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Warum eine wachsende Weltbevölkerung nicht steigenden Weltenergieverbrauch bedeuten muss


In einem Cartoon könnte der folgende Dialog dargestellt werden. Fragt der wohl situierte Bürger aus dem reichen Norden besorgt: "Wie viel Weltbevölkerung können wir uns noch leisten?" Und meint dabei den Bevölkerungszuwachs in den Entwicklungsländern, den davon ausgehenden Druck auf die natürlichen Ressourcen und auf die Verschärfung globaler ökologischer Krisen, allem voran das Klimaproblem; antwortet der Bauer aus dem armen Süden: "Wir wissen, dass der Bevölkerungszuwachs für uns ein Problem ist. Aber die eigentliche Frage lautet doch: Wie viele Amerikaner und Europäer können wir uns noch leisten?" Die nachfolgende Abbildung 1 macht am Beispiel der historisch verursachten CO2-Emissionen pro Kopf deutlich, wie recht die Entwicklungsländer haben, wenn sie den reichen Norden dazu auffordern, nicht nur in Worten, sondern aktiv bei der Senkung des Naturverbrauchs pro Kopf und beim Klima- und Ressourcenschutz voranzugehen.

Die Verpflichtung der Industrieländer zum Klimaschutz

Bisherige und zukünftige Kohlenstoff-Emissions-Zeitprofile verschiedener Regionen unter der Annahme gleich-mäßiger CO2-Emissionen pro Kopf über alle Länder und Generationen gemittelt. Das Szenario zielt auf eine Stabi-lisierung der atmosphärischen CO2-Konzentration bei zweifacher vorindustrieller Konzentration ab 2100. Die Grafik zeigt, dass die USA der Atmosphäre bereits soviel CO2 zugemutet haben, dass sie ab sofort nur noch die pro Kopf und Jahr atmosphärenverträgliche Menge von zwei Tonnen emittieren dürften. Asien hingegen hätte ein großes Nachholpolster (Quelle: Fujii, IIASA 1990).

Die Disparität von Verursachung und Betroffenheit

 

Die Emissionen, der Energie- und Ressourcenverbrauch und die Flächeninanspruchnahme eines Durchschnittsbürgers der OECD-Länder können weder heute und erst recht nicht für die Zukunft auf die noch erheblich anwachsende Weltbevölkerung übertragen werden. In der begrenzten Aufnahmefähigkeit der Senken, allen voran die Atmosphäre, zeigen sich die "Naturschranken", die die eigentlichen Grenzen des Wachstums bilden. Oder zugespitzt formuliert: In ökologischer Hinsicht sind die Industrieländer bankrott, sie haben ihre Verschmutzungsrechte der Atmosphäre aufgebraucht. Hinzu kommt: Die historischen Verursacher des Klimawandels (die heute industrialisierten Länder) werden aller Wahrscheinlichkeit nach weit weniger unter diesem leiden, als die große Bevölkerungsmehrheit in den Entwicklungsländern, die bisher nur gering dazu beigetragen hat. Aus ethischen Gründen müsste diese Disparität von Verursachung und Betroffenheit nicht nur dazu führen, dass die Hauptverursacher (allen voran die USA) eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz einnehmen. Sondern die Industrieländer müssten sogar Wiedergutmachung für den angerichteten Schaden und für die Fahrlässigkeit der unterlassenen Schadensvermeidung betreiben – zumal die Schadensvermeidung in einem beträchtlichen Umfang auch noch profitabel wäre. Denn nur über die Höhe, nicht aber über die Existenz umfangreicher "no regret"-Optionen beim Klimaschutz in den Industrie- und Entwicklungsländern kann noch ernsthaft gestritten werden.

Der dem Schaubild 1 zugrunde liegende fundamentale Gleichheitsgrundsatz und ökologische Imperativ ("jeder Mensch hat das gleiche Nutzungs- und Verschmutzungsrecht") ist zwar in moralischer Hinsicht überzeugend begründbar, aber als Handlungsprinzip der Klimadiplomatie hoffnungslos unrealistisch. Denn die USA wie auch viele andere Industrieländer wären gar nicht in der Lage, ihre Emissionen über Nacht auf das notwendige Maß zu reduzieren. Studien von US-Großforschungseinrichtungen[1] haben allerdings gezeigt, dass mit Klimaschutzaktivitäten in den USA der Lebensstandard verbessert und ein beträchtlicher volkswirtschaftlicher Gewinn gemacht werden kann. Es ist daher nur eine Frage der Zeit und der weltweit verstärkten beispielhaften Aktivitäten (z.B. der EU oder auch von Deutschland), dass die US-Wirtschaft unter dem Druck der Konkurrenz von ihrem Präsidenten und vom US-Senat eine aktivere Klimaschutz-, Energie- und Industriepolitik verlangen wird.

