Erster Bevölkerungsanstieg seit 2002
Zuwanderung lässt Deutschlands Bevölkerung 2011 wachsen - eine demografische Trendumkehr bedeutet dies allerdings nicht
weiterlesen

Das Ende der demografischen Dividende
Trotz des Drachenjahres wird Chinas Bevölkerung bald schrumpfen
weiterlesen

In eigener Sache
Einschätzung der Demografiestrategie der Bundesregierung
weiterlesen

Erster Bevölkerungsanstieg seit 2002
Zuwanderung lässt Deutschlands Bevölkerung 2011 wachsen - eine demografische Trendumkehr bedeutet dies allerdings nicht

Im Jahr 2002 erreichte Deutschlands Bevölkerungszahl mit 82,5 Millionen Menschen ihren Höchststand - seitdem ist sie stetig geschrumpft. Nach aktuellen Bevölkerungsvorausberechnungen des Statistischen Bundesamts dürfte sich die Bevölkerung Deutschlands bis 2060 um etwa ein Fünftel reduzieren. Langfristig niedrige Geburtenzahlen sorgen bei gestiegener Lebenserwartung zudem nicht nur für eine schrumpfende, sondern auch für eine alternde Bevölkerung. Bereits heute leben in Deutschland mehr über 64-Jährige als unter 15-Jährige.

Um den Bevölkerungsrückgang und seine wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen zu kompensieren, bräuchte Deutschland einen deutlich positiven Wanderungssaldo. Doch die Nettozuwanderung nahm nach der Jahrtausendwende lange Zeit kontinuierlich ab. Unter anderem beeinflusst durch Bereinigungen in den Melderegistern war die Wanderungsbilanz für die Jahre 2008 und 2009 sogar negativ. 2010 verzeichnete Deutschland dagegen wieder einen Wanderungsüberschuss von knapp 130.000 Menschen. 2011 dürfte der Überschuss noch deutlich höher ausfallen - das Statistische Bundesamt beziffert ihn nach vorläufigen Berechnungen auf mindestens 240.000 Personen. Die Einwohnerzahl Deutschlands dürfte dadurch erstmals seit acht Jahren wieder leicht gestiegen sein. Mit 81,8 Millionen Menschen lebten demnach Ende 2011 über 50.000 Personen mehr in Deutschland als zum gleichen Vorjahreszeitpunkt. Der Wanderungsüberschuss konnte somit selbst die Tatsache kompensieren, dass 2011 lediglich 660.000 bis 680.000 lebend geborene Kinder etwa 835.000 bis 850.000 Sterbefällen gegenüber standen.

Mehr Zuwanderung nach dem Wegfall von Arbeitsmarktbeschränkungen für EU-8-Länder

Deutlichen Einfluss auf die Zuwanderung hatte der Wegfall der Arbeitsmarktbeschränkungen für Bürger der sogenannten EU-8-Länder (Polen, Tschechische Republik, Ungarn, Slowakei, Slowenien, Estland, Lettland und Litauen). Seit dem 1.Mai 2011 gilt auch für sie die uneingeschränkte Arbeitnehmerfreizügigkeit. Bürger aus den EU-8-Staaten können seitdem eine Beschäftigung in Deutschland antreten, ohne vorher eine Arbeitserlaubnis zu beantragen. In den Monaten Mai bis Oktober ergab sich aus diesen Ländern ein Anstieg der Zuwanderung um 150 Prozent gegenüber dem Vorjahr: Während 2010 in diesem Zeitraum nur etwa 30.000 Personen nach Deutschland zuwanderten, waren es 2011 über 76.000.

Getragen wird der Anstieg der Zuwanderung vor allem von Migranten aus Polen, die zum großen Teil in der Leiharbeit, dem Baugewerbe und dem verarbeitenden Gewerbe tätig werden. In den Monaten Januar bis Oktober überquerten im vergangenen Jahr 40.000 Menschen mehr die polnische Grenze nach Deutschland als noch im Jahr zuvor. Ebenfalls stark angestiegen ist die Zuwanderung aus Ungarn und der Slowakei mit einem Gesamtzuwachs von 11.000 Personen im selben Zeitraum. Und auch aus den EU-2-Staaten Rumänien und Bulgarien, für die der Arbeitsmarkt erst 2014 komplett geöffnet werden soll, kamen im letzten Jahr mehr Menschen nach Deutschland. Bis Oktober ergab sich im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg von 15.000 Zuwanderern.

