Europa dreigeteilt
Auf ein langes Leben können in Europa nur die Menschen im Westen und Süden hoffen
weiterlesen

"Die Normalität von Migranten muss zunehmen"
Interview mit Prof. Haci Halil Uslucan, Universität Duisburg-Essen
weiterlesen

In eigener Sache
Präsentation und Podiumsdiskussion zu einer Studie zum Thema "Demografie und Wohlstand"
weiterlesen

Europa dreigeteilt
Auf ein langes Leben können in Europa nur die Menschen im Westen und Süden hoffen

Mehr als zwanzig Jahre nach der Wende ist Europa dreigeteilt. Dies zeigt sich in der Lebenserwartung bei der Geburt, dem wichtigsten Gesundheitsindikator. Sie ist in Belarus, der Ukraine und Russland, allesamt Nachfolgestaaten der Sowjetunion, niedrig. Die jungen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union mit kommunistischer, jedoch ohne Sowjetvergangenheit, bewegen sich im Mittelfeld und in den westlichen Staaten Europas ist die Lebenserwartung am höchsten, heißt es in einem Beitrag der jüngsten Ausgabe des französischen Demografie-Magazins Population et Avenir.

West-Ost Gefälle
Lebenserwartung nach Geschlecht

Wer 2009 in Russland geboren wurde, konnte laut der russischen Statistikbehörde Rosstat, im Mittel mit einer Lebensdauer von gerade einmal 68,7 Jahren rechnen. Zum Vergleich: In Deutschland liegt sie bei 80,1 Jahren. Die Gründe für diesen starken Unterschied hat das Berlin-Institut in seiner Studie Die schrumpfende Weltmacht 2011 genauer beschrieben und sieht einen wesentlichen Faktor im selbstzerstörerischen Lebenswandel vor allem russischer Männer. Alkohol- und Zigarettenkonsum sind in Russland weit verbreitet und führen zu einer, im Vergleich zu Westeuropa, stark erhöhten Anzahl tödlicher Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Hinzu kommen Morde, Selbstmorde und Unfälle, die zu großen Teilen ebenfalls unter Alkoholeinfluss erfolgen. So kommt es, dass Frauen in Russland im Schnitt 13 Jahre älter werden als Männer - ähnlich sieht es in Belarus und der Ukraine aus. In keiner anderen Weltregion ist der geschlechtsspezifische Unterschied so groß. Im Europa der ehemaligen Sowjetunion müssen Grundlagen geschaffen werden, um die Gesundheit zu verbessern und damit die Lebenserwartung der Bevölkerung zu steigern. Dies ist bislang nur in den baltischen Republiken gelungen, die als bislang einzige Ex-UdSSR-Staaten im Jahr 2004 der EU beigetreten sind und sich von der Entwicklung ihrer ehemaligen Bruderrepubliken abkoppeln konnten. Dies zeigt, dass es mit einer Verbesserung der Gesundheitssysteme in Russland, Belarus und der Ukraine nicht getan ist. Vielmehr muss es darum gehen, die weit verbreitete Armut und wirtschaftliche Perspektivlosigkeit in der Gesellschaft einzudämmen. Denn darauf ist der ungesunde Lebenswandel letztlich zurückzuführen.

Während im nordöstlichen Teil Europas die Lebenserwartung bedingt durch frühzeitige Tode vor dem 65. Lebensjahr weit unten liegt, prägt im Europa ohne kommunistische Vergangenheit die Generation über 65 schon bald maßgeblich das Gesellschaftsbild. In diesem Teil des Kontinents können die Menschen deutlich mehr vom Leben erwarten: Von Portugal bis Österreich und von Dänemark bis Italien werden die Westeuropäer heute ähnlich alt - Frauen erreichen im Mittel zwischen 80,5 und 83,4, Männer zwischen 75,9 und 79,4 Jahre. Laut einer Schätzung des Statistischen Bundesamts wird 2060 rund jeder Dritte (34 Prozent) in der Bundesrepublik Deutschland über 65 sein. 2009 waren es gerade einmal 21 Prozent. Ein Potenzial, das genutzt werden muss, wie das Berlin-Institut in seiner jüngsten Studie Die demografische Lage der Nation festgestellt hat. Denn künftige Rentner werden sich von den heutigen stark unterscheiden. Während derzeit mehr als zwei Drittel der 65-Jährigen lediglich über einen Haupt- oder Volksschulabschluss verfügen und gerade einmal 13 Prozent über Fach- oder Hochschulreife, haben 42 Prozent aller heute 25- bis 34-Jährigen Abitur. Bindet man sie im Rentenalter sinnvoll ein, kann der überforderte Sozialstaat durch professionalisiertes, freiwilliges Engagement entlastet werden.

