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Bildung hat einen massiven Einfluss auf die verschiedensten Lebens- und Gesellschaftsbereiche. Auch auf die Geburtenraten eines Landes wirkt sich Bildung sehr stark aus. Weltweit ist überall dort die Fertilität gesunken, wo sich der Bildungsstand verbessert hat. Der stärkste Effekt lässt sich bei einer Ausweitung der Sekundarbildung für Frauen beobachten. Frauen, die eine weiterführende Schule besuchen, laufen seltener Gefahr, schon als Teenager schwanger zu werden. Sie finden einfacher Zugang zu Verhütungsmitteln und benutzen diese auch häufiger. Vor allem aber trägt Bildung zur Gleichstellung von Frauen bei. Das wirkt sich wiederum auf die Kinderzahlen aus. Frauen in Entwicklungsländern wollen in der Regel weniger Kinder als Männer. Sie können ihre Wunschkinderzahl aber nicht immer durchsetzen. Aus demografischer Sicht muss es damit zu den zentralen Anliegen des Bildungssektors gehören, gerade Mädchen den Besuch einer weiterführenden Schule zu ermöglichen.

Überall auf der Welt bekommen gebildete Frauen weniger Kinder als ungebildete. Dies gilt vor allem für Frauen, die nach der Grundschule eine weiterführende Bildungseinrichtung besucht haben. Durch ihre beruflichen Möglichkeiten eröffnen sich ihnen alternative Lebenswege zur reinen Mutterrolle. Außerdem verfügen sie eher über Informationen und moderne Mittel der Familienplanung und sind dadurch in der Lage, die Zahl ihrer Kinder und den Abstand zwischen den Geburten selbst zu bestimmen.