Der Wegfall der Übergangsregelungen zeigt Wirkung
Wanderungssaldo zwischen Deutschland und den EU-8 Ländern 2010 und 2011*

* Für das letzte Quartal 2011 stehen noch keine nach Herkunftsländern gegliederten Daten zur Verfügung.

Mit einer Nettozuwanderung von 98.000 Personen ist für die Monate Januar bis Oktober 2011 ein deutlicher Anstieg der Zuwanderung aus den EU-8-Ländern nach Deutschland zu verzeichnen. Gerade für die Monate Mai bis Oktober nach dem Inkrafttreten der Arbeitnehmerfreizügigkeit zeigt sich eine Steigerung von über 150 Prozent gegenüber denselben Monaten des Vorjahres (Datengrundlage: Statistisches Bundesamt).

Trotz des Anstiegs liegt die Zahl der Zugewanderten aus den neuen Mitgliedsstaaten mit 100.000 Personen für die ersten zehn Monate des Jahres eher am unteren Rand des Spektrums der Erwartungen. Hans-Werner Sinn, Präsident des Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo, hatte vor dem Wegfall der Beschränkungen mit weit mehr als 140.000 Arbeitsmigranten jährlich gerechnet. Das Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) prognostizierte, auf Basis von Befragungsdaten des Eurobarometers, gar einen Zuzug von etwa 800.000 Personen in den zwei Jahren nach dem 1. Mai 2011. Dies ist anhand der Zahlen bis Oktober wohl nicht mehr zu erreichen. Die Prognosen im Vorfeld gaben Spekulationen über die Chancen und Risiken eines freien Arbeitsmarktes viel Raum. Erhofft wurde eine Linderung des Fachkräftemangels, befürchtet ein für die Arbeitslosigkeit und das Lohnniveau schädlicher Ansturm von osteuropäischen Arbeitnehmern auf den deutschen Arbeitsmarkt. Dieser Ansturm ist bislang ausgeblieben. Für die Zeit von April bis Dezember beziffert die Bundesagentur für Arbeit den Zuwachs an neu registrierten Beschäftigten aus den EU-8 Staaten auf 59.000 Personen. Nach Einschätzung des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) sind die Zuzugszahlen zu gering, um Löhne und Arbeitslosigkeit hierzulande zu beeinflussen.

Bessere Chancen auf Arbeit: Krise treibt Griechen und Spanier nach Deutschland

Ebenfalls Anteil am Wanderungsgewinn haben Menschen aus den Ländern, die von der Schulden- und Finanzkrise besonders betroffen sind. Im ersten Halbjahr 2011 zog es deutlich mehr Menschen aus Südeuropa nach Deutschland als im selben Vorjahreszeitraum. So stieg der Zuzug aus Spanien um 49 Prozent an, jener aus Griechenland gar um 84 Prozent. Doch die absoluten Zahlen relativieren die hohen Zuwachsraten. Bis Oktober 2011 kamen knapp 10.000 Griechen und 5.000 Spanier mehr nach Deutschland als ein Jahr zuvor. Hohe Arbeitslosigkeit sorgt für einen anhaltenden Wanderungsdruck aus den südeuropäischen Ländern. Da dort vor allem die Jugendarbeitslosigkeit massiv gestiegen ist, sind es oft junge Menschen, die sich auf dem deutschen Arbeitsmarkt bessere Chancen versprechen.

Hohe Arbeitslosigkeit als Antrieb für Krisenwanderung
Arbeitslosenquote unter 25 Jähriger in Prozent von 2008 bis 2011

Nirgendwo sonst in Europa sind so viele Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren ohne eigenes Einkommen wie in Spanien. Als Folge der Wirtschaftskrise hat sich die Jugendarbeitslosigkeit seit 2008 mehr als verdoppelt, fast jeder zweite junge Spanier hat keine Arbeit. Katastrophal sind die Auswirkungen der Krise auch für junge Griechen: In den ersten Monaten dieses Jahres gibt es nach jüngsten Erkenntnissen in Griechenland sogar erstmals mehr Jugendliche ohne Arbeit als in Lohn und Brot. Die Aussicht auf harte Sparmaßnahmen erhöht den Druck auf die Arbeitsuchenden zusätzlich. Im Vergleich zu den Ländern Südeuropas steht Deutschland mit neun Prozent Jugendarbeitslosigkeit für 2011 vergleichsweise gut da (Datengrundlage: Eurostat).

