Facebook
Twitter
Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung: Neue Agenda für die Hauptstadt baut auf Vorschlägen des Berlin-Instituts auf

Neue Agenda für die Hauptstadt baut auf Vorschlägen des Berlin-Instituts auf

Vor einem knappen Jahr hat das Berlin-Institut die Studie „Berlin 2030. Grundzüge einer smarten Wachstumsstrategie“ vorgestellt. Denn die deutsche Hauptstadt wächst. Allein in den kommenden zehn Jahren könnte bis zu eine halbe Million Einwohner hinzukommen. Doch bisher hat die Verwaltung keine überzeugende, ressortübergreifende Strategie vorgelegt, wie dieses Wachstum im Sinne aller Berliner zu bewältigen wäre.

 

Wie sollen angesichts wachsender Kinderzahlen die Schulen ausgestattet werden, die es schon heute nicht schaffen, den Jugendlichen auch nur eine durchschnittliche Bildung mitzugeben? In welchen Wohnungen sollen die vielen Neubürger leben und welche Verkehrsplanung gibt es für den Zuwachs? Wie kann die Verwaltung an das digitale Zeitalter angepasst werden und wie lassen sich die diversen Großprojekte einem würdigen und bezahlbaren Ende zuführen? Wie kann Berlin seine Rolle nicht nur als angesagte, sondern auch als wirtschaftsstarke europäische Metropole festigen?

 

All diese Herausforderungen lassen sich nur bewältigen, heißt es in der Studie des Berlin-Instituts, wenn der regierende Bürgermeister Berlins eine Wachstumsstrategie zur Chefsache macht, ähnlich wie es in Hamburg seit über zehn Jahren mit großem Erfolg geschieht; wenn alle Ressorts ihre Aufgaben und Zuständigkeiten erhalten, wenn die Fortschritte regelmäßig kontrolliert und Ziele sowie Maßnahmen der Strategie an sich verändernde Rahmenbedingungen (wie etwa die Flüchtlingszuwanderung) angepasst werden.

 

Die gleichen Forderungen stellt jetzt ein Gutachten des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) mit dem Titel: „Agenda für eine wachsende Stadt“. Auch dieses Gutachten nimmt die positive demografische und wirtschaftliche Entwicklung Berlins zum Anlass, zu fragen, wie es ohne erkennbares Konzept weitergeht mit dem Aufschwung in der Hauptstadt. Es gelte, heißt es in dem Papier „den Wachstumsprozess so zu gestalten, dass Berlin nicht nur größer, sondern prosperierender, lebenswerter, sozial ausgeglichener und ökologisch nachhaltiger wird.“

 

Zu den Empfehlungen des Gutachtens gehören unter anderem ein Investitionsprogramm, eine Verjüngung und Modernisierung der stark überalterten Verwaltung, eine Verkehrspolitik, die sowohl einen effizienten Fahrradverkehr möglich macht als auch den erforderlichen Flugbetrieb sichert oder ein Reformprogramm für Schulen und Hochschulen. Auch eine engere Zusammenarbeit Berlins und Brandenburgs fordern die Autoren, um das Wachstum auf eine größere Fläche zu verteilen und um die umliegenden Regionen von dem Aufschwung profitieren zu lassen.

 

Das Gutachten des VBKI erreichen Sie unter https://www.vbki.de/sites/default/files/public%3A/VBKI_Wachsende-Stadt_28092016_online_opt.pdf.

 

Die Studie des Berlin-Instituts erreichen Sie unter http://www.berlin-institut.org/index.php?id=1098.