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Ageing in Place

Wohnen in der altersfreundlichen Stadt

Sabine Sütterlin, Catherina Hinz, Julian Rosenbaum

Die große Nachkriegsgeneration der Babyboomer geht in den kommenden Jahren in den Ruhestand. Die größte Kohorte von ihnen erreicht bis 2031 das Rentenalter. Sie eint gemeinsam Erlebtes: Als junge Erwachsene haben die Babyboomer etwa die Öko-Bewegungen der 80er Jahre, den Mauerfall oder die fortschreitende Emanzipation der Frauen miterlebt und mitgestaltet. Die Babyboomer sind insgesamt höher gebildet und wohlhabender als ihre Vorgänger-Generation. Sie haben weniger Kinder und erfreuen sich einer besseren Gesundheit. Und so treten sie nicht nur in großer Zahl, sondern auch mit neuen Ansprüchen ans Wohnen ins Ruhestandsalter ein.

Was die Babyboomer kennzeichnet, wie sie wohnen und was das für Kommunen bedeutet, diesen Fragen widmen sich das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung und die Körber-Stiftung in der neuen Publikation „Ageing in Place”. Die Broschüre beleuchtet außerdem kommunale Handlungsoptionen für gutes Wohnen im Alter sowie innovative technische und soziale Lösungen für eine altersfreundliche Stadt.

Themen: Lebensverhältnisse in Stadt und Land, Demografischer Wandel
erschienen: 2022

Ausgewählte Grafiken

Die Geburtsjahrgänge 1955 bis 1970 (farblich markiert) stellen derzeit rund 29 Prozent der Bevölkerung. Dieser Babyboomer-„ Bauch“ schiebt sich in den nächsten Jahren in Richtung Rentenalter. Die Regelaltersgrenze wird zwar bis 2029 schrittweise auf 67 Jahre erhöht, aktuell liegt das durchschnittliche Renteneintrittsalter aber bei 64,15 Jahren (gestrichelte Linie). Derweil fallen die jüngeren Altersgruppen immer kleiner aus – eine Herausforderung nicht nur für die Sozialsysteme, sondern auch für die Planung von und Versorgung mit Wohnraum.
Der prozentuale Anteil der Babyboomer an der Bevölkerung ist besonders hoch in ländlichen und strukturschwachen Regionen. Dazu gehören vor allem Kreise im Nordosten, aber auch im Westen und im Norden der Republik, in denen generell Ältere stärker vertreten sind. Betrachtet man allein die Kohorte der Babyboomer, lebt die Mehrheit der Menschen dieser Altersgruppe (rund 66 Prozent) in kreisfreien Städten und urbanen Räumen.
Generell verfügen ältere Menschen in Deutschland über mehr Wohnfläche als jüngere. Laut Deutschem Alterssurvey leben fast zwei Drittel der Babyboomer im Eigentum. Aber unabhängig davon, ob im Eigentum oder zur Miete, ob als Paar oder allein, gibt die Mehrheit der Babyboomer an, sie empfinde ihre Wohnsituation als „gut“ oder „sehr gut“.

Ansprechpartner:innen

Lilian Beck

Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: 030 - 31 01 73 24

E-Mail schreiben:beck@berlin-institut.org

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Catherina Hinz

Geschäftsführende Direktorin

Telefon: 030 - 22 32 48 45

E-Mail schreiben:hinz@berlin-institut.org

Catherina Hinz geschäftsführende Direktorin

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Julian Rosenbaum

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Telefon: 030 - 31 01 74 50

E-Mail schreiben:rosenbaum@berlin-institut.org

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