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Nach den Babyboomern

Wie sich der demografische Wandel über 2030 hinaus entwickelt

Frederick Sixtus, Catherina Hinz

Die Babyboomer-Generation hat das Arbeitsleben und die Gesellschaft Deutschlands über Jahrzehnte geprägt. Nun tritt sie schrittweise in den Ruhestand ein – mit weitreichenden Folgen für Gesellschaft, Wirtschaft und Sozialstaat. Unsere Analyse im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung zeigt, wie sich die Alterung der Gesellschaft in den kommenden Jahrzehnten entwickelt und welche regionalen Unterschiede dabei sichtbar werden.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass Deutschland zwar flächendeckend altert, die demografische Entwicklung jedoch regional sehr unterschiedlich verläuft. Während die Zahl der Hochaltrigen insbesondere in ländlichen Regionen stark zunehmen dürfte, unterscheiden sich die Entwicklungspfade in Ost- und Westdeutschland erheblich. Zugleich wächst die Zahl älterer Menschen besonders stark in wirtschaftsstarken Zuzugsregionen, in denen heute viele Babyboomer kurz vor dem Renteneintritt stehen. Aus diesen Ergebnissen leiten sich vier zentrale Handlungsfelder ab. Aktive Ältere stellen durch ihr Potential für zivilgesellschaftliches Engagement eine Ressource in den Regionen dar. Gleiches gilt für Beschäftigte, die über die Regelaltersgrenze hinaus erwerbstätig bleiben möchten. Zudem gilt es, die unterschiedlichen Herausforderungen in Ost- und Westdeutschland gezielt zu berücksichtigen und frühzeitig die Voraussetzungen für die Versorgung einer wachsenden Zahl Hochaltriger zu schaffen.

Unsere Analyse macht deutlich, dass die Folgen der demografischen Alterung weit über den Renteneintritt der Babyboomer hinausreichen. Sie liefert damit wichtige Impulse und Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von Arbeitsmarkt, Daseinsvorsorge und sozialem Zusammenhalt in einer alternden Gesellschaft.

Thema: Demografischer Wandel
erschienen: 2026

Ansprechpartner

Dr. Frederick Sixtus

Projektkoordinator Demografie Deutschland

Telefon: 030 - 31 10 26 98

E-Mail schreiben: sixtus@berlin-institut.org

© Berlin-Institut

Catherina Hinz

Geschäftsführende Direktorin

Telefon: 030 - 22 32 48 45

E-Mail schreiben: hinz@berlin-institut.org

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