#The4DSeries

Für Länder mit niedrigerem Einkommen, zum Beispiel in Afrika, sind die Herausforderungen, die mit dem demografischen Wandel einhergehen am größten. Viele stehen noch am Anfang des demografischen Übergangs und müssen aufgrund anhaltend hoher Kinderzahlen eine wachsende Bevölkerung mit Gesundheitsdiensten, Bildung, ausreichend Arbeitsplätzen und Nahrung versorgen. Länder, in denen bereits ein Wandel der Altersstruktur eingesetzt und sich der Anteil der jungen Erwerbsfähigen vergrößert hat, haben hingegen Schwierigkeiten, ihrer jungen Bevölkerung Zukunftsperspektiven zu bieten. Um die Entwicklungspotenziale einer demografischen Dividende nutzen zu können, sind passgenaue Maßnahmen zur Stärkung der Schlüsselsektoren Gesundheit, Bildung und Beschäftigung umso wichtiger.

Wandel beschleunigen

Die Politikdialoge der #The4DSeries setzen hier an. Vertreter*innen aus Regierungen, Zivilgesellschaft, Forschung und Jugend aus verschiedenen Weltregionen kommen zusammen, um ein besseres Verständnis für die zahlreichen Stellschrauben auf dem Weg zu einer demografischen Dividende zu schaffen. Die Teilnehmenden lernen gute Praxisbeispiele aus anderen Ländern kennen. Darauf aufbauend diskutieren sie Lösungsansätze für bevölkerungspolitische Strategien und Programme. Diese sollen Regierungen dabei helfen, für Verbesserungen in jenen Bereichen zu sorgen, die nachweislich Einfluss auf die Bevölkerungsentwicklung, das wirtschaftliche Wachstum eines Landes sowie die Zukunftschancen der Menschen haben.

Schlüsselsektoren unter die Lupe nehmen

Jeder Dialog der #The4DSeries rückt ein anderes demografierelevantes Thema in den Mittelpunkt. Dazu zählen zum Beispiel:

  • aufgeschlüsselte sozio-demografische Daten als wissenschaftliche Basis für eine nachhaltige Entwicklungsplanung und zur Erreichung der demografischen Dividende,
  • die Sicherung einer ausreichenden Menge und Qualität an Nahrungsmitteln, um eine wachsende Zahl an Menschen gesund zu ernähren,
  • die gleichberechtigte Teilhabe von Mädchen und Jungen an Schul- und Berufsbildungsangeboten sowie die Förderung der Selbstbestimmung von Mädchen und Frauen und
  • der verbesserte Zugang zu Diensten und Informationen der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte wie etwa Familienplanung oder Sexualaufklärung.

Bevölkerung und Entwicklung – von Kairo bis Nairobi

Den Grundstein für nachhaltige Maßnahmen für Bevölkerung und Entwicklung legte das Aktionsprogramm der Weltbevölkerungskonferenz (ICPD) von Kairo bereits im Jahr 1994. Die Weltgemeinschaft hat sich mit der Verabschiedung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung auch dazu bekannt, in demografierelevante Bereiche zu investieren. Anlässlich des 25. Jubiläums des Kairoer Aktionsprogramms setzten sich Staaten auf dem Weltbevölkerungsgipfel von Nairobi 2019 für eine beschleunigte Umsetzung dieser Ziele ein.

Austausch in Zeiten von Covid-19

Die Veranstaltungsreihe findet aufgrund der Covid-19 Pandemie derzeit virtuell statt. Nach Eröffnungsreden der gastgebenden internationalen Organisationen geben Demografie-Expert*innen fachliche Impulse in einer gemeinsamen Podiumsdiskussion. Anschließend werden die Teilnehmenden in thematische Kleingruppen aufgeteilt, um dort ganz praktisch Lösungsvorschläge aus Wissenschaft und Länderpraxis zu diskutieren. Die Ergebnisse werden im Nachgang im Plenum zusammengeführt, um abschließende Handlungsempfehlungen zu erarbeiten.

Hintergrund

Das Berlin-Institut berät und begleitet die politische Dialogreihe zu Demografischer Diversität und Dividenden wissenschaftlich. Es liefert Input für die thematische Schwerpunktsetzung und erarbeitet Begleitpublikationen zum aktuellen Forschungsstand. Nach Abschluss der Dialogreihe bereitet das Berlin-Institut die Ergebnisse und Empfehlungen in einem Leitfaden für die Öffentlichkeit auf, welcher gute Maßnahmen zur Erreichung einer Demografischen Dividende bündelt. Die #The4DSeries ist eine von Auswärtigen Amt (AA), Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), UNFPA und der AU gemeinsam organisierte Veranstaltungsreihe, die auf die Relevanz von demografischen Veränderungen für eine nachhaltige Entwicklung aufmerksam machen will. Die achtteilige Dialogserie ist auf zwei Jahren angelegt und läuft noch bis Oktober 2022.

Anprechpartnerinnen

Lorena Führ

Projektkoordinatorin Internationale Demografie

Telefon: 030 - 31 10 26 98

E-Mail: fuehr@berlin-institut.org

© Berlin-Institut

Catherina Hinz

Geschäftsführende Direktorin

Telefon: 030 - 22 32 48 45

E-Mail: hinz@berlin-institut.org

Catherina Hinz geschäftsführende Direktorin

© Berlin-Institut

nach oben