Eine Diversifizierung des Energieangebots reicht nicht

 

Viele Zukunftsvisionen über den Zusammenhang von Energie, Klima und Bevölkerung sind deshalb so düster, weil sie die Möglichkeiten eines klimaverträglicheren technischen Fortschritts (forcierte Steigerung der Energieproduktivität; breite Markteinführung der regenerativen Energien/REG) und von energiepolitischen Lernprozessen durch erfolgreiche Beispiele gewaltig unterschätzen. Dies hängt damit zusammen, dass sich die reale Dominanz der Energieanbieter auf den Energiemärkten im Vorrang von angebotsorientierten Energiestrategien und -szenarien widerspiegeln. Der grundlegende Fehlschluss angebotsorientierter Welt-energie-Szenarien liegt jedoch darin, dass sie durch die mechanistische Verknüpfung von zwei Schlüsselgrößen – der wachsenden Welt-Bevölkerung und einem hohem Pro-Kopf-Energieverbrauch – rechnerisch einen erheblichen Zuwachs des Primärenergieverbrauchs extrapolieren, statt die Möglichkeiten rationellerer Energienutzung bei der Energieerzeugung und Endenergieumwandlung genau zu untersuchen. Angesichts des unumgänglichen Nachholbedarfs pro Kopf und des Bevölkerungswachstums in den Entwicklungsländern ist das Weltenergieproblem jedoch in erster Linie ein Effizienz- und in zweiter Linie ein Versorgungsproblem. Die grundlegende Strategie muss daher lauten: Den Pro-Kopf-Verbrauch in den Industrieländern (durch effizientere Nutzung) drastisch senken (mindestens halbieren) und die notwendige entwicklungsbedingte Steigerung des Pro-Kopf-Verbrauchs in den Entwicklungsländern bei wachsendem Lebensstandard durch Einsatz der modernsten Energieumwandlungstechnologie von Anfang an möglichst gering halten. Heute kann festgestellt werden: Ohne eine wesentlich effizientere Nutzung jeder "verbrauchten" Kilowattstunde Energie[2] können aller Voraussicht nach weder die globalen Risiken einer Klimaveränderung noch die der Atomenergie eingedämmt oder die Verteilungsprobleme knapper Öl- und Gasressourcen friedlich gelöst werden.

Die weltweite Energiewende ist möglich

 

Der weltweite Primärenergieverbrauch kann jedoch – bei üblichen Annahmen über das Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum – bis zum Jahr 2050 nahezu konstant gehalten werden, wenn der rationellen Energienutzung Priorität eingeräumt wird. Wird gleichzeitig die Markteinführung der Kraft-Wärme/Kälte-Koppelung und ein breites Mix aus regenerativen Energien aktiv gefördert, dann können die CO2-Emissionen um etwa 50 Prozent sinken und es kann schrittweise auf die Kernenergie weltweit verzichtet werden. Der Lebensstandard in den Entwicklungsländern entspräche dann dem der OECD-Länder in den 1970er Jahren. Diese revolutionäre Entwicklungsperspektive nachhaltiger Energiesystems hat eine Reihe von Szenarien aufgezeigt, die hier nur an Beispielen demonstriert werden kann.[3]

Werden ein ambitionierter Klimaschutz (eine weltweite CO2-Minderung bis 2050 um etwa 50 Prozent) und Risikominimierung (das heißt Senkung der Import- bzw. Ölabhängigkeit sowie Verzicht auf Kernenergie) als Leitziele der Energiepolitik akzeptiert, dann ist – trotz Zukunftsungewissheit – die Form des Energiesystems weltweit und national nicht mehr beliebig offen. Eine Orientierungshilfe für heutige Richtungsentscheidungen ist möglich, wenn von diesen gewünschten Leitzielen quasi rückwärts geschaut wird (man spricht von "Back-casting"), ob, mit welchen Strategien und Technologien und mit welchen sozioökonomischen Konsequenzen dieses Ziele von heute an erreichbar sind.

