Bevölkerungsentwicklung

Kapitel 1: Bevölkerungsentwicklung

Das demografische Zwischenhoch zieht am Osten vorbei

Von der Pyramide zur Urne

Die Bevölkerungspyramide Deutschlands hat schon länger ihre klassische Form verloren. Die letzten geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer rücken langsam ins Rentenalter vor, die nachkommenden Generationen sind alle schwächer besetzt - in Ost wie West. In den ostdeutschen Ländern kamen in den Jahren nach der Wiedervereinigung besonders wenig Kinder zur Welt. Dadurch gibt es heute weniger potenzielle Eltern, wodurch Ostdeutschland aktuell kaum vom demografischen Zwischenhoch profitieren kann. Bis 2035 dürften alle ostdeutsche Flächenländer einer aktuellen Prognose des Berlin-Instituts zufolge weiter Einwohner verlieren, während unter westdeutschen Bundesländern das Bild zweigeteilt ist. Fünf Länder können bis 2035 Wachstum erwarten, fünf dürften ebenfalls schrumpfen. Die Pyramiden erlauben einen Blick zurück auf die Entwicklung der Bevölkerungszahlen seit 1950 sowie auf die prognostizierte Entwicklung bis 2035 sowohl für Deutschland gesamt, Ost und West im Vergleich sowie die einzelnen Bundesländer.

 

Quellen:
Statistisches Bundesamt (2020). GENESIS-Online Datenbank. Wiesbaden. bit.ly/2YokhUZ.
CIMA Institut für Regionalwirtschaft (2019). Cima Deutschlandprognose. Hannover.
Slupina, M., Dähner, S., Reibstein, L. et al. (2019). Die demografische Lage der Nation. Wie zukunftsfähig Deutschlands Regionen sind. Berlin: Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung.

 

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