Laut Ilona Riesen vom Institut der Deutschen Wirtschaft hat sich - auch aufgrund der Zuwanderung aus anderen europäischen Staaten - die Qualifikationsstruktur der Zuwanderer nach Deutschland in den letzten Jahren verändert, es wandern anteilsmäßig mehr Qualifizierte und Hochqualifizierte ein. Denn gerade Uni-Absolventen sehen in ihren Heimatländern oftmals nicht die Möglichkeit, eine ihrer Bildung entsprechende Anstellung zu bekommen. Sie können für den deutschen Arbeitsmarkt sehr hilfreich sein, sollte es Unternehmen und Wirtschaftsverbänden gelingen ihnen eine Perspektive anzubieten.

Auch wenn derzeit viele Süd-, Ost- und Mitteleuropäer nach Deutschland zuwandern, wird sich der Zuwanderungsbedarf langfristig nicht allein innereuropäisch decken lassen. Denn auch die anderen europäischen Bevölkerungen altern und viele schrumpfen ähnlich wie Deutschland - die langfristigen Abwanderungspotenziale an jungen, gut qualifizierten Menschen sind also begrenzt. Da Zuwanderung aus sogenannten Drittstaaten von Deutschland bislang sehr restriktiv gehandhabt worden ist, dürfte auch sie in absehbarer Zeit nicht ausreichen, um die demografische Schrumpfung umzukehren. Vor allem, weil die Sterbeüberschüsse in Deutschland in den kommenden drei Jahrzehnten deutlich anwachsen werden. Der Anstieg der Bevölkerung Deutschlands im Jahr 2011 muss daher als demografischer "Ausreißer" angesehen werden - ein Vorbote langfristiger Bevölkerungszuwächse ist er keinesfalls.

Links / Literatur

Bundesagentur für Arbeit (2012): Auswirkungen der uneingeschränkten Arbeitnehmerfreizügigkeit auf den Arbeitsmarkt. http://www.statistik.arbeitsagentur.de

Bundesministerium des Innern (2011): Demografiebericht - Bericht der Bundesregierung zur demografischen Lage und künftigen Entwicklung des Landes. www.bmi.bund.de

Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (2011): Arbeitnehmerfreizügigkeit - Neue Potentiale werden bisher kaum genutzt. www.iab.de

Institut der deutschen Wirtschaft Köln (2011): Migrations- und Arbeitsmarktwirkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit. http://www.iwkoeln.de/de/studien/iw-trends/beitrag/53424

Statistisches Bundesamt (2012): Pressemitteilung Nr.14 - Für 2011 wird mit einer leichten Bevölkerungszunahme gerechnet. www.destatis.de

Statistisches Amt der europäischen Union (2012): Eurostat-Online Datenbank. http://epp.eurostat.ec.europa.eu

Ilona Riesen - Institut der deutschen Wirtschaft Köln: Interviewbeitrag im Deutschlandradio Kultur vom 19.10.2010. http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1299259/






 

Das Ende der demografischen Dividende
Trotz des Drachenjahres wird Chinas Bevölkerung bald schrumpfen

Am 22. Januar hat in der ostasiatischen Welt das Jahr des Drachens begonnen. Kinder, die im Zeichen des feuerspuckenden Fabelwesens das Licht der Welt erblicken, sind der Legende nach besonders mutig und weise. Ihren Familien bringen sie Glück. Bis zum 9. Februar 2013, wenn das chinesische Kalenderjahr endet, ist also eine besonders gute Zeit für Nachwuchs. Wer noch bis zum 2. Mai ein Kind zeugt, so die Berechnungen der chinesischen Ärzte, wird vor Ablauf des Mondkalenders ein Drachenbaby als Nachwuchs begrüßen können. Doch ob der Glaube an das Drachenglück tatsächlich zu einem rasanten Anstieg der Geburten führen wird, ist fraglich. Denn in früheren Drachenjahren, zuletzt 2000, brachten chinesische Frauen nicht wesentlich mehr Kinder zur Welt als es der Trend vorhersagte. Für 2012 würde das bedeuten, dass die chinesische Geburtenrate wie schon in den vorigen Jahren niedrig bleibt.