Weltweit gibt es über 400 Langfristszenarien (für den Zeitraum bis 2050/2100), die sich bezüglich des Wirtschafts- und Bevölkerungswachstums wie auch der CO2-Emissionen erheblich unterscheiden. Aber der von den Szenarien suggerierte Schein einer beliebig offenen Zukunft trügt, wenn man Nachhaltigkeitsziele als Notwendigkeit unserer weiteren Entwicklung anerkennt. Legt man beispielsweise die wichtigsten Langfristszenarien hinsichtlich der unterstellten Struktur des Kraftwerksparks in Technologieclustern "übereinander" so ergibt sich hinsichtlich der Angebotstechniken ein verblüffend einheitliches Bild: Die langfristige Zukunft des Stromangebots ist weit dezentraler als heute, das heißt der breite Mix der erneuerbaren Energien (insbesondere Solarenergie) und dezentralen Kraft-Wärme/Kälte-Koppelung – Technologien wie Brennstoffzellen spielen eine entscheidende Rolle.[4]

Für den Klimaschutz die entscheidende Frage ist aber: wie verhält sich die Energienachfrage? Selbst bei einem Anteil der erneuerbaren Energien von 60 Prozent im Jahr 2060, also anspruchsvollen Vorgaben wie sie beispielsweise im Weltenergieszenario des Ölkonzerns Shell Mitte der 1990er Jahre formuliert worden sind[5], verdoppeln sich die CO2-Emisisonen anstatt auf 50 Prozent zu sinken wie es der Weltklimarat für notwendig hält. Der Hintergrund hierfür ist typisch für die meisten Weltenergieszenarien, die bis zum Ende des 20. Jahrhundert entwickelt wurden: Sie analysierten mehr oder weniger detailliert die Diversifizierung des Energieangebots und unterschätzten gewaltig die enormen Potentiale der Energieeffizienz. Folge hiervon ist, dass der "Sockel" der fossil-nuklearen Energien und die damit verbundenen Risiken (CO2-Emissionen, Nuklearrisiken) in der Regel (in absoluten Größen betrachtet) weiter ansteigen und dass die erneuerbaren Energien "additiv" einbezogen werden, um die scheinbar unaufhaltsam davon laufende Energienachfrage befriedigen zu können. Wer hieraus aber die Botschaft zieht, dass wir uns noch so anstrengen können bei den erneuerbaren Energien (und die Lasten für ihren Aufbau zu tragen haben), der "CO2-Zug" sein dadurch nicht aufzuhalten, irrt. Aus den Szenarioanalysen müssen wir genau die umgekehrte Botschaft ableiten: Der CO2-Zug kann durch erneuerbare Energien gestoppt werden, aber nicht allein, nur in der Kombination mit einer forcierten Effizienzsteigerung und nur mit einer Entkopplung von Energieverbrauch und Wirtschaftswachstum sind die Weltenergieprobleme lösbar.

Dies ist auch der Grundgedanke der "Faktor-Vier-Formel" und des Berichts von Weizsäcker/Lovins an den Club of Rome.[6] Durch eine massive Steigerung der Energieproduktivität (um den "Faktor Vier"), könne, so der Untertitel des Buchs, ein "Doppelter Wohlstand – bei halbiertem Naturverbrauch" erreicht werden. Was seinerzeit für im Weltmaßstab nur postuliert und an Beispielen demonstriert wurde, ist inzwischen in Weltenergieszenarien nachgewiesen worden.

Zur Illustration werden nachfolgend zwei repräsentative nachhaltige Weltenergieszenarien miteinander verglichen, die eine kombinierte Strategie aus Effizienzsteigerung und Ausbau erneuerbarer Energien unter unterschiedlichen Basisannahmen illustrieren. Durch diesen Vergleich kann vermittelt werden, dass unabhängig von Annahmen über die Entwicklung von Weltwirtschaft und -bevölkerung sich die Strategie als robust zeigt.

Das erste Beispiel, das so genannte "Faktor-Vier"-Szenario des Wuppertal Instituts zeigt, dass eine Effizienzsteigerung von jährliche weltweit zwei Prozent[7] ausreichen würde, um in Kombination mit einer forcierten Markteinführung der erneuerbaren Energien die entscheidende Weichenstellung für ein zukunftsfähiges Weltenergiesystem vorzunehmen. Der Welt-Primärenergieverbrauch kann trotz dreifach höherem Weltbruttosozialprodukt bis zum Jahr 2050 nahezu konstant gehalten werden, wenn der rationellen Energienutzung Priorität eingeräumt wird. Wird gleichzeitig die Markteinführung der Kraft-Wärme-(Kälte-)Kopplung) und ein breiter Mix aus erneuerbaren Energien aktiv gefördert, dann können die CO2-Emissionen bis 2050 um etwa 50 Prozent sinken. Im gleichen Zeitraum wird es dann möglich, auf die Kernenergie schrittweise zu verzichten und einen angemessen steigenden Lebensstandard für zehn Milliarden Menschen sicherzustellen, eine wichtige weitere Voraussetzung für eine risikoarme Energieversorgung.

