Studien & Analysen
  • Discussion Paper

Kreativ am Nachmittag

Wie vielfältige Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche auf dem Land entstehen

Thomas Nice, Frederick Sixtus, Manuel Slupina, Catherina Hinz
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© Berlin-Institut, Wüstenrot Stiftung

Ob junge Menschen in der Großstadt oder auf dem Dorf aufwachsen, bestimmt oft darüber, wie selbstbestimmt sie ihre Nachmittage gestalten können. Auf dem Land fehlt häufig ein abwechslungsreiches außerschulisches Bildungsangebot. Wer sich nicht für den Fußball- oder Schützenverein interessiert, geht meistens leer aus. Aber das lassen junge Menschen nicht auf sich sitzen. Stattdessen werden sie mancherorts selbst aktiv und engagieren sich für Theater-AGs, Digital-Workshops, Bandproberäume und weitere kreative Angebote auf dem Land. Das Discussion Paper stellt zehn selbst-initiierte Vereine und Verbände aus verschiedenen ländlichen Regionen Deutschlands vor. Sie schaffen vielfältige kulturelle Angebote, die einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Kindern und Jugendlichen leisten.

Neben ausgefeilten Projektideen brauchen die Verantwortlichen die richtigen Rahmenbedingungen, um ihre Vorhaben zu realisieren. Vor allem kleine Vereine treffen dabei auf viele Hürden: Sie müssen eine ausreichende Finanzierung sichern, die passenden Räumlichkeiten finden und Unterstützung aus der Kommune gewinnen. Die vorgestellten Projekte zeigen jedoch, wie kreativ und lösungsorientiert viele außerschulischen Bildungsangebote auf die Herausforderungen im Alltag reagieren. Eine unterstützende und tatkräftige Politik kann viel zum Erfolg der Bildungsangebote beitragen – und so die kulturellen Teilhabechancen junger Menschen auf dem Land verbessern. Langfristig könnten auch die ländlichen Regionen davon profitieren. Denn eine gut ausgestattete Bildungslandschaft trägt dazu bei, den Nachwuchs vor Ort zu halten.

Thema: Lebensverhältnisse in Stadt und Land
erschienen: 2021
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4,30 €
(Schutzgebühr)

Ausgewählte Grafiken

Eltern aus kleinen Gemeinden schätzen das Kulturangebot für ihre Kinder deutlich schlechter ein als Eltern in der Stadt. In einer Umfrage des Rats für kulturelle Bildung gab gerade einmal jedes dritte Elternteil aus Wohnorten mit weniger als 20.000 Einwohnern an, das Angebot sei für ihre Kinder interessant. Außerdem müssen drei von vier Eltern auf dem Land ihre Kinder zu den Kulturangeboten bringen. Die Wege sind für die Kinder häufig zu weit, um alleine zu Fuß oder mit dem Rad zum Angebot zu kommen und die Busse fahren nach Schulschluss nur selten.© Berlin-Institut, Wüstenrot Stiftung
Die Coronapandemie hat das Leben junger Menschen auf den Kopf gestellt. Sie sehnen sich besonders nach sozialen Kontakten und einer selbstbestimmten Freizeit. Zu Recht wird die Öffnung von Schulen in der Krise intensiv diskutiert – die Bedeutung außerschulischer Bildungsangebote spielt aber in der öffentlichen Debatte selten eine Rolle. Dabei sind sie für viele Jugendliche ein zentraler Teil des Soziallebens und der Freizeit.© Berlin-Institut, Wüstenrot Stiftung
Die zehn von uns befragten Projektverantwortlichen haben uns erzählt, wie die Initiativen entstanden sind und welche Bedeutung sie für junge Menschen auf dem Land haben. Sie haben auch von den Erfolgsfaktoren und Herausforderungen für ihre Arbeit berichtet und ihre Wünsche für die Zukunft formuliert.© Berlin-Institut, Wüstenrot Stiftung

Presseschau

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Thomas Nice

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E-Mail schreiben:sixtus@berlin-institut.org

Frederick Sixtus wissenschaftlicher Mitarbeiter

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Catherina Hinz geschäftsführende Direktorin

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