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Einflussfaktoren des demografischen Wandels

Expertise im Auftrag der Bertelsmann Stiftung

Manuel Slupina
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© Berlin-Institut

Lange kamen Vorausberechnungen zur Bevölkerungsentwicklung zu dem Ergebnis, dass die Zahl der Einwohner in Deutschland kontinuierlich sinken würde und dass hierzulande im Jahr 2050 rund zehn Millionen Menschen weniger leben könnten als noch Anfang des Jahrtausends. Die tatsächliche Bevölkerungsentwicklung nimmt allerdings einen anderen Verlauf und vorläufigen Zahlen nach lebten im Jahr 2017 rund 82,8 Millionen Personen in Deutschland – und damit mehr als jemals zuvor. In einer aktuellen Studie hat das Berlin-Institut untersucht, welche unerwarteten Entwicklungen dazu geführt haben, dass sich die Vorausberechnungen der Vergangenheit nicht erfüllen. Und welche Trends bei den Kinderzahlen, der Lebenserwartung und der Zuwanderung in die künftigen Vorausberechnungen einfließen sollten.  

 

Das Berlin-Institut dankt der Bertelsmann Stiftung für die Ermöglichung der Studie.

Thema: Demografischer Wandel
erschienen: 2018
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Ausgewählte Grafiken

Varianten der 9. bis 13. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnungen mit einem langfristigen Wanderungssaldo von 100.000 Personen pro Jahr
Im Jahr 2016 lebten in Deutschland rund 82,5 Millionen Personen und damit mehr als in den ausgewählten Varianten mit niedriger Zuwanderung vorausberechnet wurden. Eine schrumpfende Einwohnerzahl, so wie es die 9. bis 12. Bevölkerungsvorausberechnung vorsah, scheint sich derzeit nicht einzustellen.
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Abweichungen der ausgewählten Varianten mit niedriger Zuwanderung (100.000) vom Fortschreibungsergebnis der Bevölkerung nach Alter im Jahr 2016 (in Prozent)
Nach Altersklassen betrachtet, zeigen sich die größten Abweichungen bei den jüngsten Jahrgängen: Vier von fünf Berechnungen unterschätzten die Zahl der unter 1-Jährigen um mehr als 15 Prozent. Auch die Zahl der 18- bis 30-Jährigen ist höher ausgefallen. Bei den über 70-Jährigen schneidet die älteste der betrachteten Vorausberechnung am schlechtesten ab.
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Wanderungssaldo zwischen dem Bundesgebiet und dem Ausland von 1950 bis 2016
Seit Ende des Zweiten Weltkriegs hat es mehrere Wanderungswellen nach Deutschland gegeben. Die erste große Gruppe stellten die sogenannten Gastarbeiter der 1960er- und 1970er-Jahre, ab Mitte der 1980er-Jahre nahm dann die Zuwanderung von (Spät-)Aussiedlern und später von Flüchtlingen aus dem zerfallenden Jugoslawien zu. In den vergangenen Jahren sind die Zuwanderungszahlen erneut angestiegen – hauptsächlich bedingt durch die EU-Osterweiterungen, die Wirtschaftskrise in Südeuropa und die wachsenden Flüchtlingsströme.
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Ansprechpartner*innen

Manuel Slupina

Ressortleiter Demografie Deutschland

Telefon: 030 - 31 10 26 98

E-Mail schreiben:slupina@berlin-institut.org

Manuel Slupina Ressortleiter Demografie Deutschland

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