Die unterstellte neue Qualität des technischen und sozialen Fortschritts im "Faktor-Vier"-Szenario ist so einfach wie revolutionär: Berücksichtigt sind nur – zumindest bereits als Prototyp – bekannte Effizienztech­nologien und ihre weltweit forcierte Marktdiffusion innerhalb der nächsten 50 Jahre wird unterstellt. Die zentrale Annahme ist daher, dass durch Kapital- und Technologietransfer und Capacity-Building vor allem im Süden, aber auch im Norden der Diffusionsprozess dieser Techniken bis 2050 erheblich beschleunigt werden kann.

Das Szenario geht also nicht von höchst unsicheren Prognosen über zukünftig mögliche Basisinnovationen aus, sondern von der beschleunigten weltweiten Marktdiffusion heute schon bekannter Hocheffizienztechnologien sowie von deren technologischen Fortentwicklung und Kostendegression durch Massenfertigung. Unter günstigen Rahmenbedingungen und verbunden mit Markteinführungsprogrammen sind – so die zentrale Annahme – innerhalb der nächsten 50 Jahre bei einigen dieser Schlüsseltechnologien (modernste energieeffiziente Prozesstechnik zum Beispiel für Stahl-, Zement- und Papierherstellung, Passiv- und Plus-Energiehäuser, hocheffiziente Haushaltsgeräte und System optimierte elektrische Antriebssysteme, mobile und stationäre Anwendungen von Brennstoffzellen, superleichte und extrem Energie sparende Fahrzeuge[8] eine weit gehende Marktdurchdringung und Kostendegressionen wahrscheinlich.

Hinzu kommt, dass das Verständnis dafür wächst, dass neben diesen Basiseffizienztechnologien die Systemoptimierung über gesamte Prozessketten durch integrierte Planung eine enorme Energie- und Kosteneinsparung ermöglicht. Die in Folge von Effizienzsteigerungen verbesserten Wirkungsgrade multiplizieren sich nämlich auf jeder Stufe von der Primärenergie über die Endenergie bis zur Energiedienstleistung: Sie ermöglichen zum Beispiel für Pumpensysteme Effizienzsteigerung um den Faktor 10 und mehr (vom Kraftwerk bis zum Verbraucher gerechnet). Systemoptimierungen sind aber prinzipiell nicht standardisierbar und können daher in Szenariorechnungen nur unzureichend einbezogen werden.

Für die Umsetzung integrierter Strategien ist zudem die Verbindung von Material- und Energieproduktivitätssteigerungen wichtig, wodurch noch weitere Effizienzgewinne erzielt werden können. Durch die generell gestiegenen Rohstoffkosten hat die Materialkosteneinsparung heute enorm an Bedeutung zugenommen.[9] Da die Bereitstellung, die Verarbeitung, der Transport und die Entsorgung vom Material in der Regel mit Energieverbrauch verbunden ist, kann durch Strategien der Materialeinsparung auch erheblich Energie eingespart werden.[10] Zu Recht hat daher die Schweizer Studie zur "2000-Watt-pro-Kopf-Gesellschaft" die gemeinsame Optimierung des Material- und Energieeinsatzes in den Mittelpunkt gestellt.[11]

Die Plausibilität der Ergebnisse des Faktor-4-Szenarios wurde seither durch weitere Szenarien gestützt, wie z. B. durch das Szenario des Deutschen Instituts für Luft- und Raumfahrttechnik im Auftrag von Greenpeace.[12] Bis zum Jahr 2050 kann durch ambitionierte Effizienzsteigerungen trotz starken Wachstums der Weltwirtschaft der Energieverbrauch nach zwischenzeitlichem Anstieg auf das Niveau des Jahres 2000 zurückgeführt werden. Bis 2030 wird der weltweite Ausstieg aus der Kernenergie realisiert, und auch ohne sie gelingt es, die CO2-Emissionen bis 2050 um 50 Prozent gegenüber den Werten des Jahres 2000 zu senken. Diese Strategie ist der Studie zufolge weltwirtschaftlich erheblich vorteilhafter als dem heutigen nichtnachhaltigen fossil-nuklearen Trends weiter zu folgen. Auch andere Untersuchungen zeigen weltweit die hohen Potenziale, die durch Energieeinsparungen wirtschaftlich realisierbar sind.[13]

Das zweite Szenario wurde vom Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen (WBGU) auf der Grundlage eines Szenarios des Intergovernmental Panel on Climate Change von 2003 (A1T) entwickelt.[14] Die Absicht des WBGU war es zu demonstrieren, dass das Weltenergiesystem und die damit verbundenen CO2-Emissionen so gesteuert werden können, dass die globale Mitteltemperatur nicht über 2 Grad Celsius ansteigt. Auf diese eben noch "tolerierbare" Grenze für den globalen Temperaturanstieg hat sich wie bereits erwähnt auch die EU verständigt. Diesem Temperaturanstieg entspricht eine Begrenzung der äquivalenten CO2-Emissionen auf etwa 450 ppm[15]. Der WBGU nennt diese Begrenzung des Temperatur- und Konzentrationsanstiegs das "tolerierbare Fenster", weil die Klimaforscher davon ausgehen, dass sich – trotz der damit verbundenen erheblichen Klimaveränderungen – die Ökosysteme daran noch anpassen können[16].

