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  • Einwanderung
    Einwanderer können Lücken auf dem Arbeitsmarkt füllen und schaffen häufig auch für Einheimische neue Arbeitsplätze. Neben einer generell beschäftigungs- und wirtschaftsfreundlichen Politik gibt es konkrete Ansatzpunkte, die Deutschland als Zielland für Migranten attraktiver machen können.

    • EU-Einwanderung fördern – aber nicht nur
      Die derzeit hohen Einwanderungszahlen aus anderen EU-Staaten sind begrüßenswert. Die Politik sollte diese Art der Einwanderung weiter unterstützen, etwa durch Ausbildungsabkommen oder durch ein flexibel anpassbares Angebot an Deutschkursen im Ausland.

    • Nicht-EU-Einwanderung gesetzlich erleichtern
      Da EU-Wanderungen kaum steuerbar sind, muss die Politik weitere Anstrengungen unternehmen, um qualifizierte Fachkräfte aus Nicht-EU-Ländern nach Deutschland zu bringen. Trotz Liberalisierungen ist das Einwanderungsrecht immer noch so konstruiert, dass die Möglichkeit der Einwanderung als Ausnahme von der Regel angesehen wird. Um Einwanderung zum Regelfall zu machen, sollte sie weiter erleichtert werden. Zudem sollte bei der Auswahl der Einwanderer mehr Wert auf deren Kenntnisse und Fähigkeiten gelegt werden. Ein flexibles Punktesystem zur Auswahl der Einwanderer könnte bei der sinnvollen Auswahl der Zuwanderer helfen.

    • Auf ausländische Studenten setzen
      Deutschland sollte noch mehr als bisher um internationale Studenten werben und dafür sorgen, dass sie nach Abschluss ihres Studiums auch im Land bleiben können.

    • Deutschland als Wanderungsziel attraktiv machen und vermarkten
      Deutschland befindet sich bei vielen potenziellen Migranten noch nicht auf dem „Wanderungsradar“. Um das zu ändern, sollte sich die Politik stärker und einhellig über Partei- und Lobbygrenzen hinweg zu mehr Einwanderung bekennen. Die bisherigen Bemühungen um Zuwanderer sollten deutlich ausgeweitet werden und auch direkt vor Ort stattfinden, etwa über ausländische Universitäten, Botschaften, Außenwirtschaftskammern oder Goethe-Institute.

    • Starthilfen ausbauen
      Der Integrationsprozess sollte mit Informations-, Orientierungs- und Sprachkursen bereits im Heimatland der Einwanderer beginnen. Auch die Anerkennung ausländischer Abschlüsse sollte so schnell und so unbürokratisch wie möglich erfolgen. Sind die Einwanderer einmal im Land, müssen sie die Möglichkeit haben, ihre Qualifikationen aufzubessern und gegebenenfalls an die hierzulande üblichen Standards anzupassen, damit sie dem deutschen Arbeitsmarkt so schnell wie möglich zur Verfügung stehen.


  • Längeres Erwerbsleben
    Während die Lebenserwartung in Deutschland kontinuierlich um zwei bis drei Jahre pro Jahrzehnt steigt, ist das offizielle Renteneintrittsalter lange Zeit konstant geblieben. Auch ein längeres Erwerbsleben trägt zur Fachkräftesicherung bei.

    • Mit der schrittweisen Einführung der Rente mit 67 hat die Bundesregierung eine Weiche in Richtung längeres Erwerbsleben gestellt. Es ist aber ratsam, das Renteneintrittsalter automatisch an die Entwicklung der Lebenserwartung zu koppeln.