Lebenswelten 2025
Eine Studie des Berlin-Instituts untersucht, wie sich die Struktur der Konsumenten in den Regionen verändert
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Die Weltbevölkerung erreicht die Sieben-Milliarden-Grenze
Der neue Datenreport des Population Reference Bureau (PRB) informiert darüber, wie sich die Bevölkerung verändert - weltweit und in einzelnen Ländern
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In eigener Sache: BI-LECTURE
Veranstaltung mit Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble zum Thema "Demografischer Wandel - Herausforderungen und Chancen für die Finanzpolitik"
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Für JournalistInnen
Pressekonferenz und Studienpräsentation: "Afrikas demografische Herausforderung"
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In eigener Sache
Neu im Online-Handbuch Demografie
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Lebenswelten 2025
Eine Studie des Berlin-Instituts untersucht, wie sich die Struktur der Konsumenten in den Regionen verändert

Die Marktforschung sammelt Daten über das Konsumverhalten der Bevölkerung. Sie analysiert die Kaufkraft, Wünsche und Einstellungen möglicher Konsumenten. Denn Menschen haben je nach Alter, Lebensphase und Lebensstil beispielsweise unterschiedliche Produktvorlieben, achten unterschiedlich stark auf den Preis, sehen verschiedene Fernsehsendungen und lesen verschiedene Zeitungen. Informationen darüber helfen Unternehmen dabei, zu entscheiden, welche Produkte sie künftig anbieten oder in welchen Regionen sie investieren.

Um die Vielzahl an Informationen über die Bevölkerung zu strukturieren, teilen Marktforscher Menschen nach bestimmten Kriterien in verschiedene Konsumentengruppen ein. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit Sitz in Nürnberg, eines der größten Marktforschungsinstitute weltweit, hat dafür ein Verfahren entwickelt, das zwei Dimensionen berücksichtigt: Die Konsumenten ab 14 Jahren werden nach Lebensphase und nach finanzieller Lebenslage einer von 15 biografischen Lebenswelten zugeordnet. Die Lebensphase - von der Schul- und Ausbildungsphase über die Erwerbs- und Familienphase bis hin zum Ruhestand - bestimmt den Erkenntnissen der GfK zufolge in hohem Maße das Kauf-, Konsum- und Medienverhalten. Die ökonomische Lage entscheidet darüber, wie viel Geld für den Konsum zur Verfügung steht. In der mittleren Lebensphase wird zwischen Top-, mittleren und einfachen Lebenslagen unterschieden, in der Ruhestandsphase zwischen Arbeiter- und Mittelschicht.

Die Verteilung der Bevölkerung auf die Lebenswelten verändert sich mit dem demografischen Wandel und mit der regionalen wirtschaftlichen Entwicklung. Die GfK analysiert in regelmäßigen repräsentativen Bevölkerungsumfragen, wie sich die Bevölkerung auf die Lebenswelten verteilt. Auf Grundlage dieser Daten hat das Berlin-Institut im Auftrag des GfK Vereins untersucht, wie sich die Lebenswelten heute in den 38 Regierungsbezirken Deutschlands verteilen und wie sich ihre Struktur bis 2025 voraussichtlich entwickeln wird.

Die Studie "Lebenswelten 2025. Wie sich die Struktur der Konsumenten in den Regionen verändert" ist für Mitglieder des GfK Vereins erhältlich.

Die Entwicklung der Lebenswelten in Deutschland und seinen Regionen

Das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Deutschland steigt, und die Bevölkerung insgesamt schrumpft. Das gilt aber nicht für alle Altersgruppen - die unter 20-Jährigen und die 20- bis 59-Jährigen werden weniger, während es im Jahr 2025 nicht nur anteilig, sondern auch in absoluten Zahlen mehr Ältere geben wird. Folglich werden die Lebenswelten der Erwerbs- und Familienphase im Jahr 2025 voraussichtlich allesamt schwächer besetzt sein. Das gilt auch für die Jugendlichen und Studierenden. Die Anzahl der Menschen über 60 dürfte hingegen um etwa ein Viertel zulegen.

Insgesamt gilt: Je jünger die Angehörigen einer Lebenswelt im Durchschnitt sind, desto stärker schrumpft diese. Daher verlieren die jungen Lebenswelten der Erwerbs- und Familienphase bis 2025 mehr als die mittleren. Den älteren Lebenswelten dieser Phase, die ein mittleres oder höheres Einkommen haben, gehören auch viele 60-Jährige und Ältere an, die noch erwerbstätig sind und deren Zahl künftig noch steigen dürfte - diese Lebenswelten schrumpfen daher weniger stark. Frauen und Männer der "einfachen Lage" sind im Durchschnitt jünger und wechseln früher in den (Vor-)Ruhestand.

