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Von Kirchtürmen und Netzwerken

Wie engagierte Bürger das Emsland voranbringen

Theresa Damm, Susanne Dähner, Manuel Slupina, Reiner Klingholz
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© Berlin-Institut

Im Emsland funktioniert, was in vielen erfolgreichen ländlichen Regionen in Deutschland zu finden ist: Ein Miteinander von tatkräftigen Bürgern, Unternehmern und Bürgermeistern, die gemeinsam für ein attraktives Lebensumfeld sorgen. Um den Menschenschlag im Emsland und deren Engagement besser zu verstehen, ist das Berlin-Institut für die Studie „Von Kirchtürmen und Netzwerken“ in die zivilgesellschaftlichen Strukturen vor Ort eingetaucht. In Gesprächen mit lokalen Akteuren wollten wir herausfinden, was die Emsländer antreibt, sich für das Gemeinwohl einzubringen, wie die Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft, Kirche und Vereinen in der Engagementlandschaft funktioniert und wie zukunftsfähig diese Strukturen sind.

 

Das Berlin-Institut dankt dem Bistum Osnabrück und dem Caritasverband für die Diözese Osnabrück e.V. für die Förderung der Studie.

Thema: Lebensverhältnisse in Stadt und Land
erschienen: 2017

Ausgewählte Grafiken

Siedlungsstruktuelle Kreistypen 2014
Fast 40 Prozent der Fläche Deutschlands zählen zu den ländlichen, dünn besiedelten Kreisen, in denen weniger als 15 Prozent der Bevölkerung Deutschlands leben. Die Siedlungsstruktur des Emslands ist vergleichbar mit Kreisen in Mecklenburg-Vorpommern oder Brandenburg. Doch während viele dieser Gebiete mit Strukturwandel und Bevölkerungsschwund zu kämpfen haben, folgt das Emsland eher dem Trend der Ballungsräume.
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Geborene und Gestorbene je 1.000 Einwohner, 1995 bis 2013
Das Emsland hat in den letzten zwanzig Jahren einen deutlichen Rückgang seiner Geburtenzahlen zu verzeichnen, jedoch von einem vergleichsweise hohen Ausgangswert aus. Gemessen an der Einwohnerzahl beträgt der Rückgang zwischen 1996 und 2013 rund vierzig Prozent. Während in Deutschland bereits seit 1972 mehr Menschen sterben als geboren werden, verliert das Emsland erst seit wenigen Jahren Einwohner durch Sterbeüberschüsse. Deshalb würden auch in dem wachstumsverwöhnten Kreis ohne Zuwanderung die Einwohnerzahlen sinken.
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Schema des Emslands in drei Ebenen
Durch die vielfältigen Verflechtungen miteinander wissen die Bewohner, was in den zahlreichen Vereinen im Dorf, in der Pfarrgemeinde oder der Lokalpolitik passiert finden in den meisten Fällen Mitstreiter oder Ansprechpartner für ihre Unternehmungen. Bislang funktioniert dies im Emsland, weil die Einwohner auf die gewachsenen Strukturen aus Vereinen, Kirche und Kommune zurückgreifen können und diese wiederum durch ihr Engagement festigen und weiterentwickeln. Unterstützung erhalten die lokalen Engagierten auch von den regionalen Institutionen, welche die Rahmenbedingungen für lokales Engagement etwa in Form von Weiterbildungs- oder Förderprogrammen schaffen.
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Ansprechpartner*innen

Susanne Dähner

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Telefon: 030 - 31 01 74 50

E-Mail schreiben:daehner@berlin-institut.org

Susanne Dähner wissenschaftliche Mitarbeiterin

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