Teihabechancen und Gleichwertigkeit

Kapitel 21: Teihabechancen und Gleichwertigkeit

Das Glück wohnt eher im Norden

Unterschiedliche Teilhabechancen in Deutschlands Regionen

In einem Teilhabeatlas haben das Berlin-Institut und die Wüstenrot Stiftung 2019 untersucht, wie es um die Teilhabechancen in unterschiedlichen Regionen Deutschlands bestellt ist und wie die  jeweiligen Bewohner diese beurteilen. Teil der Untersuchung war eine Clusteranalyse, die Teilhabechancen anhand von statistischen Daten - vom durchschnittlichen Haushaltseinkommen über die Lebenserwartung bis hin zur Versorgung mit Gütern und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs - analysiert hat. Die Clusteranalyse deckt Ähnlichkeiten bei verschiedenen Indikatoren zwischen den 401 kreisfreien Städten und Landkreisen auf. Diese regionalen Einheiten lassen sich in sechs Gruppen (Clustern) zusammenfassen, die sich in den Teilhabechancen ihrer Bürger unterscheiden. Dabei bilden sich grob jeweils drei städtische und drei ländliche Cluster heraus. Cluster 1 umfasst städtische und Cluster 4 ländliche Regionen, die ihren Einwohnern gute Teilhabechancen ermöglichen. Im städtischen Cluster 2 sowie im ländlichen Cluster 5 stehen die Menschen vor vereinzelten Hürden bei der gesellschaftlichen Teilhabe. Die Regionen, die sich im städtischen Cluster 3 sowie im ländlichen Cluster 6 befinden, bieten den Menschen die im bundesweiten Vergleich geringsten Chancen zur Teilhabe.

 

Quellen:
Sixtus, F., Slupina, M., Sütterlin, S., Amberger, J. & Klingholz, R. (2019). Teilhabeatlas Deutschland. Ungleichwertige Lebensverhältnisse und wie die Menschen sie wahrnehmen. Berlin, Ludwigsburg: BerlinInstitut für Bevölkerung und Entwicklung und Wüstenrot Stiftung.

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