Kein Babyboom im Jahr des Drachen
Durchschnittliche Kinderzahl je Frau in China, 2000 bis 2011

Im Jahr 2000, als China zuletzt das Jahr des Drachen feierte, notierte China die höchste Kinderzahl je Frau seit der Jahrtausendwende. Von einem Babyboom im Drachenjahr konnte dennoch keine Rede sein, da sie sich auch in den folgenden zwei Jahren auf ähnlichem Niveau bewegte. Aufgrund der niedrigen Kinderzahlen wird die Volksrepublik nach Schätzungen der Vereinten Nationen mit 1,4 Milliarden Menschen ihren Bevölkerungshöchststand erreichen und dann beginnen zu schrumpfen. (Datengrundlage: CIA, The World Factbook, Washington DC)

China steckt in einer demografischen Krise. Frauen bringen dort im Schnitt nur noch 1,4 Kinder zur Welt und damit weitaus weniger als die 2,1, die notwendig wären, um die Bevölkerungszahl langfristig stabil zu halten. Die Zeit der demografischen Dividende ist damit beinahe vorbei.

Als demografische Dividende werden die volkswirtschaftlichen Gewinne beschrieben, die entstehen können, wenn die Kinderzahlen je Frau von einem hohem auf ein niedriges Niveau sinken. Denn damit steigt der Anteil der erwerbstätigen Bevölkerung im Verhältnis zur Kinder- und Jugendgeneration. Das Land muss dann weniger Menschen versorgen und kann gleichzeitig produktiver werden. Allerdings nur, wenn es in Arbeitsplätze investiert, um die erwerbsfähige Bevölkerung auch in Lohn und Brot zu bringen. Verpassen es Staaten in dieser Situation zudem, ein gutes Bildungssystem aufzubauen, droht langfristig ein konjunktureller Abschwung. Denn die jeweils kleineren, nachwachsenden Generationen müssen stetig besser qualifiziert werden, um dauerhaft wirtschaftliche Erträge zu garantieren. Die demografische Dividende schüttet sich also nicht von alleine aus, sondern muss gezielt eingestrichen werden.

Laut einer Studie des Berlin-Instituts (http://www.berlin-institut.org/fileadmin/user_upload/Veroeffentlichungen/Wachstum/Schwieriges_Wachstum_online_NEU.pdf) hat das besonders Südkorea beispielhaft gemeistert als dort die Geburtenraten in den 1960er Jahren deutlich zu sinken begannen. Das Land hat daraufhin Steuermehreinnahmen in den Ausbau der Gesundheits- und Bildungssysteme investiert. Die immer besser gebildeten und zahlenmäßig immer kleineren Nachfolgekohorten wirtschaften jeweils produktiver als ihre Eltern. Nun befindet sich Südkorea im nächsten Abschnitt des demografischen Übergangs, in dem seine Bevölkerung zunehmend altert. Doch darauf hat sich das Land durch den Aufbau eines funktionierenden sozialen Sicherungssystems gut vorbereitet.

Auch der wirtschaftliche Erfolg Chinas lässt sich zumindest zu Teilen auf die demografische Dividende zurückführen. Doch ähnlich wie in Südkorea oder den Schwellenländern Brasilien und Argentinien wird in den kommenden 25 Jahren die heutige kopfstarke arbeitsfähige Bevölkerung Chinas in Rente gehen. Bis zuletzt galt der asiatische Bevölkerungskoloss mit 1,3 Milliarden Einwohnern als nachlässig darin, ein tragfähiges Rentensystem aufzubauen, wie das Berlin-Institut (http://www.berlin-institut.org/online-handbuchdemografie/bevoelkerungsdynamik/regionale-dynamik/china.html) bereits 2007 feststellte.

