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Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung: „(R)einer geht, eine kommt“

„(R)einer geht, eine kommt“

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat gestern Abend dreierlei gefeiert: den Abschied von seinem langjährigen Direktor Reiner Klingholz, den Start der neuen Direktorin Catherina Hinz und – leicht verspätet – den 18. Geburtstag des Instituts. 

Den Auftakt des Abends machte der Gründer und heutige Stiftungsratsvorsitzende Hans Fleisch. Er führte die knapp 100 Gäste durch die Geschichte des Berlin-Instituts, von den schwierigen Anfängen über die erste Deutschland Studie, die das Berlin-Institut bekannt machte, bis hin zur einflussreichen Denkfabrik mit Hebelwirkung, die das Institut heute ist.

Das Berlin-Institut habe sich zu einer der wichtigsten Katalysatoren in der Diskussion um den demografischen Wandel entwickelt, betonte auch Christoph Zeckra von Generali, der stellvertretend für den Förderkreis des Instituts sprach. Reiner Klingholz sei dabei die treibende Kraft gewesen. Zeckra stellte zudem klar, wie wichtig die flexibel einsetzbaren Förderkreismittel seien, damit das unabhängige Berlin-Institut Zukunftsthemen auf die politische Agenda setzen könne.

Als dritter Redner zollte Franz Müntefering Reiner Klingholz und seinem Team Dank und Respekt. „Wissen was ist“, dazu habe das Berlin-Institut immer beigetragen – sachkundig, informativ, anregend, manchmal auch mahnend und fordernd. Er sprach zu einem Kernthema des Berlin-Instituts, zur Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse, und hob hervor, dass die Kommunalpolitik „nicht das Kellergeschoss der Demokratie, sondern eine tragende Säule“ sei. Seine Rede können Sie hier nachlesen.

Alle Redner wünschten dem Berlin-Institut, dass seine Erfolgsgeschichte auch unter der neuen Leitung weitergeht. Im moderierten Gespräch mit Catherina Hinz erfuhr das Publikum, dass sie dem Thema Demografie seit der Weltbevölkerungskonferenz in Kairo 1994 eng verbunden ist. In Zukunft möchte sie an die bisherige Arbeit anknüpfen, aber gleichzeitig auch neue Impulse setzen und den Arbeitsbereich internationale Demografie weiterentwickeln.

Dazu braucht es natürlich auch die Mitarbeiter des Berlin-Instituts. Das kleine Team gab im letzten Beitrag des Abends einige der Lektionen preis, die Reiner Klingholz sie gelehrt hatte. Eine davon lautet, dass das Verb-Substantiv-Verhältnis in einem Satz nie unter 0,5 fallen darf. Eine andere, dass es in der Demografie nicht um Zahlen geht, sondern um die Menschen dahinter.

Das letzte Wort hatte Reiner Klingholz. Er erklärte die Wirkweise, die Erfolge und die Widrigkeiten, die das Berlin-Institut unter seiner Leitung erlebte, am Beispiel der Studie „Not am Mann“. Die Erfolge hob er dabei als Teamleistung hervor. Dieser Sichtweise entspringt auch die tiefe Zuversicht, die er für die Zukunft des Berlin-Instituts hat. Sein Arbeitsethos blitzte in einem freudschen Versprecher auf, als er statt des Büffets das Büro eröffnete. Er trennt eben nicht scharf zwischen Work und Life – und wird das sicher auch in Zukunft nicht tun.

 

Die Feier in Bildern

Das Team nutzt die Ruhe vor dem Sturm für ein letztes Gruppenfoto mit alter und neuer Leitung.

Gäste des Berlin-Instituts bei der Abschiedsfeier von Reiner Klingholz in Berlin-Charlottenburg.

Hans Fleisch präsentiert eine Festschrift mit demografischen Beiträgen zum Abschied von Reiner Klingholz. Dieser freut sich über das Überraschungsgeschenk, das das Team ohne sein Wissen vorbereitet hat.

Christoph Zeckra, Generali Deutschland AG, spricht stellvertretend für den Förderkreis.

Franz Müntefering würdigt die Arbeit des Berlin-Instituts.

Catherina Hinz im Gespräch mit Hans Fleisch.

Reiner Klingholz dankt dem Stiftungsrat, Förderkreis und Wissenschafltichen Beirat sowie seinen (ehemaligen) Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Projektpartnern für die gute Zusammenarbeit.

Für das Berlin-Institut arbeiten neun festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - nun unter Führung der neuen Direktorin Catherina Hinz.