Auch das WBGU-Szenario spart durch eine Beschleunigung der Energieproduktivität gegenüber dem angenommenen Referenzpfad (ebenfalls von IPCC berechnet) etwa 30 Prozent Primärenergie ein. Allerdings steigt die Energieproduktivität hier mit 1,6 Prozent pro Jahr geringer an als im Faktor-4-Szenario. Die Folge davon ist, dass weit stärker auf den Ausbau der Solarenergie gesetzt und zudem in erheblichem Umfang auf die technische Zurückhaltung von CO2 in fossilen Kraftwerken zurückgegriffen werden muss, um die CO2-Emissionen auf das erforderliche Maß abzusenken. Trotz des massiven Ausbaus der Solarenergie geht auch der WBGU davon aus, dass im Vergleich zu allen zuvor von Weltklimarat errechneten (zumeist Klima unverträglichen) Szenarien das vorgelegte Nachhaltigkeitsszenario das kostengünstigste ist.

Vergleich der Beiträge von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien in zwei repräsentativen nachhaltigen Weltenergieszenarien

Quellen: WBGU 2003; Wolters 2001

Aus dem Vergleich können einige zentrale Thesen abgeleitet werden, die hinsichtlich der "Machbarkeit" eines nachhaltigen Weltenergiesystems prinzipiell verallgemeinert werden können:

  • Es erscheint bei sehr ambitionierte Umsetzung prinzipiell möglich mit heute bekannten Techniken den Klimawandel im 21. Jahrhundert auch bei anhaltendem Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum innerhalb des "tolerierbaren Fensters" (etwa bis zur 450 ppm und etwa zwei Grad Celsius Temperaturanstieg) zu begrenzen. Dies gelingt jedoch nur durch einen simultan vorangetriebenen stark forcierten Anstieg der Energieeffizienz und der beschleunigten Markteinführung der erneuerbaren Energien. Zusätzlich könnte auf die Atomenergie unter dieser Bedingung weltweit bis zur Jahrhundertmitte verzichtet werden.
  • Eine derartige "Klimaschutz"-Strategie erfüllt auch weitere Bedingungen eines nachhaltigen Energiesystems. In ökonomischer Hinsicht ist es mittel- und langfristig kostengünstiger als die Alternativen, die auf mehr fossile Energieträger setzen, es verringert insbesondere die Abhängigkeit von volatilen Energieträgerpreisen. In sozialer Hinsicht hat es Vorteile, weil es international nicht nur Klima- und Atomrisiken abbaut, sondern zum Beispiel auch durch sinkende Importabhängigkeiten geostrategische Konflikte reduziert. In nationaler Hinsicht wird durch die größere Vielfalt der Anbieter die Angebotsmacht auf dem Energiemarkt begrenzt und nimmt die Dezentralität der Erzeugung zu. Insofern hat ein nachhaltigeres Energiesystem ein immanentes Demokratisierungspotenzial.
  • Aus heutiger Sicht gibt es für eine engagierte Klimaschutzstrategie noch begrenzte Entscheidungsalternativen. Gelingt es nicht, die Effizienzsteigerung erheblich zu erhöhen (zum Beispiel nur in dem Umfang wie im WBGU-Szenario), dann muss der Ausbau der erneuerbaren Energien erheblich ambitionierter vorangetrieben werden und auch die CO2-Sequestrierung in beträchtlichem Umfange als "Brücke" zur Solarenergie genutzt werden. Die Weltenergieszenarien bestätigen daher eindruckvoll die These, dass bei Nichtausschöpfung der vorhandenen Potentiale der Energieeffizienz, die Lösung der Energieprobleme zwar möglich bleibt, aber schwieriger und riskanter wird.
  • Nachhaltige Weltenergieszenarien vermitteln an die Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik letztlich eine eindeutige Botschaft: Werden die zentralen Annahmen für das Zielsystem (ausreichender Klimaschutz, Risikominimierung) akzeptiert, dann werden sich die technologischen Strategien zu diesem Ziel und die notwendigen Energiepolitiken nur graduell unterscheiden. Trotz aller Zukunftsungewissheit und verwirrenden Szenarienvielfalt sind eine mehr oder weniger raschere Beschleunigung der Marktdiffusion von Effizienztechniken und von erneuerbaren Energien und der damit verbundene Trend zu mehr Dezentralisierung eine conditio sine qua non für ein nachhaltigeres Energiesystem und eine klimaverträglichere Weltenergieversorgung.

