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Welchen Einfluss haben demografische Veränderungen auf die Entstehung von Konflikten?

 

Von Steffen Kröhnert

 

 

Zur Studie (PDF)

Das Medienecho auf diese Studie finden Sie in der Presseschau

 

In den vergangenen Jahren gelangte eine These in die internationale wissenschaftliche Diskussion, nach der so genannte Youth bulges – hohe Anteile Jugendlicher an einer Bevölkerung – Schlüsselfaktoren für den Ausbruch von Kriegen und bewaffneten Konflikten seien. 

Das Berlin-Institut hat jetzt weltweit für den Zeitraum von 1950 bis 2000 den Zusammenhang zwischen Jungendanteil, Säuglingssterberate (als Indikator des Entwicklungsstandes) und der Wahrscheinlichkeit von gewaltsamen Konflikten untersucht. Demnach zeichnet sich zwischen 1975 und 2000 ein direkter Zusammenhang zwischen hohen Jugendanteilen und Konfliktgefahr
ab, der sich allerdings in Ländern mit extrem hohen Jugendanteilen wieder umkehrt. Auf Basis dieser Analyse wird auch eine Projektion künftiger Konfliktrisiken möglich. Sie zeigt, dass die Zahl der Länder mit hoher Konfliktwahrscheinlichkeit bis 2010 auf dem gegenwärtigen Niveau verharrt und danach sinken wird. Der Anteil von islamisch geprägten Ländern mit
hohem Konfliktrisiko steigt jedoch an. Im Jahr 2010 würden demnach Staaten mit islamischer Bevölkerungsmehrheit fast die Hälfte aller Hochrisikoländer stellen.

 

Die Studie wurde gefördert von der Robert Bosch Stiftung.

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