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Unter den Gesundheitsindikatoren hat vor allem die Kindersterblichkeit einen erheblichen Einfluss auf die Geburtenraten. In Regionen mit hoher Kindersterblichkeit liegen auch die Kinderzahlen je Frau sehr hoch. So hat Afrika südlich der Sahara mit durchschnittlich fünf Kindern pro Frau weltweit die höchsten Fertilitätsraten, und mit 85 Sterbefällen pro 1.000 Geburten auch die höchste Säuglingssterblichkeit. Erklärt wird dies dadurch, dass Eltern, die im Alter auf ihre Kinder angewiesen sind, so das Risiko der hohen Verluste ausgleichen. Sinkt die Kindersterblichkeit, lässt sich beobachten, dass mit zeitlichem Abstand auch die Fertilität zurückgeht. Umgekehrt verbessert sich bei weniger Geburten – sowie bei größerem Abstand zwischen ihnen – die Gesundheit von Mutter und Kind. So reduziert sich durch sinkende Fertilität also auch die Kindersterblichkeit weiter.

Die Kindersterblichkeit zu halbieren, ist eines der Millenniumsziele, denen sich die internationale Gemeinschaft bis zum Jahr 2015 verschrieben hat. Seit 1990 ist die Sterberate der unter fünfjährigen Kinder weltweit um fast ein Drittel gesunken. Die größten Erfolge erzielten nordafrikanische, lateinamerikanische und karibische sowie asiatische Staaten. In Subsahara-Afrika sind dagegen noch große Anstrengungen nötig, damit Kinder gesund aufwachsen können.