Regionale Verteilung und künftige Entwicklung der Lebenswelten: zwei Beispiele

Beim Anteil der Jugendlichen ist ein Ost-West-Unterschied zu erkennen, der auf die niedrigen Geburtenzahlen in Ostdeutschland nach der Wende zurückgeht. Die höchsten Anteile können Regionen verzeichnen, in denen die Fertilität in den vergangenen Jahren überdurchschnittlich hoch war, etwa Weser-Ems und Münster im Nordwesten. Künftig geht die Anzahl der Jugendlichen fast überall deutlich zurück, weil tendenziell immer weniger Kinder geboren werden - weniger stark ist der Rückgang in Ballungsregionen, die viele Zuwanderer im mittleren Alter mit ihren Kindern anziehen (Datengrundlage: Omnibusumfragen der GfK/Bundesinstitut für Bauwesen und Raumordnung, eigene Berechnungen).

Obwohl das Kaufkraftniveau in Ostdeutschland im Durchschnitt aller Altersgruppen unter dem im Westen liegt, sind die Anteile der kaufkräftigeren Lebenswelt der alleinstehenden Älteren vergleichsweise groß: Die heutigen Rentner haben einen Großteil ihrer Rentenansprüche noch zu DDR-Zeiten erworben. Dort war das Lohnniveau zwar nicht besonders hoch, aber wegen der geringen Lohnunterschiede gab es auch wenige Beschäftigte mit sehr geringen Verdiensten, und die Erwerbstätigkeit verlief meist ohne große Unterbrechungen. Zudem waren auch die Frauen meist erwerbstätig und konnten entsprechende Rentenanwartschaften sammeln. Diese Lebenswelt dürfte wegen der Alterung der Bevölkerung bis 2025 überall in Deutschland zunehmen. Die zu erwartenden Zuwächse sind niedriger in Regionen, die heute bereits hohe Anteile der über 59-Jährigen sowie geringe Anteile der 20- bis 59-Jährigen aufweisen: Dort wachsen in den nächsten Jahrzehnten vergleichsweise wenige Menschen ins Ruhestandsalter hinein. Aus den Ballungsgebieten Bremen und Hamburg ziehen viele Ältere ins landschaftlich attraktivere Umland (Datengrundlage: Omnibusumfragen der GfK/Bundesinstitut für Bauwesen und Raumordnung, eigene Berechnungen).

Die Entwicklung in den Regionen weicht zum Teil stark von den bundesweiten Trends ab. Das betrifft sowohl die derzeitige Verteilung der Bevölkerung auf die Lebenswelten als auch die prognostizierte künftige Entwicklung. Den zentralen Einflussfaktor bildet - neben der demografischen Entwicklung - die wirtschaftliche Lage der Regionen. Sie bestimmt darüber, wie die Chancen der Menschen auf einen guten Arbeitsplatz und damit auf ein hohes Einkommen und eine gute berufliche Position stehen. Von der wirtschaftlichen Situation hängt auch ab, wie attraktiv eine Region für Zuwanderer aus dem In- und Ausland ist - und das wiederum beeinflusst die Altersstruktur. Denn wo viele junge Menschen zuwandern, bleiben die Lebenswelten jungen und mittleren Alters eher stabil. Ein geringer Rückgang oder sogar eine gleichbleibende Größe der Lebenswelten der Erwerbs- und Familienphase wird daher vor allem für diejenigen Regierungsbezirke prognostiziert, die wirtschaftlich prosperieren und viele junge Menschen aus anderen Regionen anziehen.

Die Studie enthält für jeden Regierungsbezirk eine kurze Analyse, die zusätzlich zur berechneten Prognose eine qualitative Einschätzung der jeweiligen demografischen und wirtschaftlichen Situation vornimmt und so die Entwicklung der Struktur der Lebenswelten in einen größeren Kontext stellt.