Die Verbindung der Effizienzrevolution mit den erneuerbaren Energien ist der Schlüssel

 

Die vielen unterschiedlichen Szenarien zur Entwicklung des Welternergiebedarfs, des Weltbevölkerungswachstums und der CO2-Emmissionen sind konsistente Zukunftsbilder unter "Wenn-Dann"-Bedingungen. Sie sind abhängig von Annahmen und deshalb prinzipiell keine Prognosen darüber, wie die Zukunft wahrscheinlich aussehen wird. Aber sie zeigen Handlungsspielräume und Handlungsnotwendigkeiten auf, wenn gesellschaftliche Ziele als Erkenntnis- und Politikleitend anerkannt werden. Dabei wird klar: Eine raschere Beschleunigung der Marktdiffusion von Effizienztechniken und von erneuerbaren Energien und der damit verbundene Trend zu mehr Dezentralisierung bleiben eine conditio sine qua non für ein nachhaltigeres Energiesystem und eine klimaverträglichere Energieversorgung für eine wachsende Weltbevölkerung. Allerdings kann die Schlüsselfrage hier nicht abschließend beantwortet werden, ob die unter Modellannahmen errechnete Steigerung der Energieproduktivität ("die Effizienzrevolution") auch in der Realität innerhalb der nächsten 50 Jahre erreicht wird. Denn nur dann kann der prekäre Zusammenhang von Klimaschutz und Bevölkerungswachstum entspannt werden.

Hinsichtlich der Energie- und Unternehmenspolitik würde dies erfordern, einen Paradigmenwechsel von angebots- hin zu nachfrageorientierten Strategien vorzunehmen. Angesichts der Dominanz der Verkaufsinteressen großer weltweit operierender Energiekonzerne und der fehlenden Rahmenbedingungen für eine Umkehr der Anreizstruktur ("billigeres Energiesparen muss sich für alle Investoren mehr lohnen als zusätzliches teures Energieangebot") ist dies heute noch eine heroische Annahme. Denn dies würde voraussetzen, dass auch Energieanbieter immer dann in "NEGAWatt" (das heißt in Effizienztechniken zur Vermeidung von Energieangebot) investieren, solange es für Kunden und Volkswirtschaft vorteilhafter ist als neue "MEGAWatt" (zum Beispiel Kraftwerke) zu bauen.[1] Dennoch beginnen sich die Unternehmensleitbilder zögernd in Richtung auf das Angebot von Energiedienstleistungen und von regenerativen Energien zu ändern. Generell muss jedoch betont werden, dass die Rahmenbedingungen und Unternehmenspolitiken sich erst ansatzweise (zum Beispiel Einführung von Energie- und Öko-Steuern, Contracting-Aktivitäten, Effizienzfonds, Demand Side Management) in die Richtung bewegen, dass der unabdingbar notwendige Vorrang der Energieeffizienz vor der Erzeugung wirtschaftlich attraktiv umgesetzt werden könnte.

Die im "Faktor-Vier"-Szenario für die nächsten 50 Jahre errechnete Steigerungsrate der gesamten Energieproduktivität liegt mit zwei Prozent pro Jahr keineswegs in einer abwegigen Größenordnung. Dabei wird die energiepolitisch direkt adressierbare Ausschöpfung der technisch-wirtschaftlichen Effizienzpotentiale durch den autonomen wie auch potentiell durch einen wirtschaftspolitisch induzierten Strukturwandel zur Dienstleistungs- und Kreislaufwirtschaft verstärkt. Der Zusammenhang zwischen Strukturwandel und Effizienztechnik ist auf der mikroökonomischen Ebene ohnehin fließend. Bei Industrieprozessen und Gebäuden werden zum Beispiel durch Systemoptimierungen, Contracting oder Energie- und Facility Management ein wachsender Anteil von Dienstleistungen mit neuer Effizienz- und Solartechniken verbunden.