Das Ende der Dividende läutet die Alterung ein
Bevölkerungszahl Chinas nach Altersgruppen, 2000 bis 2040

China altert. Bis 2040 dürfte sich die Zahl der über 64-Jährigen in China etwa verdreifachen, während die Gesamtbevölkerung annähernd konstant bleibt. Generell verläuft die Alterung der Gesellschaft in Schwellen- und Entwicklungsländern wesentlich schneller als in Europa. In Frankreich etwa verdoppelte sich der Anteil der über 59-Jährigen an der Bevölkerung binnen 115 Jahren von sieben auf 14 Prozent. In China stieg der Anteil von 10,3 auf 13,3 Prozent allein im Zeitraum von 2000 bis 2011. (Datengrundlage: Vereinte Nationen, World Population Prospects: The 2010 Revision, New York)

Und damit nicht genug. Chinas Bevölkerung dürfte Prognosen zufolge noch im nächsten Jahrzehnt zu schrumpfen beginnen. Daran wird auch ein mögliches Ende der umstrittenen Ein-Kind-Politik nicht viel ändern können. Zwar deklariert die chinesische Regierung das 1978 aus Furcht vor einer Bevölkerungsexplosion verabschiedete Gesetz als erfolgreiche Maßnahme gegen das Bevölkerungswachstum, doch gelten weniger restriktive Alternativen gemeinhin als geeigneter, um die Kinderzahlen zu verringern. Denn andere asiatische Staaten wie Indonesien oder Thailand konnten ihre Geburtenraten ebenfalls senken - durch Aufklärungskampagnen und die Vergabe von Verhütungsmitteln. Vor allem aber durch einen verbesserten Lebensstandard. Denn dort, wo Kinder nicht mehr notwendig sind, um das Überleben der Familie zu sichern, sondern im Gegenteil hohe Ausbildungskosten bedeuten, entscheiden sich Paare häufiger gegen zahlreichen Nachwuchs. Diese Entwicklung hat sich auch in China eingestellt. Chinesischen Paaren ein zweites Kind zu gestatten, dürfte damit wohl nicht zu einem wesentlichen Anstieg der Geburtenrate führen.

Den Chinesen bleibt keine Wahl, als sich auf eine schrumpfende Bevölkerung einzustellen - zunächst auf eine schrumpfende Erwerbsbevölkerung. Bald geht es hier darum, die entstehende Lücke auf dem Arbeitsmarkt zu schließen und Einwanderer anzulocken - auch dann, wenn sich wider Erwarten im Jahr des Drachen überdurchschnittlich viele chinesische Paare für ein Kind entscheiden sollten. Eine demografische Trendwende wird dadurch nicht eingeläutet.

Literatur / Links

Sippel, Lilli / Woellert, Franziska / Klingholz, Reiner (2010): Schwieriges Wachstum - Bevölkerungsdynamik - das vergessene Thema der Entwicklungspolitik. (http://www.berlin-institut.org)

Taubmann, Wolfgang (2007): Bevölkerungsentwicklung in China. Online Handbuch. (http://www.berlin-institut.org)

The Economist (2011): The most surprising demographic crisis - A new census raises questions about the future of China's one-child policy. (http://www.economist.com)

United Nations (2011): World Population Prospects. Highlights and Advance Tables. (http://esa.un.org)







 

In eigener Sache
Einschätzung der Demografiestrategie der Bundesregierung

Am heutigen Mittwoch, den 25.04.2012, hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung eine Einschätzung von Dr. Reiner Klingholz zur Demografiestrategie der Bundesregierung veröffentlicht. Zu dem Dokument gelangen Sie über diesen Link.

















Ausgabe 136, 19.04.2012

Der Newsletter DEMOS Informiert, über demografische Veränderungen und deren Auswirkungen auf Politik, Entwicklung, Wirtschaft und Gesellschaft.

Der Abdruck von Grafiken und Artikeln ist honorarfrei. Um die Übersendung eines Belegexemplares wird gebeten.

Wenn Sie den Newsletter DEMOS nicht mehr erhalten wollen, können Sie sich hier abmelden.

  
 
 
 

Dieser Newsletter wird herausgegeben vom Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung
Schillerstr. 59
10267 Berlin

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Reiner Klingholz
reiner.klingholz@berlin-institut.org
Telefon: 030-22324845