Regionale Analyse: Lebenswelten in der Region Koblenz heute und im Jahr 2025

Die Bevölkerungszahl der Region in Rheinland-Pfalz dürfte bis 2025 weitgehend stabil bleiben. Wirtschaftlich ist das Moselgebiet westlich von Koblenz dominiert vom Weinbau und eher strukturschwach; auch im Hunsrück südlich der Mosel gibt es kaum größere Industriebetriebe. Nur um die Stadt Koblenz sind einige größere Industrie- und Dienstleistungsunternehmen angesiedelt. Insgesamt ist der Anteil der hoch Qualifizierten eher niedrig. Die nördlichen Teile der Region profitieren wirtschaftlich von der Nähe zum Köln-Bonner Raum, die östlichen Kreise von der Nähe zum Großraum Frankfurt. In den vergangenen Jahren sind vergleichsweise viele junge Menschen aus dieser Region abgewandert. Der Anteil der Älteren an der Bevölkerung ist heute trotz überdurchschnittlicher Geburtenziffern bereits relativ hoch, während jener der Menschen in Erwerbs- und Familienalter eher niedrig ist. Künftig dürfte die Zahl derjenigen im Alter zwischen 20 und 59 nur noch mäßig abnehmen, die Gruppe der über 59-Jährigen aber noch einmal deutlich anwachsen. Bei den Lebenswelten dominieren diejenigen mit mittlerer Kaufkraft. Zwar liegen die Arbeitslosenquote und der Anteil der von Transferleistungen Abhängigen unter dem Bundesdurchschnitt, das gilt aber auch für das verfügbare Einkommen der Haushalte. Entsprechend dem niedrigen Anteil hoch qualifizierter Beschäftigter sind die Top-Lebenswelten eher schwach vertreten.

"Lebenswelten 2025" ist im Auftrag des GfK Vereins entstanden und nur für dessen Mitglieder erhältlich. Der GfK Verein ist eine Non-Profit-Organisation zur Förderung der Marketingforschung.

Weitere Informationen erhalten Sie bei Ronald Frank unter ronald.frank@gfk-verein.org.

 

Die Weltbevölkerung erreicht die Sieben-Milliarden-Grenze
Der neue Datenreport des Population Reference Bureau (PRB) informiert darüber, wie sich die Bevölkerung verändert - weltweit und in einzelnen Ländern

Das "2011 World Population Data Sheet" des PRB, einer Non-Profit-Organisation mit Sitz in Washington, bietet eine Übersicht über die demografischen Veränderungen weltweit. Der Datenreport erscheint jährlich und versammelt Zahlen aus unterschiedlichen Quellen.

Der Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe liegt auf dem weltweiten Bevölkerungswachstum in den letzten Jahrzehnten. Denn in diesem Jahr dürfte dem Datenreport zufolge die Zahl der Erdbewohner die Sieben-Milliarden-Grenze erreichen. Die Welt befindet sich in der Phase des schnellsten Bevölkerungswachstums in der Geschichte: Sowohl die sechste als auch die siebte Milliarde wurden innerhalb von zwölf Jahren erreicht - und so lange wird es wohl auch dauern, bis acht Milliarden Menschen auf dem Globus leben. Der Schritt von der Vier- zur Fünf-Milliarden-Grenze, die 1987 erreicht wurde, erforderte noch 13 Jahre, von der dritten zur vierten Milliarde hatte es 14 Jahre gedauert, und der von der zweiten zur dritten Milliarde sogar 30 Jahre - das war 1960.

Doch nicht überall auf der Welt entwickelt sich die Bevölkerung gleich. Abhängig davon, wie viele Menschen geboren werden oder sterben, wächst die Bevölkerung in einigen Regionen besonders schnell - etwa in Subsahara-Afrika. In anderen Regionen dagegen, beispielsweise in Europa und Ostasien, ist ein starker Rückgang zu beobachten. Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau (Totale Fertilitätsrate, TFR) liegt weltweit bei 2,5. Ein Blick auf einzelne Länder zeigt jedoch, wie groß die Unterschiede sind: In Taiwan bekommen Frauen bei einer TFR von 0,9 im Schnitt nicht einmal ein Kind, in Niger dagegen sieben Kinder. Weltweit werden gegenwärtig pro Minute 266 Kinder geboren - nur 27 davon in den mehr, 239 in den weniger entwickelten Ländern.

Bevölkerungsreichste Länder 2011 und 2050

Nigeria dürfte von Platz sieben der bevölkerungsreichsten Länder im Jahr 2011 auf Platz drei im Jahr 2050 klettern - und damit vor die USA gelangen. Indien dürfte China überholen - und damit Spitzenreiter werden (Datengrundlage: Population Reference Bureau 2011).

