Digital aufs Land

Was die neuen Orte und Initiativen bewirken können

Für die Studie "Digital aufs Land. Wie kreative Menschen das Leben in Dörfern und Kleinstädten neu gestalten" wollten wir auch wissen, was Coworking Spaces, Kreativorte, gemeinschaftliche Wohnformen und innovative Gründungen in den Dörfern und Kleinstädten verändern können.

So entstehen ganze neue Infrastrukturen wie Carsharing oder verschwundene Versorgungsangebote und Cafés werden neu belebt. Manche Initiativen bringen neue Architektur, wie Tiny Häuser, in den ländlichen Raum oder beleben lange leerstehende Ladenlokale oder alte Gutshäuser neu. Innovative Gründungen und Start-ups erzeugen neue Wertschöpfung, neue Fachkräfte kommen aufs Land und moderne Arbeitsmodelle werden gelebt. Einige Initiativen bringen neue Impulse für Kultur und Freizeit. Makerspaces und Fablabs ergänzen die Bildungsangebote.

In Gemeinden, in denen auch tagsüber wieder Menschen anwesend sind und arbeiten, lohnen sich auch Versorgungsangebote und Dienstleistungen wieder. Wo Gründer und Start-ups sich niederlassen, füllen neue Geschäftsideen leere Ladenlokale. Schlafdörfer können zu Tagdörfern werden.

Viele der in den Interviews beschriebenen Wirkungen sind noch hypothetisch. Die Initiativen und Projekte stehen teilweise noch am Anfang. Daher ist es wichtig, dass die Wirkungen klar kommuniziert werden. Denn was die neuen Gemeinschafts- und Kreativorte, aber auch die Digitalisierung mit ihren neuen Arbeits- und Gestaltungsmöglichkeiten für die Entwicklung ländlicher Regionen bewirken können, ist oft nicht auf den ersten Blick erkennbar.

Doch sie können die ländlichen Gemeinden beleben und möglicherweise attraktiv für Zuzug aus der Stadt machen.

© Berlin-Institut, Wüstenrot Stiftung
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