Mehr noch als beim gewünschten Strukturwandel des Energieangebots ist die Entwicklung der Energienachfrage und die Umsetzung einer veritablen "Effizienzrevolution" davon abhängig, dass die Energiepolitik eine gesellschaftlich akzeptierte quantifizierte Zielorientierung und ein Zielführendes Instrumentenmix als Rahmensetzung vorgibt. Anders ausgedrückt: Die jährliche Steigerung der Energieproduktivität (das Verhältnis von realer Wirtschaftsleistung zum Primärenergieeinsatz) muss weit mehr als in der Vergangenheit als energiepolitische Strategievariable betrachtet werden. Die historisch vorherrschende „Arbeitsteilung“, Energiesparen und rationelle Energienutzung "dem Verbraucher" zu überlassen, während Staat und Energieanbieter sich weitgehend für das Energieangebot zuständig fühlen, ist angesichts der Vielzahl der Hemmnisse und des Marktversagens auf Energiedienstleistungsmärkten für die Lösung der Zielkonflikte in der Energiepolitik kontraproduktiv. Die Fakten zeigen, dass reale Energiemärkte und Wettbewerb nicht selbst regulierend die gesellschaftlich erwünschten Zielsetzungen beim Klima- und Ressourcenschutz ansteuern. Vielmehr müssen durch die Energiepolitik für die Hersteller von Energietechniken, für Energieversorgungsunternehmen und Verbraucher Rahmenbedingungen und Anreizstrukturen gestaltet werden, um im Rahmen einer Wettbewerbs gesteuerten Marktwirtschaft für die gesellschaftlich erwünschte Zielrealisierung ein Höchstmaß an langfristiger Planungs- und Investitionssicherheit zu gewährleisten.

Es konnte gezeigt werden, dass die häufig unterstellte Wirkungskette – mehr Bevölkerung, mehr Energieverbrauch, mehr CO2-Emissionen, mehr Klimaveränderungen – dann nicht zu trifft, wenn das (qualitative) Wirtschaftswachstum durch eine forcierte Steigerung der Energieproduktivität absolut vom nicht erneuerbaren Energieverbrauch entkoppelt würde. Damit würde Zeit gewonnen, um den begonnenen Diskurs über ressourcenverträglichere Lebensstile in den reichen Ländern und über Fragen der "Suffizienz" (Leitfrage: „Wie viel ist für wen genug?“) zu konkreten Ergebnissen zu führen; darüber hinaus könnten negative Auswirkungen des Welt-Bevölkerungswachstums auf den Ressourcenverbrauch und das Klima zumindest abgeschwächt werden; die Probleme einer nachhaltigen Entwicklung wären jedoch noch nicht gelöst. Aber ein Zeitgewinn wäre angesichts der quälend langsamen Fortschritte bei der Verhandlung und Umsetzung von globalen Regimes vielleicht das wichtigste Ziel überhaupt.

Fußnoten

 

[1] Vgl. Krause et al. 1999.

[2]
Vgl. Weizsäcker et al. 1995.

[3]
Vergl. hierzu auch die Literatur in Hennicke/Müller 2005. Vgl. auch Hennicke/Fischedick 2007.

[4]
Vergl. Riah et al. 2005.

[5]
Vergl. Deutsche Shell 1995.

[6]
Vergl. Weizsäcker et al. 1997.

[7]
Die jährliche Effizienzsteigerungsrate liegt heute weltweit bei etwa 1%.

[8]
Verschiedene Konzeptstudien liegen seit einigen Jahre vor, bekannt ist vor alle das aus dem amerikanischen Raum stammende Konzept “Hypercars”; Vergl. Hawken et al. 1999.

[9]
Vergl. ADL/FhISI/WI 2005.Vergl. auch Aachener Stiftung 2005.

[10]
Vergl. Deutscher Bundestag 2002. Vergl. auch Hennicke 2007.

[11]
Vergl. hierzu Jochem 2004.

[12]
Vergl. Greenpeace International 2005.

[13]
Vergl. Pacala/Socolow 2004. Vergl. auch Enkvist et al. 2007 sowie World Bank 2006.

[14]
Vergl. WBGU 2003.

[15]
Bis heute sind in der Zeit der systematischen Aufzeichnungen die globale Mitteltemperatur bereits um 0, 7 Grad Celsius und die äquivalenten CO2-Emissionen auf 380 ppm angestiegen. „Äquivalent“ bedeutet, dass die übrigen Treibhausgase auf CO2 umgerechnet und in die Gesamtrechung einbezogen worden sind.

[16]
Ohne dass dies explizit Gegenstand des Faktor4-Szenarios gewesen ist, kann davon ausgegangen werden, dass dieser tolerierbare Grenzwert auch eingehalten wird.

[17]
Zu den notwendigen förderlichen Rahmenbedingungen und europäischen Erfahrungen mit Energiesparprogrammen von EVU vergl. Thomas 2007.

Literatur / Links

 

Aachener Stiftung 2005: Aachener Stiftung Kathy Beys (Hrsg.): Ressourcenproduktivität als Chance. Ein langfristiges Konjunkturprogramm für Deutschland. Norderstedt: Book on Demand GmbH, 2005.