Auch hinsichtlich der Altersverteilung unterscheiden sich die Bevölkerungen stark voneinander: Die Länder mit den zehn jüngsten Bevölkerungen weltweit liegen alle in Afrika. In Niger und Uganda sind jeweils mehr als 48 Prozent der Bevölkerung jünger als 15 Jahre, und auch Mali und Angola sind mit jeweils mehr als 47 Prozent unter 15-Jährigen nicht weit von diesem Anteil entfernt. Die zehn Länder mit der ältesten Bevölkerung dagegen liegen alle in Europa - mit Ausnahme von Japan, das mit über 23 Prozent über 64-Jährigen den Rekord hält. Deutschland und Italien folgen mit jeweils über 20 Prozent über 64-Jährigen, also gut einem Fünftel der Gesamtbevölkerung.

Die Länder des Nahen Ostens und Nordafrikas, die sogenannten MENA-Länder (Middle East and North Africa), verzeichneten in den vergangenen fünf Jahren weitgehend einen rasanten Anstieg des Anteils jugendlicher und junger Erwachsener. So wuchs zwischen 1995 und 2010 im Jemen der Anteil der 15- bis 24-jährigen Bevölkerung um 96 Prozent, verdoppelte sich also beinahe. Ein hoher Jugendanteil, ein sogenannter "Youth bulge", kann das gesellschaftliche Konfliktpotenzial erhöhen. Wenn eine wachsende Zahl junger Erwachsenen keinen Zugang zu Ausbildungsplätzen findet, kann das zu politischen Protesten führen - wie sie in den arabischen Ländern spätestens seit Anfang des Jahres zu beobachten sind. Das hat auch eine frühere Studie des Berlin-Instituts gezeigt. Der Datenreport des PRB weist nun darauf hin, dass der Jugendanteil in einigen Ländern dieser Region bis 2025 erheblich zurückgehen wird. Damit verliert zumindest ein Faktor an Wirkungskraft, der in diesen Regionen ein zusätzliches Konfliktrisiko birgt.

Der Jugendanteil wächst in Zukunft langsamer
Veränderung des Anteils der 15- bis 24-jährigen Bevölkerung in den Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas in Prozent

Seit Mitte der 1960er Jahre ist die Zahl der 15- bis 24-Jährigen, also der Bevölkerung im Jugendalter und der jungen Erwachsenen, im Nahen Osten und in Nordafrika sehr stark gewachsen. Schätzungen der Vereinten Nationen gehen aber davon aus, dass die Zahl der jungen Menschen in den MENA-Ländern in Zukunft weniger schnell wachsen - und mancherorts sogar stagnieren oder zurückgehen - dürfte. Ausnahmen bilden Irak und Libyen (Datengrundlage: Population Reference Bureau 2011).

48 Prozent der weltweiten Bevölkerung leben in extremer Armut

Armut bildet ein globales Problem - nicht zuletzt deshalb, weil die Bevölkerung in den ärmsten Regionen der Welt am schnellsten wächst. Je größer die Wachstumsrate eines Landes, desto schwieriger ist es für die Menschen dort, sich aus der Armut zu befreien. Denn eine hohe Zahl von Kindern bedeutet eine hohe Zahl von wirtschaftlich Abhängigen, die Trinkwasser, Essen, medizinische Versorgung und Betreuung benötigen - und nicht zuletzt auch Bildungsangebote.

Wo viele Arme leben
Prozentualer Anteil der Menschen, die von weniger als zwei US-Dollar am Tag leben, in Kaufkraftparität

Mehr als 80 Prozent der Menschen im Kongo stehen weniger als zwei Dollar pro Tag zur Verfügung. In dem stark wachsenden Indien sind es mit 76 Prozent mehr als drei Viertel der Bevölkerung, also mehr als 900 Millionen Menschen (Datengrundlage: Population Reference Bureau 2011).

Die Stiftung Weltbevölkerung hat den Datenreport 2011 wie jedes Jahr ins Deutsche übersetzt. Die deutsche Fassung hat außerdem einen eigenen Fokus: Mädchen in Entwicklungsländern.

Literatur / Links

Kröhnert, Steffen (2006): Warum entstehen Kriege? Welchen Einfluss die demografische und die ökonomische Entwicklung auf die Entstehung bewaffneter Konflikte haben. Hgg. vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung. Berlin. www.berlin-institut.org.

Stiftung Weltbevölkerung (2011): Datenreport 2011 der Stiftung Weltbevölkerung. Soziale und demographische Daten weltweit. Hannover. www.weltbevoelkerung.de.

Population Reference Bureau: 2011 World Population Data Sheet. Washington. www.prb.org.