Europa altert, Deutschland ist der Vorreiter
Anteile der über 64-Jährigen an der Gesamtbevölkerung in ausgewählten Ländern

Schon in 20 Jahren wird jeder Dritte in Deutschland 65 oder älter sein. Eine Entwicklung, die in den meisten anderen Staaten Europas langsamer verläuft, jedoch nicht ausbleiben wird. Alle europäischen Nationen müssen lernen, die Generation 65+ einzubinden und ihre Potenziale zu nutzen. (Quelle: Statistisches Bundesamt, Im Blickpunkt: Ältere Menschen in Deutschland und der EU, Wiesbaden)

Im dritten Teil Europas, den kommunistischen Staaten ohne Sowjetvergangenheit und in den baltischen Nationen, ist die Lebenserwartung zurzeit noch niedriger als in den alten EU-Staaten. Doch diese jungen EU-Mitgliedstaaten entwickeln sich in eine ähnliche Richtung wie ihre westlichen Nachbarn. Dass der Trend im Gegensatz zu Russland, Belarus und Ukraine so positiv verläuft, hat vor allem sozio-ökonomische Gründe. Denn in diesem Bereich hat nach der Wende eine Entwicklung eingesetzt, die sich positiv auf die Gesundheit der Bevölkerung überträgt. In der ehemaligen Sowjetunion bleiben diese Entwicklungen aus. Einen Lichtblick bieten da nur Estland, Lettland und Litauen. Die Steigerung der Lebenserwartung seit dem Fall des Eisernen Vorhangs verlief dort zwar weniger schnell als etwa in Polen, Ungarn oder Tschechien, gleicht sich diesen aber langsam an.

Sollten sich die östlichen EU-Mitglieder in Sachen langes Leben ähnlich entwickeln wie Portugal, das früher eines der Schlusslichter in Europa war und heute auf einem ähnlichen Niveau wie seine Nachbarstaaten rangiert, kann die Dreiteilung Europas künftig in eine Zweiteilung übergehen. Sie würde bedeuten, dass Frauen wie auch Männer in allen EU-Staaten auf eine hohe Lebenserwartung hoffen können, während die Menschen in den Ländern des russischen Einflussbereichs vorerst weiter damit rechnen müssen, vergleichsweise früh zu sterben. Auch die großen Unterschiede in der Lebenserwartung von Männern und Frauen dürften dort vorerst bestehen bleiben.

Literatur/Links

Grzelak-Kostulska, Elzbieta/Holowiecka, Beata/Michniewicz-Ankiersztajn, Hanna (2011): Europe: de grands écarts dans l'espérance de vie. In: Population & Avenir. Paris.

Kröhnert, Steffen et al. (2011): Die demografische Lage der Nation - Was freiwilliges Engagement für die Region leistet. Hgg. vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung. Berlin. www.berlin-institut.org

Sievert, Stephan/Sacharow, Sergei/Klingholz, Reiner (2011): Die schrumpfende Weltmacht - Die demografische Zukunft Russlands und der anderen post-sowjetischen Staaten. Hgg. vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung. Berlin. www.berlin-institut.org

Rosstat (2011). Russia in figures - 2011. www.gks.ru

Statistisches Bundesamt (2011): Im Blickpunkt - Ältere Menschen in Deutschland und der EU. www.destatis.de

United Nations Development Programme (2011): International Human Development Indicators. http://hdr.undp.org

 

"Die Normalität von Migranten muss zunehmen"
Interview mit Prof. Haci Halil Uslucan, Universität Duisburg-Essen

Zum 50. Jahrestag des Anwerbeabkommens zwischen Deutschland und der Türkei fand in Istanbul eine internationale Konferenz mit dem Titel "Transnationale Migration" statt.

Was meint der Begriff "transnationale Migration"?

Den Hintergrund bildet die Tatsache, dass Wanderungen nicht in nur eine Richtung erfolgen, also etwa von Entwicklungs- und Schwellenländern in Industriestaaten, sondern dass es eben auch Rückwanderungen gibt, beispielsweise zurück aus Deutschland in die Türkei. Außerdem ist die Türkei, früher ein Auswanderungsland, inzwischen zu einem Einwanderungsland geworden. Der Begriff "transnationale Migration" versucht, diesem Phänomen gerecht zu werden: Die Migration geht über eine Nation hinaus, verbindet manchmal verschiedene Nationen.

Was unterscheidet "transnationale Migration" von "internationaler Migration"?

Letztere beschreibt die Wanderungen zwischen zwei Ländern, "transnationale Migration" geht darüber hinaus. Der Begriff zielt auf den sozialen Raum, der beim Überschreiten nationaler Grenzen entsteht, beispielsweise auch auf zwischenmenschliche Beziehungen und kulturelle Besonderheiten.

