionalen Entwicklung des Weltbevölkerungswachstums, zu Armut und Ernährung, zum Energieverbrauch und anderen Zusammenhängen von Bevölkerung und Entwicklung in der WDR5-Redezeit interviewt.
Zum Interview

 

   
 

 

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