 

In eigener Sache: BI-LECTURE
Veranstaltung mit Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble zum Thema "Demografischer Wandel - Herausforderungen und Chancen für die Finanzpolitik"

Der demografische Wandel stellt die Finanzpolitik vor besondere Herausforderungen: Die Bevölkerung Deutschlands schrumpft und altert, und die Kosten der Alterung verteilen sich künftig auf die Schultern von weniger Steuer- und Beitragszahlern. Die Politik sucht deshalb nach Wegen, diesen Prozess gestaltend zu begleiten.

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung lädt ein zur BI-LECTURE mit Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble am Donnerstag, dem 1. September 2011, 18.30 bis 20 Uhr (Einlass ab 18.00 Uhr): "Demografischer Wandel - Herausforderungen und Chancen für die Finanzpolitik".

Programm und Anmeldung

 

Für JournalistInnen
Pressekonferenz und Studienpräsentation: "Afrikas demografische Herausforderung"

Das Berlin-Institut stellt am 15. September 2011 seine neue Studie vor: "Afrikas demografische Herausforderung. Wie eine junge Bevölkerung Entwicklung ermöglichen kann". Die Pressekonferenz findet in Berlin statt. Mehr Informationen finden Sie einige Tage vor der Veranstaltung auf der Homepage der Stiftung Weltbevölkerung. Für Rückfragen steht Ihnen Carmen Kommer von der Stiftung Weltbevölkerung zur Verfügung, bei ihr können Sie sich auch anmelden: carmen.kommer@dsw-hannover.de.

 

In eigener Sache
Neu im Online-Handbuch Demografie

"Bevölkerungsalterung und Rentensysteme in der EU" von Margret Karsch

Kindermangel und eine steigende Lebenserwartung lassen die europäischen Gesellschaften altern. Im Schnitt bekommt eine EU-Bürgerin 1,6 Kinder, nötig für eine demografisch stabile Gesellschaft wären etwas über zwei Kinder. Außerdem werden die Europäer immer älter. In den letzten 50 Jahren stieg ihre Lebenserwartung um fünf Jahre, bis 2060 werden noch mal sieben hinzukommen.

Europa altert - und das stellt die Altersversorgung in den meisten europäischen Ländern vor große Schwierigkeiten. Immer weniger Erwerbstätige müssen in Zukunft immer mehr Rentner versorgen. In 50 Jahren wird fast ein Drittel der europäischen Gesellschaft 65 Jahre oder älter sein. Heute liegt der Anteil dieser Altersgruppe noch bei rund 17 Prozent. Aber wenn die ersten Jahrgänge der Babyboomer-Generation ab 2020 dazukommen, wird er deutlich steigen. Allerdings unterscheiden sich die europäischen Staaten bei der Alterung stark voneinander: In Schweden, Frankreich und Großbritannien beispielsweise werden die Bevölkerungen langsamer altern und eher eine moderate Entwicklung erleben, während sie in Zentral- und Osteuropa, besonders ab dem Jahr 2020 rasant altern werden. Aber alle Staaten werden auf die demografische Entwicklung reagieren müssen.

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"Kinder: Grafiken und Karten zu den Lebensverhältnissen weltweit" von Margret Karsch

Auf der ganzen Welt leben heute den Vereinten Nationen zufolge knapp sieben Milliarden Menschen – über 1,8 Milliarden davon sind unter 15 Jahre alt, also Kinder. Seit dem Jahr 2000 stagniert die Zahl der Kinder weltweit, die regionalen Entwicklungen verlaufen jedoch gegensätzlich. Während in Asien und Europa immer weniger Kinder leben, werden es in Afrika immer mehr. Die Zahl der Kinder stieg dort in den letzten zehn Jahren um 69 Millionen. Die überwältigende Mehrheit der Kinder lebt aber weiterhin in Asien: fast 1,1 Milliarden an der Zahl (Vereinte Nationen).

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Außerdem haben wir den Beitrag "Einführung in die Urbanisierung" von Jürgen Bähr aktualisiert:

Urbanisierung ist ein komplexer Begriff, der zudem sehr verschieden definiert wird. Häufig wird er in Analogie zum englischen Sprachraum mit Verstädterung gleichgesetzt. Er meint dann die Vermehrung, Ausdehnung oder Vergrößerung von Städten nach Zahl, Fläche oder Einwohnern, sowohl absolut als auch im Verhältnis zur ländlichen Bevölkerung beziehungsweise zu den nicht-städtischen Siedlungen. Urbanisierung bedeutet die Ausbreitung und Verstärkung städtischer Lebens-, Wirtschafts- und Verhaltensweisen.

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Ausgabe 124, 25. August 2011

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