Die türkischen Gastarbeiter, die nach 1961 nach Deutschland kamen, waren beziehungsweise sind also transnationale Migranten. Sie kamen damals in Zügen aus Istanbul - aber woher stammten sie ursprünglich?

Rund 30 Prozent kamen aus Istanbul und der Marmararegion, aber weniger als 13 Prozent sind auch dort geboren worden. In der Türkei herrscht eine starke Binnenmigration, die Menschen streben in die entwickelten Regionen. Mehr als 40 Prozent der Gastarbeiter stammten aus dem ländlichen Raum, aus Zentral- und Ostanatolien.

Wie verteilten sich die türkischen Gastarbeiter in Deutschlands Regionen?

Sehr unterschiedlich. Wenn Sie beispielsweise das Ruhrgebiet betrachten, eine Bergbauregion, so kommen hier sehr viele aus Zonguldak an der West-Schwarzmeerküste. Das ist eine Bergbauregion in der Türkei. Es gibt Schätzungen, denen zufolge 60 bis 70 Prozent der Menschen im Ruhrgebiet aus dieser Gegend stammen. Essen, Bochum, Gelsenkirchen sind klassische Bergbauregionen, die zogen eben Arbeitskräfte mit demselben Hintergrund an.

Wann würden Sie von "gelungener Integration" sprechen?

Da müsste man zunächst fragen: Macht man das nur an Migranten fest? Das ist eine Verkürzung.

Beziehen sie sich ruhig auch auf die sogenannte Aufnahme- oder Mehrheitsgesellschaft.

Dann muss man das auch psychologisch oder atmosphärisch betrachten, den Grad des Willkommen-Seins des Anderen prüfen. Wenn in der Mehrheitsgesellschaft das Gefühl vorhanden ist: "Diese Menschen gehören hierher", die Migranten nicht als Fremde wahrgenommen werden, dann ist die Integration erfolgreich. Und wenn auf Seiten der Migranten ein Gefühl der Zufriedenheit herrscht, des Eingebundenseins, der Zugehörigkeit, der Identifikation, etwa wenn ein Migrant sagt: "Das ist auch mein Land".

In der Integrationsdebatte wird oft besonders die Sprachbeherrschung hervorgehoben. Wie wichtig sind Deutschkenntnisse?

Die sprachliche Ausdrucksfähigkeit ist sehr wichtig, aber auch nur ein Aspekt. Es gibt viele, die sich hier wohl fühlen, auch wenn sie schlecht Deutsch sprechen - und umgekehrt. Man muss differenzieren: Wie gut ist jemand in den Arbeitsmarkt, in den Bildungsmarkt, in den Wohnungsmarkt integriert? Die Einbindung in soziale Netzwerke spielt eine starke Rolle.

Was noch?

Wichtig ist auch, ob jemand freiwillig nach Deutschland gekommen ist oder nicht, ob jemand hier Familie hat, ob in der Heimat die Not groß war, ob jemand politisch verfolgt wurde. Es gibt außerdem Personenmerkmale, die über das Gelingen oder Scheitern der Integration entscheiden: Eine hohe soziale Kompetenz und Flexibilität erleichtern das Ankommen in einer anderen Gesellschaft sicherlich.

Oft ist von unterschiedlichen Werten die Rede, die alteingesessene Deutsche und Türkischstämmige hätten, etwa unterschiedliche Rollenbilder. Konnten Sie das mit Ihrer Forschung belegen?

Unterschiedliche Werte werden oft in Anschlag gebracht, um auf angeblich zwingende Konflikte zwischen Migranten und Mehrheitsgesellschaft zu verweisen. Werte sind aber gelernt, nicht angeboren. Zudem erfolgt Integration nicht über Wertvorstellungen, sondern etwa über Arbeitsprozesse, also das, was wir als "strukturelle Integration" bezeichnen.

Sie meinen, Integration stellt sich nicht durch Gespräche und Streit über Werte ein, sondern im Büro, in der Schule und in der Freizeit, auf dem Fußballplatz? Aber aus dem Verhalten hier lassen sich ja durchaus Schlüsse auf Werte ziehen, oder?

Natürlich. Und bei Deutschland und der Türkei bestehen Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Beispielsweise haben von meinem Team durchgeführte Befragungen ergeben, dass "Achtung vor Tradition" bei Türken einen höheren Stellenwert hat als bei Deutschen.

Mit der wachsenden Globalisierung scheint Transnationalität immer mehr Vorteile mit sich zu bringen: Die Mehrsprachigkeit und die interkulturelle Kompetenz eröffnen beispielsweise Karrierechancen im Tourismus. Gibt es noch andere positive Folgen?

