Demografische Dividende

In vielen armen Nationen erschwert anhaltend starkes Bevölkerungswachstum Entwicklungserfolge. Schaffen diese Länder es aber, ihre Geburtenraten schnell zu senken und  so einen demografischen Übergang einzuleiten, haben sie die Chance auf einen wirtschaftlichen Entwicklungsschub. Südkorea, Singapur, Taiwan und Hongkong haben dies vorgemacht. Ein Drittel des wirtschaftlichen Erfolgs der asiatischen Tigerstaaten lässt sich auf die sogenannte demografische Dividende zurückführen.

Um die Dividende einzufahren, müssen die Länder an vielen Stellschrauben drehen. Bildung, Programme zur Familienplanung und Investitionen im Gesundheitsbereich können in einem ersten Schritt die Fertilitätsraten sinken lassen. Dieser Einstieg in den demografischen Übergang reduziert das starke Bevölkerungswachstum und eröffnet einen demografischen Bonus. Dieser zeichnet sich durch eine Bevölkerung aus, in der die Zahl der Erwerbsfähigen schneller wächst als die Zahl der zu versorgenden Kinder und Älteren. Gelingt es den Ländern in dieser Situation, für den großen Teil der jungen Erwerbsfähigen auch wirklich Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen, wird der Bonus zum volkswirtschaftlichen Motor: Sie können ihre demografische Dividende einfahren.

Verfolgen Sie hier Schritt für Schritt, was die demografische Dividende ist und wie sie erreicht werden kann.

Die Arbeiten des Berlin-Instituts zur demografischen Dividende werden/wurden gefördert von der Europäischen Kommission, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Weltbank. Für die Inhalte ist allein das Berlin-Institut verantwortlich.