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Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung: Flucht und Migration aus afrikanischer und europäischer Perspektive

Flucht und Migration aus afrikanischer und europäischer Perspektive

Mitte März 2018 fand in der senegalesischen Hauptstadt Dakar ein internationaler Workshop für afrikanische und europäische Journalisten zum Thema Migration statt. Ziel der Veranstaltung, an der 20 führende Mitarbeiter von Fernseh- und Radiosendern sowie Printmedien teilnahmen, war es, Hintergründe für Migration und Flucht darzustellen und Ideen für die journalistische Darstellung dieser Problematik zu erarbeiten. Bisher ist Migration kein prägendes Thema in den afrikanischen Medien, obwohl gerade Westafrika zu einem Dreh- und Angelpunkt für regionale und internationale Wanderungsströme, aber auch für kriminellen Menschenschmuggel geworden ist.

Auf dem einwöchigen Workshop konnten internationale Referenten, darunter Reiner Klingholz, der Direktor des Berlin-Instituts, zentrale Fakten und Hintergrundinformationen an die Journalisten vermitteln. Zugleich diente das Treffen der Netzwerkbildung mit erfahrenen europäischen Journalisten, die bereits seit längerem über das Thema Flucht und Migration berichten, wenngleich aus anderer Perspektive.

Organisiert hatten die „Spring School on Media and Migration“ das Erich-Brost-Institut für internationalen Journalismus der TU Dortmund gemeinsam mit der Dortmunder Nichtregierungsorganisation Africa Positive e.V. und der African Media Initiative. Finanziert wurde des Projekt von der Robert Bosch Stiftung.

Zwei Interviews mit teilnehmenden Journalisten machen deutlich, wie unterschiedlich das Thema Migration in Ländern wie Polen und Senegal wahrgenommen und behandelt wird:

 

„Meine Nachricht ist: Ihr müsst hierbleiben und hier etwas aufbauen.“
Interview mit der senegalesischen Journalistin Codou Loume

 

„Ukrainer nennt man bei uns ‚die Unsichtbaren‘, weil sie sich so gut anpassen.“
Interview mit dem polnischen Journalisten Michal Kokot