ADL/FhISI/WI 2005: Arthur D. Little ADL; Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung FhISI; Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie WI(Hrsg.): Studie zur Konzeption eines Programms für die Steigerung der Materialeffizienz in mittelständischen Unternehmen. Abschlussbericht im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit. Wiesbaden/Karlsruhe/Wuppertal, 2005.

Deutscher Bundestag 2002: Deutscher Bundestag (Hrsg.): Nachhaltige Energieversorgung unter den Bedingungen der Globalisierung und der Liberalisierung. Bericht der Enquete-Kommission. Berlin: Deutscher Bundestag, Referat Öffentlichkeitsarbeit (Zur Sache 6/2002), 2002.

Deutsche Shell 1995: Deutsche Shell AG (Hrsg.): Energie im 21. Jahrhundert. Betrachtungen zur Entwicklung des Welt-Energieverbrauchs. Hamburg: Deutsche Shell AG (Aktuelle Wirtschaftsanalysen Jg. 5 (1995), Heft 25), 1995.

Enkvist et al. 2007: Enkvist, P. et al.: A Cost Curve for Greenhouse Gas Reduction. In: The McKinsey Quarterly, No. 1/2007, pp. 35-45.

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Hennicke 2007: Hennicke, P.: Mit Ressourceneffizienz zu einer neuen Umwelt-, Wirtschafts- und Regionalpolitik. In: Reutter, O. (Hrsg.): Ressourceneffizienz. Der neue Reichtum der Städte. Impulse für eine zukunftsfähige Kommune. München: oekom Verlag, 2007, S. 14-27.

Hennicke/Müller 2005: Hennicke, P.; Müller, M.: Weltmacht Energie. Herausforderung für Demokratie und Wohlstand. Stuttgart: Hirzel, 2005.

Hennicke/Fischedick 2007: Hennicke, P.; Fischedick, M.: Erneuerbare Energien. Mit Energieeffizienz zur Energiewende. München: Verlag C. H. Beck (C. H. Beck Wissen in der Beck´schen Reihe 2007), 2007.

Jochem 2004: Jochem, E. (ed.), Steps towards a Sustainable Development. A White Book for R&D of Energy-efficient Technologies. Zürich: Centre for Energy Policy and Economics CEPE, 2004. (http://www.cepe.ethz.ch/publications/cepeBooks/WhiteBook_on_RD_energyefficient_technologies.pdf).

Krause et al. 1999: Krause, F. et al : International Project for Sustainable Energy Paths IPSEP, Final Draft Energy Policy in the Greenhouse Volume II, Part 2 Cutting Carbon Emissions While Saving Money. A risk-Minimizing Strategy for the EU. El Cerrito CA, 1999.

Pacala/Socolow 2004: Pacala, S.; Socolow, R.: Stabilization Wedges. Solving the Climate Problem for the Next 50 Years with Current Technologies. In: Science, Vol. 305 (2004); Issue 5686, pp. 968-972.

Riah et al. 2005: Riah, K; Roehrl, R. A.; Schrattenholzer, L. (eds.): Technology Clusters in Sustainable-Development Scenarios. Interim Report for The Collaboration Projects. Laxenburg AUT: International Institute for Applied Systems Analysis IIASA, 2005.

Thomas 2007: Thomas, S.: Aktivitäten der Energiewirtschaft zur Förderung der Energieeffizienz auf der Nachfrageseite in liberalisierten Strom- und Gasmärkten europäischer Staaten. Kriteriengestützter Vergleich der politischen Rahmenbedingungen. Frankfurt/Main: Peter Lang (Kommunalwirtschaftliche Forschung und Praxis. Hrsgg. von Wolf Gottschalk, Bd. 13), 2007.

WBGU 2003: Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (Hrsg.): Über Kioto hinaus denken. Klimaschutzstrategien für das 21. Jahrhundert. Berlin: WBGU, 2003. (http://www.wbgu.de/wbgu_sn2003.pdf)

Weizsäcker et al. 1995: Weizäcker, E.U. von; Lovins, A. B.; Lovins L. H.: Faktor Vier. Doppelter Wohlstand – halbierter Naturverbrauch, München: Droemer Knaur, 1995.

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Wolters 2001: Wolters, D.: Struktur- und akteuersorientierte Szenarioanalyse eines nachhaltigen deutschen Energiesystems im internationalen Kontext. Dissertation Universität Osnabrück. Osnabrück, 2001

World Bank 2006: The World Bank (ed.): Clean Energy and Development. Towards an Investment Framework. Washington DC: World Bank Development Committee, 2006.

 

Stand: April 2008

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