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Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung: Festschrift zum Abschied von Reiner Klingholz

Festschrift zum Abschied von Reiner Klingholz

Als Reiner Klingholz 2003 geschäftsführender Direktor des Berlin-Instituts wurde, konnte hierzulande nicht einmal die Hälfte der Menschen etwas mit dem Begriff demografischer Wandel anfangen. Es war eines der Kernanliegen des Berlin-Instituts, den Informationsstand zu verbessern und das Bewusstsein für den demografischen Wandel zu schärfen. Heute haben gemäß einer Allensbach-Umfrage immerhin 75 Prozent der Bevölkerung schon einmal vom demografischen Wandel gehört oder darüber gelesen. Dass dies auch ein Verdienst von Reiner Klingholz und seinem Team ist, bezeugen zwölf externe Stimmen, die in der Festschrift zu Wort kommen. Außerdem erklären fünf interne Stimmen, wie das Berlin-Institut sich unter Reiner Klingholz‘ Leitung zu dem entwickelt hat, was es heute ist.



Babyboomer Klingholz bringt den demografischen Wandel ins Berlin-Institut

Zuletzt schrieb das Berlin-Institut viel darüber, was es bedeutet, wenn die Babyboomer den Arbeitsmarkt nun nach und nach in Richtung Ruhestand verlassen. Mit Reiner Klingholz hat das Berlin-Institut die Herausforderung „scheidende Babyboomer“ selbst erlebt – und bewältigt, indem es den Generationswechsel nicht nur geduldet, sondern aktiv und verantwortlich eingeleitet hat. Catherina Hinz ist seit 1. September 2019 geschäftsführende Direktorin und Vorstand.

 

Im Spiegel des Publikums

In der Festschrift legen ausgewählte Expertinnen und Experten aus verschiedenen gesellschaftlichen Feldern ihre spezifische Sicht auf Kernthemen des Berlin-Instituts dar. Die hochkarätigen Beiträger spiegeln dabei die Zielgruppe des Berlin-Instituts wider – Politik, Presse, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft:

  • Gabriel Felbermayr beantwortet die Frage, ob Migration den demografischen Wandel Deutschlands aufhalten kann;
  • Ralf Fücks legt dar, weshalb Demografie kein unentrinnbares Schicksal ist, sondern mit den Mitteln der Moderne bewältigt werden kann;
  • Ursula Lehr schildert, was Älterwerden in einer Zeit des Wandels bedeutet und welche Potenziale die Älteren haben;
  • Franz Müntefering benennt die Stellschrauben für mehr Generationengerechtigkeit und erklärt, weshalb er einen Generationenkrieg für unwahrscheinlich hält;
  • Philipp Oswalt fordert angesichts des Bevölkerungsschwunds im ländlichen Raum neue Regeln und Modelle für die Daseinsvorsorge;
  • Dirk Roßmann verdeutlicht, wie das hohe Bevölkerungswachstum in Afrika die Bewältigung anderer Herausforderungen regional und global erschwert;
  • Wolfgang Schäuble zeigt auf, weshalb der demografische Wandel den gesellschaftlichen Zusammenhalt auf die Probe stellt;
  • Johannes Schröder und Harald Welzer vertreten die These, dass die Volksparteien ihre Zukunft aufgrund des demografischen Wandels hinter sich haben;
  • Andrea Seibel skizziert die Thinktank-Landschaft und führt aus, welche besondere Rolle das Berlin-Institut aus ihrer Sicht darin spielt;
  • Rita Süssmuth zeichnet Deutschlands Weg vom Rotations- zum Einwanderungsland nach und betont, wie wichtig die rasche Integration für Zuwanderer und Aufnahmegesellschaft ist;
  • Olaf Zimmermann beschreibt, wie Zusammenhalt angesichts von Zuwanderung, Binnenwanderung und Stadt-Land-Unterschieden gelingen kann.

 

Der Wandel im Berlin-Institut – das Berlin-Institut im Wandel

Wenn Reiner Klingholz sich zum 31. August 2019 in den Ruhestand verabschiedet, ist dies auch ein guter Moment, um die Geschichte des Berlin-Instituts Revue passieren zu lassen, denn die Historie des Instituts zählt nur gut zwei Jahre mehr als die Amtszeit des scheidenden Direktors – zumindest, wenn der erste Gründungsversuch nicht mit eingerechnet wird.

 

Wofür das Logo des Berlin-Instituts steht

Hätten Sie’s sofort erkannt? Das Logo des Berlin-Instituts ist ein stilisiertes „bi“, gestaltet in Anlehnung an ein Balkendiagramm. Mit ein bisschen Fantasie können die drei Säulen auch eine Familie symbolisieren. Das Logo verwendet die institutstypischen Farben.

 

Die Festschrift zeichnet den Weg von der Gründungsidee über die Anfangsjahre der Gedankenschmiede hin zur einflussreichen Denkfabrik nach und gibt dabei manche Zutat im Erfolgsrezept preis, ohne die Herausforderungen zu verschweigen, die Reiner Klingholz und sein Team im Laufe der Jahre zu meistern hatten. Dieser interne Teil ist ein Blick zurück nach vorn (so auch der Titel von Catherina Hinz‘ Beitrag). Denn bei allem, was das Berlin-Institut mit Reiner Klingholz erreicht hat, zeigt die eingangs erwähnte Umfrage doch auch: 21 Prozent der Bevölkerung ist immer noch nicht bekannt, was der demografische Wandel ist und welche Herausforderungen er mit sich bringt. Den restlichen vier Prozent scheint er egal. Das Berlin-Institut hat seinen (Bildungs-) Auftrag also noch längst nicht erfüllt und macht weiter – auch ohne Reiner Klingholz.

 

Das Berlin-Institut dankt seinem Förderkreis für die Ermöglichung der Festschrift.
Sie kann kostenlos als PDF heruntergeladen werden unter:
https://www.berlin-institut.org/publikationen/studien/demografischer_wandel_im_berlin-institut

 

Für Fragen stehen Ihnen zur Verfügung:
Catherina Hinz, hinz(at)berlin-institut.org, Tel.: 030-31 01 75 60
Dr. Tanja Kiziak, kiziak(at)berlin-institut.org, Tel.: 030-31 01 73 24