Zunächst einmal bedeutet sie eine Erweiterung der persönlichen Ressourcen. Psychologische Studien haben gezeigt, dass Zweisprachigkeit "metakognitive" Kompetenzen fördert, also nicht nur die Sprachfähigkeit, sondern auch das Nachdenken über Sprache und das eigene Denken und Sprechen, weil diese Menschen das eigene Denken immer wieder aus verschiedenen Perspektiven heraus kritisch verfolgt. Darüber hinaus ist es eine kulturelle Bereicherung, verschiedene Lebensentwürfe kennenzulernen.

So positiv sehen das aber nicht alle. Von den Türken in der Türkei verwenden einige für in Deutschland lebende Türkischstämmige den Begriff "Deutschländer". Das klingt für mich nicht überaus freundlich.

"Deutschländer" sind diejenigen, die von den modernen Entwicklungen in der Türkei abgeschnitten sind, weil sie in Deutschland leben. Vielleicht spielt dabei auch ein bisschen Neid eine Rolle, eine abwertende Haltung gegenüber denjenigen, die nicht mehr ganz dazugehören, vielleicht nicht mehr richtig Türkisch sprechen. Das muss nicht negativ gemeint sein, weist aber auf Unterschiede hin: bei der Kleidung, dem Verhalten.

Seit 2008 verlassen mehr Türkischstämmige Deutschland als kommen. Ist das ein Trend, der anhalten wird und angesichts des Fachkräftemangels besondere Beachtung verdient?

Die Zahlen sind nicht besonders hoch, aber volkswirtschaftlich ist es natürlich ein Verlust, wenn Leute abwandern, in die Deutschland investiert hat. Die Politik kann es nicht gutheißen, wenn Spitzenkräfte das Land verlassen.

Was empfehlen Sie der deutschen Politik: Was sollte sie tun, welche Maßnahmen sollte sie ergreifen, um die Integration zu fördern und die Qualifizierten zu halten?

Mit der Anerkennung der Abschlüsse ist endlich ein wichtiger Schritt erfolgt. Darüber hinaus muss sich die Willkommenshaltung verbessern, die Normalität von Migranten muss zunehmen und die Anerkennung, dass gesellschaftliche Vielfalt wertvoll ist. Die öffentliche Debatte im vergangenen Jahr ging ja oft in eine andere Richtung, etwa bei einer Studie zu Jugendgewalt. Die Medien haben so berichtet, als seien die Migranten krimineller als Deutschstämmige, haben von muslimischen Jugendlichen gesprochen und vernachlässigt, dass bestimmte soziale Problemlagen viel entscheidender sind als ein Migrationshintergrund.

An das Verantwortlichkeitsbewusstsein der Medien kann die Politik nur appellieren, ihnen aber nichts vorschreiben. Wie kann sie eine entsprechende Atmosphäre fördern?

Die Politik kann nicht alles steuern. Gesetze, Programme, ja, aber soziale Integration - nein. Das ist Aufgabe der Zivilgesellschaft.


Das Interview führte Margret Karsch.
Nachdruck unter Quellenangabe (Margret Karsch / Berlin-Institut) erlaubt.

Ein weiteres Interview zum Thema finden Sie im DEMOS-Newsletter Nr. 130 vom 2. Januar 2012.

 

In eigener Sache
Präsentation und Podiumsdiskussion zu einer Studie zum Thema "Demografie und Wohlstand"

Am 5. März 2012 um 18 Uhr veranstaltet das Berlin-Institut in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung eine Podiumsdiskussion zu der Frage "Muss in einer schrumpfenden Bevölkerung auch der Wohlstand sinken?". Zunächst soll dabei die Studie vorgestellt werden und anschließend vom Direktor des Berlin-Instituts Reiner Klingholz, der Bundestagsabgeordneten Kerstin Andreae und dem parlamentarischen Staatssekretär a.D. im BMU Michael Müller diskutiert werden. Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Ralf Fücks.

Die Veranstaltung findet in der Heinrich-Böll-Stiftung in der Schumannstr. 8 in Berlin-Mitte statt.

Ausgabe 133, 23. Februar 2012

Der Newsletter DEMOS Informiert, über demografische Veränderungen und deren Auswirkungen auf Politik, Entwicklung, Wirtschaft und Gesellschaft.

Der Abdruck von Grafiken und Artikeln ist honorarfrei. Um die Übersendung eines Belegexemplares wird gebeten.

Wenn Sie den Newsletter DEMOS nicht mehr erhalten wollen, können Sie sich hier abmelden.

  
 
 
 

Dieser Newsletter wird herausgegeben vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung
Schillerstr. 59
10267 Berlin

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Reiner Klingholz
reiner.klingholz@berlin-institut.org
Telefon: 030-22324845