Arbeitsmigration aus Afrika nach Deutschland

Laufzeit: 2025

Deutschland steht vor einer großen Herausforderung: Die geburtenstarken Jahrgänge gehen in den Ruhestand, die Bevölkerung altert – und der Bedarf an Arbeits- und Fachkräften wächst stetig. Gleichzeitig wächst in Afrika die größte Jugendgeneration der Welt heran, die berufliche Perspektiven sucht und ihre Talente einbringen möchte, doch für sie gibt es nicht ausreichend Jobs auf dem afrikanischen Kontinent. Hier liegt die Chance für neue Partnerschaften zur Förderung von Arbeitsmigration, die allen zugutekommt – Deutschland, den Herkunftsländern und den Menschen selbst.

Worum geht es?

Das Projekt findet im Auftrag der Global Perspectives Initiative (GPI) statt und beruht auf den Empfehlungen der GPI-Kommission „Welt im Umbruch – Deutschland und der Globale Süden “ zum Thema Arbeitsmigration. Wir wollen diese Empfehlungen nicht nur aus deutscher Perspektive betrachten, sondern mit jungen Menschen aus Afrika ins Gespräch kommen, um herauszufinden, ob sie ihre Erfahrungen, Erwartungen und Vorstellungen widerspiegeln. Unser Ziel ist es, GPI darin zu unterstützen, junge afrikanische Stimmen direkt in die politischen Debatten und die öffentliche Diskussion einzubringen. Dabei geht es uns nicht um fertige Antworten, sondern um einen ehrlichen Dialog. Wir wollen zuhören, Perspektiven zusammenführen und neue Ideen ins Spiel bringen. Dieses Projekt versteht sich daher nicht als Abschluss einer Debatte, sondern als Impulsgeber – ein Startpunkt für weitere Gespräche und Kooperationen.

Wie gehen wir vor?
Um ein authentisches Bild zu erhalten, führen wir leitfadengestützte Interviews mit jungen (18- bis 35-jährigen) Afrikaner:innen, die sich mit Bildungs- und Arbeitsmigration beschäftigen. Wir sprechen zusätzlich mit jungen Menschen, die bereits nach Deutschland emigriert sind, und fragen nach ihren Erfahrungen: Was hat gut funktioniert? Wo gab es Hürden? Was würden sie verändern? Ergänzend werten wir aktuelle Umfragen aus, um ein möglichst umfassendes Bild zu zeichnen. Alle gesammelten Erkenntnisse fließen in ein kompaktes „Food for Thought“-Paper ein, das Entscheidungsträger:innen in Deutschland einen direkten Einblick in die Sichtweisen der Interviewpartner:innen bietet. So schaffen wir eine Grundlage für Politik und Gesellschaft, um Migrationswege gemeinsam, partnerschaftlich und vorausschauend zu gestalten.

Ansprechpartnerinnen

Catherina Hinz

Geschäftsführende Direktorin

Telefon: 030 - 22 32 48 45

E-Mail: hinz@berlin-institut.org

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